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Bericht für den 21. Oktober 2010 Reinrassige COMEX-Drückung Anscheinend haben die
den Goldpreis drückenden Kräfte ihre Strategie verändert. Man geht wieder
zurück zu den Wurzeln der Goldpreis-Drückung – den Verkauf von Papiergold
im New Yorker Derivate-Handel an der COMEX. Wenn
diese heute angewandte Taktik aber erfolgreich sein sollte und einige Tage ihre
Wirkung entfalten soll, dann muss man am morgigen Handelstag (Freitag) mit
physischem Gold an der Londoner LBMA nachhelfen. Das Gold-Kartell konnte nämlich
immer noch nicht den Markt-Teilnehmern überzeugend beweisen, dass es wirklich über
physisches Material verfügt. Und ohne physisches Material wird jede auch noch
so geschickt eingefädelte Preis-Drückung früher oder später in sich
zusammenbrechen. Ob wir es mit einem
Papiertiger zu tun haben oder mit einem weiterhin potenten Gegner, werden wir
wohl im Laufe des Freitags erfahren. Natürlich ist es im höchsten Maße
unbefriedigend, wenn wir nur im Nachlauf analysieren können, welche Karten
ihres Repertoires das Gold Kartell gezogen hat und welche anderen
Überraschungen gegebenenfalls auf uns warten könnten. Eines ist jedoch trotz
dieser Aktionen gestern wie heute und auch gegebenenfalls auch morgen klar: Mit
der anhaltenden Geldmengen-Ausweitung, dem Betrug an den Sparern und dem
kaputten Bankensystem gibt es eigentlich keine Alternative zu einem weiterhin
kräftigen Anstieg von Gold & Co. Gold startete den
heutigen Tag eigentlich im Erhol-Modus: Zu Beginn des asiatischen Handels war
Gold im Vergleich zum gestrigen New Yorker Schlusskurs noch unverändert, konnte
aber im Laufe des Londoner Vormittags-Handels leicht zulegen. Der A.M. Fix kam
mit $1.343,25 (EUR 959,52) um drei Dollar höher als noch vor 24 Stunden
zustande. Allerdings kann man an dem um zehn Dollar gesunkenen Euro-Goldpreis
ablesen, dass dieser Zuwachs mit einem noch überproportional gegenüber dem Euro
gesunkenen US-Dollar erkauft worden ist. Am frühen Nachmittag und
zu Beginn des Handels an der COMEX tat sich nicht viel, trotz eines anfänglichen
Drückungs-Versuchs mit Beginn des New Yorker Handels. Der Londoner P.M. Fix war
mit $1.343,50 (EUR 960,19) praktisch unverändert im Vergleich zum
Vormittags-Fixing. Und auf 24-Stundenbasis hat Gold knapp fünf Dollar zulegen
können. Der Markt sah also gelassen einer weiteren Erholung entgegen. Aber erneut hat uns das
Gold Kartell überraschen können. Die letzten Wochen mit relativer Untätigkeit
bis auf die Verteidigung von heiligen Anstiegen – beispielsweise der
2-Prozentregel. Und heute mit einer anschließenden Preisdrückung, die Gold bis
zum Schluss des Handels an der COMEX um $20 auf einen Endstand von $1.324
drücken konnte. Im Access Handel wurde
anschließend sogar noch die Marke von $1.320 unterschritten. So gingen bis zu
diesem Zeitpunkt summa summarum seit Anfang dieser Woche $50 verloren. Eine
durchaus bemerkenswerte Drückungs-Aktion. Mit der die letzten
Wochen beobachteten relativen Stärke von Silber (im Vergleich zum Gold) scheint
es nun auch wieder vorbei zu sein. Beim Silber sehen wir wieder die
allbekannten Muster der Vergangenheit: Das heißt eine kräftige Preis-Drückung
beim Gold fällt beim Silber noch viel katastrophaler aus. Heute musste das
weiße Edelmetall 80 Cent einbüßen – mit über drei Prozent ein doppelt so
hoher Verlust wie beim Gold – und kämpft nun mit der Marke von $23. Die PGM-Metalle
Platin und Palladium zeigten sich relativ zu Gold und Silber sehr stabil.
Palladium musste nur drei Dollar abgeben und liegt mit knapp $585 nicht weit
weg von der $600er-Marke. Diese beiden Metalle sind zwar auch Flucht-Währungen,
aber nur für eine bestimmte Klientel von Investoren. Im Allgemeinen werden sie
anders wie Gold und Silber nicht als direkte Konkurrenten des Papiergeldes
gesehen. Deshalb unterliegen sie auch keinen direkten Drückungen wie die beiden
anderen Edelmetalle. Zur Abrundung der
Aktionen des Gold Kartells fehlt nun noch die psychologische Drückung in den
Wirtschafts-Medien der Systempresse. Sollte sich der Abwärtstrend bei Gold am
Freitag fortsetzen, dann wissen wir wieder (einmal), was am Sonntag in den
diversen Gazetten zu lesen sein wird. In eigener Sache Wegen einer
Auslands-Reise werden Ziemanns Gold News am Freitag nicht erscheinen.
Der nächste Bericht wird dann wieder am Montag Abend erscheinen. Wichtige Marktdaten im Überblick
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