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Bericht für den 23. November 2010 Der real existierende Euro ... ... scheint das gleiche
Schicksal zu nehmen, wie sein sozialistisches Vorbild. Beide sind mit hehren
Vorstellungen gestartet – in ihnen wohnte sogar ein neues, gerechteres
und letztlich besseres Menschenbild inne. Und immer noch gibt es Träumer, die
glauben, dass nur beide den Frieden auf der Erde sicherstellen können: Auf der
einen Seite die N(ost)talgiker
und beim Euro die Mensch gewordenen Glaubens-Brüder an die Vereinigten Staaten
von Europa. Der Frieden muss
bewaffnet sein, lautete vor mehr als zwei Jahrzehnten die klirrende Parole der
Warschauer Pakt Staaten. Die gleiche Rhetorik hören wir derzeit beim Euro
– man muss etwas mit Waffengewalt gegen angeblich friedensgefährdende
Spekulanten verteidigen. Dabei sollte diese Währung per Definition eigentlich
dem Frieden und der Zusammenhalt der Völker Europas dienen. Antagonismus würde man
dazu in der Hegelschen Dialektik sagen. Und so gibt es wie beim
Sozialismus immer noch die Ewiggestrigen, für die
nicht die Theorie an sich gescheitert ist, sondern deren Umsetzung. Die
Bevölkerung wollte aber nicht länger das Versuchs-Kaninchen dieser ideologisch
verblendeten Eliten sein und entschloss sich letztlich für das System des
Klassenfeindes. Je größer die Ignoranz
der Eliten war, desto schlimmer waren die Folgen. In der sogenannten DDR ging
dieser Systemwechsel Gott sei Dank relativ friedlich über die Bühne. Aber am
Schicksal des rumänischen Diktators Nicolae Ceausescu kann man auch ablesen, dass ab einem bestimmten Punkt auch beim Volk Schluss mit
lustig ist. Die verbissenen Euro-Eliten sollten sich genau überlegen, wie lange
sie ihr derzeitiges Spiel noch treiben wollen und können ... Nur zu dumm, dass die
Menschen damit nach einem kurzweiligen Aufschwung, finanziert durch Konsum auf
Kredit, vom Regen in die Traufe gekommen sind. Denn was sie und auch wir Bürger
des sich überlegen fühlenden Westens damals nicht erkennen konnten
beziehungsweise wollten, ist eingetreten: Das System der Staatsbanken wurde durch
de facto undemokratische Dekrete auf die heutige Europäische Zentralbank (EZB)
übertragen. Und daneben haben wir einen Teil der Politiker-Elite des real
existierenden Sozialismus als Virus in unsere freiheitliche Gesellschaft
eingeschleppt. Die Parallelen zwischen
Anspruch und Wirklichkeit des real existierenden Sozialismus und des real
existierenden Euro sind frappierend. Auch deren Niedergang durch ideologische
Verblendung ist nicht zu übersehen. Und wie Erich Honecker im Jahr 1989 kurz
vor dem Niedergang noch proklamierte, dass die Mauer noch in 50 und sogar 100
Jahren bestehen würde, genauso quälen sich unsere Euro-Verfechter von einem
Staaten-Niedergang zum nächsten. Heute verlor der Euro
gegenüber dem durch Quantitative Easing II sowieso
schon maßlos überdruckten US-Dollar in der Spitze zwei Prozent auf $1.337. Aber
anstatt dass Gold mit dem Euro solidarisch sinkt, steigt es entgegen der
Entwicklung der anderen Anlageklassen sogar bis auf $1.380 an. Für den
Euro-Goldpreis bedeutete das einen Sprung von 2,7 Prozent im Tagesverlauf auf
1.030 Euro. Erneut sind wir nicht weit weg von dem Euro-Gold Höchststand vom
Spätfrühling dieses Jahres. Ganz anders entwickelten
sich dagegen die anderen Edelmetalle, die weltweiten Aktienmärkte und auch
US-Öl. Diese fielen nämlich zum Teil kräftig. Ein Blick auf den Kursverlauf um
20:45 Uhr MEZ: Silber minus 44 Cent oder 1,6 Prozent, Platin minus $12 oder 0,7
Prozent, Palladium minus $9 oder 1,3 Prozent – aber Gold plus $9 oder 0,7
Prozent. Man erkennt: Gold
fungierte heute stärker als der US-Dollar als eine Fluchtwährung. Der 2,7 prozentige Vertrauensmalus
gegenüber dem Euro ist eine gefährliche Entwicklung für die europäische
Gemeinschaftswährung. Schon wird darüber
spekuliert, dass nicht nur Portugal das nächste Opfer sein könnte, sondern
Spanien gleich mit fallen würde. Irgendwann einmal sind genug
Sargnägel in Form von gescheiterten Euro-Staaten in das Behältnis der
europäischen Idee eingeschlagen, dass dieser Zombie aus eigener Kraft nicht
mehr zu entweichen vermag. Dann können wir diese Inkarnation der Halbtoten
endgültig ihrer letzten Ruhestelle zuführen. Tränen werden dabei wohl
höchstens bei denen fließen, die mit der Idee auch ihre Macht- und Versorgungsbasis
zu Grabe getragen ansehen müssen. Wichtige Marktdaten im Überblick
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