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Bericht für den 4. Oktober 2010 Dollar-Tracking Obwohl es auf den ersten
Blick nicht so aussah: Heute war ein guter Gold-Tag. Zwar ist das gelbe Metall
in US-Dollar gehandelt etwas gesunken. Aber der dafür um 0,8 Prozent gesunkene
Euro hat diese Verluste überkompensieren können, so dass Gold oberhalb der
Marke von EUR 960 schließen konnte. Nur eine Währung wollte
dem Dollar nicht nachgeben: Der Schweizer Franken – der verharrt nämlich
immer noch mit $1,028 signifikant oberhalb der Paritäts-Schwelle. Die heutige Entwicklung
gefiel auch den internationalen Aktien-Märkten nicht. Nur US-Öl konnte man auf
seinem Weg zur Marke von $82 pro Barrel nicht wirklich aufhalten. Es gibt
Gerüchte, dass die Chinesen wegen des Handelsstreits mit den Vereinigten Staaten
Druck auf den US-Dollar ausüben würden. Aber warum sollten sie das tun –
wenn sie den US-Dollar gegen den Euro tauschen, dann sitzen sie letztendlich
auf den gleichen Schuldpapieren ohne einklagbaren Gegenwert. Also verbleibt
ihnen de facto nur die Umschichtung ihres Auslandsvermögens in Gold oder in
Rohstoffe – beide Märkte sind aber viel zu klein, um hier signifikante
Mengen Geld umzuschichten. Und so bleibt es weiterhin das Privileg der
Privatinvestoren unterhalb des Radarschirms eines explodierenden Gold-Preises
sein Papier-Vermögen in Gold und Silber umzuschichten. So paradox das auch
klingen mag – diese Opportunity schafft uns das
Gold Kartell. Ohne deren Aktionen wäre der Gold-Preis schon bei $5.000 und
vielleicht wäre dann auch schon die Hausfrauen-Hausse losgebrochen, die Gold
jenseits dieser Marke befördert hätte. Der chinesischen
Notenbank steht diese Option nicht offen. Selbst der IWF hat Anfang des Jahres
kein Gold an China verkaufen wollen – bevorzugt bei der Zuteilung wurden
Indien, Bangladesh und ein kleiner Inselstaat. Warum wohl? Die Chinesen sitzen mit
ihren US-Dollaranlagen auf der gleichen Zeitbombe wie das deutsche Bankensystem
auf PIIGS-Anleihen und den Versuch, das Geld im
US-Hypothekenmarkt zu vermehren. Beide Anlage-Formen sind ein monetäres
Stalingrad – es wird nichts davon zurückkommen. Nicht ohne Grund wurden
die deutschen Banken von der Finanzkrise am meisten gebeutelt – dort sind
die Export-Überschüsse hineingeflossen, für die zwar weiterhin die Ansprüche
der Kunden an ihre Banken existieren. Aber das angelegte Geld ist futsch. Das
gilt in ähnlichem Umfang auch für die Devisen-Anlagen der PBoC
(Peoples Bank of China) – der Kommunismus ist
nur besser im Vertuschen. Sogar noch besser als Angela Merkel mit ihrem
verbalen Kraftakt des Herbstes 2008, dass die Spareinlagen angeblich sicher seien. Der Vorteil von China
und Deutschland: Wenn sich das Banken- und Geldsystem endgültig in Rauch
aufgelöst haben sollte, können diese Staaten zumindest mit ihrer Industrie
einen Neustart versuchen. In einem auf Gold und Silber-Zahlungsmittel
beruhenden System braucht man keine Notenbank und die Stellung der Banken ist
nur auf die Abwicklung des Zahlungsverkehrs begrenzt. Ein solches System ist
nicht zu verwechseln mit einem Goldstandard, bei dem nur die von der Notenbank
herausgegeben Geldmittel, monetäre Basis = Bargeld und Einlagen des
Bankensystem bei der Notenbank, mit Gold hinterlegt sind. Denn die mit
Kreditgeld angereicherten Geldmengen-Aggregate M2 und M3 basieren genauso wie
heute auf dem fractional reserve
banking System, d.h. die Geldmenge M0 existiert nur
in einem kleinen einstelligen Prozentsatz im Vergleich zu Geldmenge M3. Kommen wir nun aber
zurück zu dem heutigen Kursverlauf beim Gold: Im frühen asiatischen Handel ging
es anfangs um wenige Dollar nach unten. Zu Beginn des Londoner Vormittags-Handels
konnte Gold die Dollar-Verluste aber wieder ausgleichen. Zum A.M. Fix lag Gold
mit $1.316,00 (EUR 961,78) aber wieder leicht im Minus, wenn man den New Yorker
Schlusskurs vom letzten Freitag heranzieht. Auf Eurogold-Basis lagen wir aber
schon zu dieser Zeit gut im Plus. Der Nachmittag brachte
mit dem steigenden Dollar keine großen Überraschungen. Gold tendierte in
US-Dollar mit $1.313,50 (EUR 959,04) etwas niedriger als zum A.M. Fix. Zum
Handelsschluss an der COMEX stand Gold mit $1.315,50 dann aber nur noch ein
Dollar niedriger als am letzen Freitag zur selben Zeit. Die PGM-Metalle
standen heute unter Druck, wobei auch Silber trotz anfänglicher Stärke die
Marke von $22 abgeben musste. Für den Termin-Kalender:
Am Freitag werden um 14:30 Uhr MEZ, das heißt zehn Minuten nach Eröffnung der
COMEX die Arbeitsmarktzahlen für den Monat September verkündet. Leser dieses
Berichts wissen, was wir deshalb zur zweiten Wochenhälfte erwarten dürfen. Wichtige Marktdaten im Überblick
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