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Bericht für den 14. Oktober 2010 Dollar-Verfall geht weiter Es geht weiter aufwärts
bei den Edelmetallen-Kursen. Erneut war Silber mit einem Tagesgewinn von 1,6
Prozent der Favorit der Investoren – handelt es sich hier um einen Short Squeeze, wo die Halter von Silber Short-Positionen wegen
der stetig steigenden Preise sich in Panik von ihren Positionen trennen müssen?
Wir werden es sehen. Gold stieg ebenfalls
kräftig an und konnte zu Beginn des Londoner Vormittags-Handels kurzzeitig die
Marke von $1.385 nach oben durchbrechen. Zu diesem Zeitpunkt hat das gelbe
Metall aber bereits seinen heutigen Höchststand erreicht. Der Londoner A.M. Fix
kam dann mit $1.380,75 (EUR 980,16) zustande, zwar $22 höher als noch vor 24
Stunden. Aber wenige Dollar gingen dann intraday
trotzdem verloren. Der Goldpreis-Anstieg war
dem erneut kräftig fallenden US-Dollar zu verdanken. Das erkennt man auch, wenn
man sich die Euro-Goldkurse des heutigen Tages genauer betrachtet – die
Marke von 980 Euro, die gestern noch nachhaltig durchbrochen wurde, fiel im
Laufe des heutigen Tages wieder. Der US-Dollarindex
(USDX) gab heute 0,5 Punkte auf 76,6 nach. Und selbst von den Bondmärkten kamen
für die 10-jährigen Treasury Notes eher negative Nachrichten. Die Real-Rendite
stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent an. Der von mir ermittelte Quotient
aus USDX und den Real-Renditen der US-Staatsanleihen sank daraufhin um massive
1,5 Punkte auf 30,6. Wie ging es dann im
Laufe des Tages beim Gold weiter: Mit Eröffnung des
New Yorker Handels an der COMEX wurde Gold um fast zehn Dollar gedrückt und
näherte sich der Marke von $1.370 an. Der P.M. Fix kam mit $1.373,25 (EUR
975,94) um knapp acht Dollar höher als gestern zur gleichen Zeit zustande. In
Euro bewertet ist Gold jedoch um über drei Euro gefallen. Es kam dann im Laufe des
verbleibenden Handels eine abwechselnde Aufwärts- und Abwärtsbewegung zustande, welche Gold zum Schluss der COMEX mit $1.377,00 für sich
entscheiden konnte. Als einziger Vertreter
der vier Edelmetalle musste Platin wenige US-Dollar abgeben. Wenn wir die
Preisentwicklung beim Gold auf Jahresbasis betrachten, dann
beträgt trotz der kräftigen Anstiege der letzten Monate die Preiszunahme weiterhin
30 Prozent. Das ist der Bereich des jährlichen Zuwachses, den wir die letzten
Wochen und Monate beobachten durften. Gold steigt also nicht außergewöhnlich
stark an, sondern muss nur dem Aufwärtstrend des vergangenen Jahres folgen, um
weiterhin die beobachtete Performance erzielen zu können. Von einem
unkontrollierten Preis-Anstieg oder sogar einer Panik können wir demzufolge
nicht sprechen. Dagegen konnte der
Euro-Goldpreis die letzten 12 Monate um 300 Euro zulegen – das entspricht
einem jährlichen Zuwachs von 46 Prozent, also 16 Prozentpunkte mehr als beim
US-Dollar. Die europäischen Goldinvestoren können sich also gar nicht über eine
im Vergleich zum US-Dollar schlechte Performance beschweren. Wichtige Marktdaten im Überblick
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