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Bericht für den 13. Oktober 2010 So schlimm? –
Die zwei Prozentgrenze wurde gezogen! Was das Gold Kartell die
letzte Zeit auch anfasst – es scheint zu misslingen. Der gestrige marginale
Rückgang beim Gold – heute war er bereits längst durch neue Rekord-Stände
verdrängte Geschichte. Es passt derzeit aus Sicht der Goldpreis-Kontrolleure
einfach nichts mehr zusammen. Das Desaster ist so
groß, dass man heute die heilige zwei Prozentregel
wieder einmal anwenden musste. So sehr stehen diese Herren unter Druck. Und
gleichzeitig steigen und steigen die Short-Positionen der Kartell-Banken an der
COMEX ins Unermessliche. Dabei hat das unter dem
Radarschirm fliegende Silber heute die Marke von $24 geknackt. Und Palladium
kratzt an der Marke von $600. Aber auch die
europäischen Gold-Besitzer konnten heute einmal von der Entwicklung
partizipieren: Das gelbe Metall ließ die Marke von 980 Euro hinter sich. Was für ein Desaster für
unsere vermeintlichen Experten wie Mr. Dax Dirk
Müller, die noch vor wenigen Monaten den Gold-Investoren eine mittelfristige
Absicherung ihrer physischen Goldbestände mit Put-Optionsscheinen
empfohlen hatten. Wenn diese Papiere heute noch 10 Prozent ihres ursprünglichen
Wertes haben sollten – und das ist nur der rein ideelle Zeitwert –
dann liegen die ihm folgenden Investoren noch gut. Dumm, dass diese Scheine in
US-Dollar gerechnet praktisch den kompletten negativen Hebel der letzten Monate
zu spüren bekommen haben – während die abzusichernden Gold-Bestände
unterproportional, weil in Euro bewertet, zulegen konnten. Dass der
Optionsschein, wenn er sich unter Wasser befindet und wegen seines Zeitwertes
niemals die Verluste des zugrunde liegenden Investments kompensieren kann,
davon einmal ganz abgesehen. Dazu müsste man wohl ein Vielfaches in Optionen
stecken – der bis heute kumulierte Verlust wäre dann aber noch
katastrophaler. Man muss einfach verstehen, welche Buchstaben des griechischen
Optionsscheins-Alphabets relevant sind. Wir haben also
Gold-Bugs, die letztendlich ihr Gesamtvermögen geschrumpft haben. Eine tolle
Leistung Mr. Dax ! Das schaffen nur wenige. Natürlich ist eine
sogenannte Hedging-Strategie in solch volatilen
Märkten wie beim Gold nicht schlecht. Aber wer diese Berichte regelmäßig liest,
der weiss, dass es eher nur um kurzfristig, taktische
Trades geht. Also Optionsscheine mit Ablaufdaten von
circa einem Monat und weniger. Entweder man liegt hier völlig daneben und
verliert seinen kompletten Einsatz – aber gleichzeitig steigt das selbst
gehaltene Gold um mindestens den gleichen Betrag wie das verlorene Papiergeld.
Oder man erwischt wirklich eine kräftige Goldpreis-Drückung und sammelt die
Gewinne aus den Short-Optis ein. Über die Spekulanten,
die in Form von Gold-Futures Short-Positionen zeichnen und damit ein unbegrenztes
Verlust-Risiko eingehen, einmal ganz abgesehen. Diese Gruppe sollte die
preußischen Militär-Tugenden des letzten Jahrhundert verinnerlichen –
wenn man einem Offizier nach einer verlorenen Schlacht eine geladene Waffe auf
den Tisch gelegt hatte, dann wusste er was zu tun ist ... Gestern habe ich mich
über die Aktionen des Gold Kartells noch in meinem
Tagesbericht lustig gemacht. Dass es ein solches Desaster für diese Gruppe am
heutigen Tag geben würde, habe ich jedoch nicht
erwartet. Schaut auf diesen Preis:
COMEX Gold-Schlusskurs bei $1.369,50 – ein 24-Stundenplus von $23. Und
für unsere durch mich in der Vergangenheit nicht besonders erwähnten
Silber-Freunde: $23,91 – plus 78 Cents. Einen wird derzeit ganz
schwindelig, wo die nächste Rekordmarke bei dem kleinen Bruder des Goldes
liegen wird. Prinzipiell verbesserten
sich bei allen Edelmetall-Gruppen die Kurse, je später der Tag wurde. Bis auf
Gold, das bis zu seinem Anstieg um zwei Prozent in seine Grenzen verwiesen
wurde. Aber damit können wir leben. Wichtige Marktdaten im Überblick
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