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Bericht für den 17. November 2010 The Euro has turned into a bankruptcy
machine Der Euro ist sicher -
jeder kennt noch die gleichlautende Aussage von Norbert Blüm zur gesetzlichen
Rente. Und weiss, wenn eine solche Aussage jemals von
einem Spitzen-Politiker fallen sollte, dass dann der Zusammenbruch der
Gemeinschafts-Währung unmittelbar bevorstände. Das haben die Politiker
schon gelernt. Stattdessen versuchen Angela Merkel und andere das Schicksal des
Euros mit dem Schicksal der europäischen Integration zu verbinden: Scheitert
der Euro, dann scheitert auch Europa, so lautet die Parole. Als wenn das unsere
Bürger noch schockieren würde: Nach Glühlampenverboten, Gängelung bei den
Sicherheitskontrollen an den Flughäfen, einer verschwenderischen Bürokratie und
natürlich der diktatorischen Art und Weise, wie unsere EU-Führer Entscheidungen
treffen und durchzusetzen versuchen, wäre man eher heilfroh darüber, wenn
dieser Moloch endlich untergehen würde. Dann lasst doch diesen
verdammten Euro endlich zusammenbrechen, damit es auf diese Weise die unselige
Europäische Union zerreist – so oder ähnlich wird wohl die Öffentlichkeit
auf die Versuche der EU-hörigen Politiker und Eliten reagieren, ein Junktim
zwischen dem Euro und Europa herzustellen. Bloomberg, das als
Sprachrohr der anglo-amerikanischen Finanz- und
Wirtschaftselite agiert, hat sich nun zum zweiten Mal in kurzer Folge auf
Europa eingeschossen. Whos next fragt der
Kommentator unter dem Titel Euro Dominos Will Fall Until Currency Is Split
– wer ist der nächste der Euro-Dominos, die solange fallen werden, bis
die Währung auseinander bricht. Der Kommentator rechnet
dabei schonungslos mit der Verschleierungs- und Lügentaktik ab, mit der uns
vorgemacht werden soll, dass die Ansteckungs-Gefahr angeblich gebannt sei und
der Euro nun auf einem stabilen Fundament stehe. Dont listen to a word of it – Glaube kein Word von dem, was hier gesagt
wird. Denn der Euro hat sich selbst in eine den Konkurs bringende Maschinerie
verwandelt. Und weiter: Wenn die Märkte mit Irland fertig sind, dann ziehen sie
weiter und zerstören Portugal und Spanien, danach Italien und Frankreich. Das sind die
Kernaussagen des Bloomberg-Berichts. Natürlich können es sich
die letzten verbliebenen Euro-Verfechter besonders einfach machen, indem sie
die Schuld den bösen, bösen Spekulanten unterzujubeln versuchen. Das greift
aber weder objektiv, noch lassen sich die Bürger in der EU von solch einem
rhetorischen Dünnschiss länger an der Nase herumführen. Mit Irland hat der Euro
nun ein Land gekillt, das nicht wie Griechenland nur von Konsum auf Kredit zu
Lasten der anderen Staaten lebte. Die Iren waren fleißig und haben eine
Infrastruktur praktisch aus dem Nichts aufgebaut. Und sie konnten dabei sogar
Arbeitskräfte aus Deutschland oder anderen Industrieländern für sich
begeistern. Und anstatt die Schuld an der Krise anderen zuzuschieben, begann
die dortige Regierung mit drastischen Einspar-Maßnahmen, die Krise selbst in
den Griff zu bekommen. Fast vorbildlich. Wie wir letztlich feststellen müssen,
ohne Erfolg. Matthew Lynn hat schon
Recht, wenn der zu dem Schluss kommt, dass die Wurzel des Übels nicht die
einzelnen Staaten des Euro-Raums seien können, sondern der Geburtsfehler in dem
Euro selbst läge. Was hilft es unseren Eliten, wenn sie nach Irland nun
Portugal, danach Spanien und Italien und zuletzt Frankreich und Deutschland
verlieren. Wäre es da nicht besser, die auf der Abschuss-Liste stehenden
Staaten – und im Prinzip sind das alle – von dem todbringenden
Fluch des Euros zu befreien. Damit wäre den Staaten und ihren Bürgern mehr
geholfen, als ein zunächst hoffnungsvoll begonnenes Projekt wie den Euro, das
inzwischen nur noch Untergangs-Stimmung auszustrahlen scheint, zu retten. Leider werden diese
Argumente an unseren Euro-Teflon-Politikern genauso abprallen, wie alle anderen
Vorschläge der Vergangenheit. Wir werden uns also auf ein Euro-Staatensterben
auf Raten einstellen müssen. Dafür versucht man den
Markt mit einem weiterhin unter Druck stehenden Gold-Preis zu besänftigen. Erneut
ließ man am heutigen Handelstag Gold keine Chance, sich zu erholen. Nach dem
gestrigen kräftigen Rückgang während der Handelszeiten an der New Yorker COMEX
ging es heute aber wesentlich gemächlicher zu. Gold gab zwar im
Vergleich zum gestrigen New Yorker Schlusskurs im frühen Handel in Asien einige
Dollar ab. Aber insgesamt verstetigte sich das Preisniveau auf einem Stand um
die $1.340. Bis zum frühen
Nachmittag lag Gold im Londoner Handel aber noch unterhalb der Marke von
$1.340. Der A.M. Fix kam mit $1.336,50 (EUR 988,39) um $27 niedriger als
gestern zustande. Ein Zeichen dafür, dass die drückenden Kräfte ihre gestrige
Aktion auch im physischen Handel absichern konnten. Ob die Gold-Käufer dabei
Zurückhaltung geübt haben, weil sie auf weiter sinkende Preise hoffen, oder ob
man physisches Gold in größerem Umfang in den Markt geschleust hat, kann ich
hier nicht sagen. Denn neben dem offiziellen Goldmarkt gibt es einen
Schatten-Goldmarkt über OTC-Geschäfte, der es
interessierten Parteien erlaubt, Goldnachfrage ohne steigende Preise an den
offiziellen Märkten zu befriedigen. Zum Nachmittag schwanke
Gold einmal oberhalb der Marke von $1.340, ein anderes Mal wieder unterhalb.
Der P.M. Fix kam eindeutig mit $1.337,50 (EUR 988,11) unterhalb dieser Marke
zustande. Bis zum Schluss des
Handels an der COMEX kam es nun zu keinen größeren Verschiebungen mehr. Gold
beendete mit einem leichten Tagesverlust den Handel an der COMEX. Wichtige Marktdaten im Überblick
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