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Bericht für den 28. Oktober 2010 Der Gold-Schaukelstuhl Unglaublich –
gestern ging es beim Gold um über $15 nach unten und heute konnte dasselbe
Metall wieder seine kompletten Verluste vom Vortag wettmachen. Die immer erratischeren
Ausschläge an den Devisen-Märkten habe ich vor kurzem noch als
Währungs-Achterbahn bezeichnet, weil die Investoren ein permanentes Auf und Ab
zwischen den Währungen über sich ergehen lassen müssen. Bei Gold scheint dies
ähnlich zu laufen, nur dass die Ausschläge weniger heftig und dafür nur von
kurzer Dauer sind. Der Preisverlauf beim
Gold ähnelt deshalb eher einem Schaukelstuhl: Es gibt Bewegungen nach vorne und
nach hinten – aber das ganze Gebilde bleibt relativ stabil und der dort
ruhende Investor braucht sich im Prinzip keine Sorge um die Stabilität seiner
Liege zu machen. Dem gestrigen kleinen
Schock einer Abwärtsbewegung folgte heute die dämpfende Bewegung nach vorne.
Wirklich gemütlich so ein Investment, während um uns ein Währungs-Krieg mit
ungewissem Ausgang tobt. Der Gold Kartell Artist der gestrigen
Zirkus-Darbietung ist heute jedoch gestürzt. Das Publikum ist not
amused über eine solche unprofessionelle
Darbietung. Dabei wollte man im
asiatischen Handel heute früh die gestrige Drückung fortsetzen. Man konnte
jedoch nur den Goldpreis-Anstieg auf wenige Dollar begrenzen. Zu Beginn des
Londoner Vormittags-Handel gelang es den Herren dann sogar noch, Gold
kurzzeitig in den negativen Preis-Bereich zu verschieben. Diese Aktion
entpuppte sich aber schnell als wenig hilfreich. Zu der Hoffnungslosigkeit kam
nämlich ein jetzt auf 77,3 Punkte fallender US-Dollarindex (USDX) hinzu. Das
entspricht einem Verlust von 0,9 Punkten. Der Euro
konnte gegenüber dem Dollar ein gutes Prozent zulegen. Der A.M. Fix kam mit
$1.326,50 (EUR 958,52) zustande. Bei dem Rückgang von vier Dollar auf
24-Stundenbasis wirkte noch die gestrige Gold-Preisdrückung vom Nachmittag
nach. Zum frühen
Nachmittags-Handel bewegte sich Gold langsam aber stetig wieder in Richtung der
Marke von $1.330. Mit Beginn des
New Yorker Handels an der COMEX kam dann ein kräftigerer Aufschwung, der das
gelbe Metall über die Marke von $1.335 trieb. Der P.M. Fix mit $1.333,50 (EUR
959,22) wirkte etwas bremsend, aber auf 24-Stundenbasis konnte Gold bereits
neun Dollar zulegen. Dieser Anstieg machte sich für Euro-Goldbesitzer jedoch
nicht bemerkbar. Nachdem im Anschluss an
den Londoner P.M. Fix Gold noch einmal bis auf $1.330 gedrückt werden konnte,
ging es plötzlich steil bis auf $1.345 nach oben. Dieses Niveau konnte bis zum Ende
des Handels an der COMEX nicht ganz gehalten werden. Der Schlusskurs mit $1.342
war trotzdem knapp zwanzig Dollar höher als am gestrigen Tag. Im späten Access Handel
kam es zu keinen bemerkenswerten Verschiebungen mehr. Fazit: Die gestrigen
Drückungs-Anstrengungen waren für den A.... Silber konnte heute im
Tagesverlauf die Marke von $24 zurückerobern. Palladium notiert inzwischen bei
$624 weit oberhalb der bislang bei $600 verlaufenden Marke. Die Schlacht um den Euro
in Brüssel wegen der Disziplinierungs-Versuche von Sarkozy
und Merkel scheint derzeit zu toben. Bislang steht der Euro, wohl durch die
Aktionen der Chinesen induziert, auf der Sonnenseite der Papier-Währungen
– wie auch die heutige Entwicklung gegenüber dem US-Dollar zeigt. Sollten
Deutschland und Frankreich jedoch ernsthaft mit Austritt aus dem Euro-Raum
drohen, um die Defizit-Sünder vor allen Dingen aus den Südländern
disziplinieren zu wollen, dann könnten sich die derzeitige Hause der
europäischen Währungen schnell in das Gegenteil verkehren. Ein weiteres
anstehendes Großereignis hatte ich in meinem gestrigen Bericht vergessen: Die
Wahlen zum US-Kongress am Dienstag nächster Woche. Hier droht den Demokraten
und der Obama-Administration ein Verlust ihrer
Mehrheit in den beiden Häusern. Wichtige Marktdaten im Überblick
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