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Bericht für den 3. November 2010 Der 600 Milliarden Dollar
Druckauftrag Der Tagesverlauf beim
Gold war heute völlig auf die Entscheidung des Offenmarkt-Ausschusses der FED
(FOMC) ausgerichtet. Während Gold im frühen
asiatischen Handel, zum Londoner Vormittags-Handel und zu Beginn des Handels an
der New Yorker COMEX um den gestrigen Schlusskurs in New York pendelte, kam der
große Hammer gegen 16:00 Uhr MEZ: Erst fiel der Goldpreis
von $1.355 auf $1.345,50 (EUR 958,88) zum Londoner P.M. Fix. Und im Anschluss
auf $1.330. Ein Rückgang innerhalb weniger Minuten von über $25. Damit war klar, was für
eine Entscheidung uns am heutigen Abend vom FOMC präsentiert werden würde: Die
Dollar-Geldschleusen würden wohl faktisch unkontrolliert geöffnet werden. Und so kam es denn auch.
Denn das Programm der FED, US-Staatsanleihen am Markt im Volumen von insgesamt
$600 Milliarden über die nächsten Monate anzukaufen, bedeutet nichts anderes,
als dass US-Staatsausgaben auf Pump mit frisch gedrucktem Geld bezahlt werden. Denn obwohl die FED die
Anleihen nicht direkt bei den Versteigerungen des US-Schatzamtes ankaufen wird,
wissen die Marktteilnehmer natürlich, dass sie ihre so – quasi im Auftrag
der FED - ersteigerten Anleihen jederzeit am Bond-Markt an die FED weiterverkaufen
können. So eröffnet sich den Primary Dealer Banken
über diese Form der Arbitrage die Möglichkeit, ein Teil dieser Summe als
Handelsgewinne selbst einstreichen zu können. Was berichtet das
Sprachrohr des Bankensystems, Bloomberg, heute über diese Entscheidung: Fed to Buy Extra $600
Billion of Treasuries to Boost Growth. So,
so: Man druckt einfach $600 Milliarden weiteres Falschgeld und wirft es über
den Umweg des US-Staates, der sich offiziell mit dieser Summe zusätzlich
verschuldet, in den Rachen der vielen hungrigen Mäuler. Aber auch kritische
Stimmen werden in dem Bloomberg-Artikel laut: Hes risking a strategy that may either
fail or fuel
inflation and asset bubbles, said Scott Pardee,
a former New York Fed official who now
teaches at Middlebury
College in Vermont. Na ja – die
Inflation bei den sogenannten Asset Bubbles sehen wir ja täglich an den weiterhin haussierenden
Aktien-Märkten. Und Inflation zeigt sich, wenn man beispielsweise den
Goldpreis-Anstieg der letzten Jahre betrachtet. Nur bei den Gütern des
täglichen Lebens scheint die Inflation – jedenfalls nach den durch
diverse Wahrheitsministerien veröffentlichten Inflationszahlen – noch
nicht angekommen zu sein. Wer einen realistischen Blick auf die Kosten für
öffentliche Dienstleistungen, Energie, Gesundheit und zuletzt Lebensmittel
wirft, der wird zu einem ganz anderen Ergebnis kommen. Denn das Fluten der
Märkte mit frischen US-Dollar enteignet nicht nur die Dollar-Vermögensbesitzer,
seien es nun lokale Schuldner wie Lehrer und Feuerwehrleute, die ihre
Pensionszahlungen wie Schnee dahinschmelzen sehen,
oder die chinesischen, japanischen und koreanischen Arbeiter, die sich für den
Konsum der Amerikaner totgeschuftet haben, nein es
wird früher oder später das komplette Vertrauen der Bürger in ihre Währung
erschüttern. Und ist dieses Vertrauen einmal erschüttert, dann werden Viele in
Panik ihre letzten Dollar-Reste in stabile Asset-Klassen
oder Gegenstände des täglichen Lebens umtauschen wollen. Dann kann es sehr
schnell zu der vielfach gefürchteten Hyperinflation kommen, die im Prinzip
nichts anderes ist als eine Mega-Deflation: Alle Geldwerte deflationieren
im Wert; das heißt sie verlieren in massiver Art und Weise an Kaufkraft. Die Dollar-Flutung wird
natürlich bei den anderen Notenbanken Gegenreaktionen auslösen. Denn keiner
möchte seine Märkte in den USA kampflos aufgeben. Und so werden wir dann auch
ähnliche Aktionen der Bank of Japan und der EZB sehen – Währungskrieg
darum, wer zuerst seine Währung auf den Wert Null drücken kann. Und Null ist
bekanntermaßen der wirkliche innere Wert aller Papierwährungen. Die Frage ist nur: Wann? In eigener Sache Ich werde am Freitag und
am Samstag auf der Münchener Edelmetall-Messe ganztägig am Stand von Bullionaer / Dr. Neugebauer anwesend sein. Der Freitags-Bericht
wird deshalb gegebenenfalls erst am Sonntag im Laufe des Tages erscheinen. Ich
bitte um Verständnis. Wichtige Marktdaten im Überblick
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