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Bericht für den 8. November 2010 Double Strike Gold konnte heute zum
Schluss des Handels an der New Yorker COMEX die Marke von $1.400 zum ersten Mal
nach oben durchbrechen. Noch eindrucksvoller war da aber die Entwicklung beim
Euro-Gold, da die europäische Gemeinschafts-Währung um
0,7 Prozent gegenüber dem US-Dollar einbrach. Der COMEX-Schlusskurs
lautete $1.404,20 beziehungsweise 1.007,01 Euro – ein Double Strike. Dabei sah es heute früh
im asiatischen Handel noch nicht nach einem Anstieg über die Marke von $1.400
aus. Zuerst ging es nämlich leicht abwärts. Schuld war daran der kräftig
erstärkte US-Dollar, der über die Währungs-Relationen alle Edelmetalle bis auf
Palladium zuerst einmal sinken ließ. Der A.M. Fix zum
Londoner Vormittags-Handel kam mit $1.390,00 (EUR 997,70) nur
noch wenige Euro von der 1.000er-Marke zustande. Am Nachmittag ging nun
zuerst der Kampf um die Marke von 1.000 Euro los. Der weiter zulegende
US-Dollar vereinfachte diese Entwicklung. Wie an dem P.M. Fix um 16:00 Uhr mit
$1.388,50 (EUR 998,92) abzulesen ist, ging es nun aber in Dollar gemessen beim
Gold weiter bergab. Im Vergleich zum letzten Freitag ein Rückgang um sieben
Dollar, aber ein viel markanterer Gewinn von neun
Euro. Im Anschluss sammelten
die Marktteilnehmer nun ihre Kräfte, um die Marke von
$1.400 nach oben zu durchbrechen. Das gelang gegen 18:00 Uhr MEZ und damit fiel
auch die Marke von 1.000 Euro. Bis zum Schluss an der COMEX konnte sich Gold
weiter befestigen und beide Marken stabilisierten sich auf hohem Niveau. Im Access Market um
20:15 Uhr MEZ befand sich Gold mit $1.407,50 bereits um $13,40 im Plus, Silber mit $27,52 um 76 Cent und als Tagesfavorit konnte
Palladium $20 zulegen und überschritt mit $703 die Marke von $700. Auch Platin
konnte seine anfänglichen Tagesverluste kompensieren und notierte in Dollar
unverändert. Der US-Dollarindex
(USDX) stieg um 0,4 Punkte auf 77,0, wobei sich der Rückgang des Euro besonders
stark in dem Index bemerkbar machte. Die Portugal- und Irland-Krise scheint
eine neue Euro-Krise trotz der Eingriffe der EZB insbesondere an den
Bond-Märkten heraufzubeschwören. Erneut wird Angela
Merkel mit ihrer Rhetorik zu kontrollierten Staatspleiten im Euro-Raum für
diese Entwicklung verantwortlich gemacht. So wird wohl Deutschland bei der
demnächst anstehenden Rettungsaktion wieder besonders bluten dürfen. Aber das
deutsche Volk scheint ja leidensfähig zu sein – zumindest solange, bis dann
wieder ein Führer als Erlöser am Horizont erscheinen mag, der
das ganze Euro-System als das bezeichnet, was es wirklich ist: Ein postmodernes
Diktat von Versailles. Wichtige Marktdaten im Überblick
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