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Bericht für den 26. Oktober 2010 Der Tag für die
Euro-Goldinvestoren Das Gold Kartell
versucht seit Anfang der letzten Woche eine Doppel-Strategie mangels
ausreichender physischer Gold-Reserven, um nachhaltigen Druck auf die
Edelmetall-Märkte ausüben zu können: Erst lässt man den US-Dollar gegen den
Korb der wichtigsten anderen Welt-Währungen kräftig steigen – dadurch
rutscht dann der Gold-Preis in US-Dollar, während er sich in den anderen
Währungen nur marginal verändert. Und dann lässt man am nächsten Tag den
US-Dollar wieder stark fallen in der Hoffnung, dass Gold nur wenig in US-Dollar
steigen würde. Das Ergebnis für die Euro-Goldbesitzer war dann ein nicht
unerheblich sinkender Euro-Goldpreis. Dann hat man mit
Derivaten nachgedrückt und hofft mit den Aktionen zum Wochen-Wechsel, die
Methode wiederholen zu können. Inzwischen scheinen die
Gold-Investoren dieses Spiel jedoch durchschaut zu haben. Denn im Prinzip
müsste der Verlust von Gold in US-Dollar während eines stark gehobenen Dollars
wieder dann zunichte gemacht werden, wenn der US-Dollar um die gleiche
Größenordnung sinken sollte. Gestern war bedingt
durch den stark fallenden Dollar ein Tag für Gold-Investoren aus dem
Dollar-Raum – jedoch nicht für die Euro-Goldbesitzer, denen durch das Hin
und Her an den Devisen-Märkten der für sie relevante Goldpreis unter den Händen
zerrinnt. Mit dem heute auf 77,8 (USDX) stark steigenden US-Dollar ist zwar
Gold um wenige Dollar gefallen, der Euro-Preis des gelben Metalls nähert sich
mit 967 Euro jedoch wieder der ursprünglichen Marke von 980 Euro (vor der
Drückung). Vielleicht bekommt das
Gold Kartell auch Schützen-Hilfe von den wenigen verbliebenen Hart-Euroanhänger
in der Deutschen Bundesbank, welche nun die verbliebenen Reste des
Bundesbank-Goldes am Markt einsetzen. Wie es auch sein mag,
der heutige Dienstag ist der Tag für die Euro-Goldinvestoren. Da kann sich das
Gold Kartell auch noch so bemühen: Das gelbe Metall wird selbst ohne gravierend
verschärfte Währungs- und Finanzkrisen weiter um 30 bis 40 Prozent pro Jahr im
Wert zulegen. Die Notenbanken können es weltweit einfach nicht riskieren, dass
eine Deflation der Asset-Preise unser
Finanz-Schneeballsystem endgültig in den Kollaps treibt. Deshalb die Rhetorik
über kontrollierte Inflation, Quantitative Easing,
kräftige Gehalts-Erhöhungen und was für einen Bullshit man uns tagtäglich als
Lösung eines eigentlich unlösbaren Problems auftischen will. Fakt ist: a.
Insbesondere das
deutsche und britische Bankensystem ist völlig bankrott und entwickelt sich
immer mehr zu einem Scheintoten wie die japanischen Banken während der Krise
der 80er-Jahre. Die US-Banken haben sich paradoxerweise am besten unter allen
westlichen Banken, zumindest teilweise, saniert. b.
Damit sind die
Spareinlagen der Bürger genau bei diesem Bankensystem genauso verloren wie die
Investments dieser Banken c.
Kein Grieche, kein
Italiener, kein Spanier, kein Portugiese und auch kein Ire wird irgendwann
einmal so viel mehr arbeiten, dass er die von deutschen aber auch von
französischen Sparern erarbeiteten Leistungen, welche diesen Ländern als Kredit
gegeben wurde, irgendwann einmal wird zurückbezahlen können. Ich wette: Es wird
niemals nur ein Euro netto getilgt werden. Das ist die historische Wahrheit,
die hinter solchen Schulden steckt. Genauso wie die Ärzte ihre Fehler beerdigen
können, entledigen sich Staaten ihrer Schulden durch Ungültigkeitserklärung der
Bonds – Währungsreform nennt man diese Form der versteckten Beerdigung. d.
Die ganzen
Politiker-Worthülsen über Eindämmung der Staatsverschuldung und Vermeidung
einer Belastung der Generation der Kinder und Enkel sollen nur vertuschen, dass
die größte Zombie-Bank unseres Finanz-Systems der Staat selbst ist. Wenn unsere
Kinder und Enkel bezüglich der heutigen Staatsschulden aktiv werden, dann nur in
dem Sinne, die heutigen Verbrecher anzuklagen und zu richten. Das traut sich
wegen des faustischen Pakts zwischen Politik und Banken nämlich keiner unserer
heutigen Generation. Da hilft auch kein Stuttgart21-Viagra für diejenigen
Grauhaar-Köpfe, die in Ruhe und Sicherheit so weiter leben wollen wie bisher. Gold beendete den
heutigen Tag trotz eines kräftig steigenden US-Dollars zum Ende des COMEX-Handels mit unveränderten Dollar-Notierungen. Den Dollar-Anstieg
können wir Euro-Godinvestoren also eins-zu-eins in
steigenden Notierungen für uns vereinnahmen. Wichtige Marktdaten im Überblick
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