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Bericht für den 25. November 2010 Vermögens-Enteignung Stufe I Die ungarische Regierung
zwingt die Inhaber privater Rentenversicherungen dazu, ihr angespartes
Kapital dem Staat zu überlassen. Als Ausgleich dafür sollen die betroffenen
Bürger Ansprüche auf eine staatliche Rente erhalten. Unter dem Titel Hungary Follows Argentinia in Nightmare Pension-Fund Ultimatum berichteten
Bloomberg sowie das Wall Street Journal – dort unter dem Titel Hungary Forces Private Pension Fund Members
Back to State Scheme – über diese
kalte Enteignung der Anleger in private Vorsorgeverträge. Bloomberg: Hungary is
giving its citizens an ultimatum: move your private-pension
fund asset to the state or lose your
state pension
– ein Ultimatum an die Ungarn: entweder ihr übertragt euer angespartes Kapital auf den Staat oder ihr verliert eure
Ansprüche auf eine staatliche Rente. Das ist wieder einmal
ein gutes Anschauungs-Beispiel dafür, wie Politiker reagieren, wenn sie mit
ihrem Staats-Apparat mit dem Rücken zur Wand stehen: Dann werden die
verbliebenen Vermögens-Besitzer, die in diesem Fall einfach nur eine private
Absicherung für die Versorgung im Alter angestrebt hatten, rücksichtslos
enteignet. Das sei ein Alptraum, wird ein Wirtschaftswissenschaftler der ING
Gruppe zitiert. Ungarn ist aber nicht
das erste Land, das zu solchen drakonischen Maßnahmen gegriffen hat. Argentinien
hatte im Jahr 2001 ähnliche Maßnahmen umgesetzt: Dort ging es um die Enteignung
von Pensionsvermögen über $3,2 Milliarden. Wenig später stellte das Land seine
Zins- und Tilgungszahlungen ein – das Land war von nun an offiziell
pleite. Der durch die Enteignung
erworbene Kapital-Stock wird nun durch die ungarische Regierung dazu verwendet
werden, die laufenden Zahlungen für die staatliche Rente sicherzustellen. So
muss sich der ungarische Staat nicht weiter auf den Kapital-Märkten
verschulden, was angesichts harter Sparauflagen und einer gescheiterten
Versteigerung von Staatsanleihen praktisch unmöglich geworden ist. Es ist wahrscheinlich
nur eine Frage von Monaten, bis der gesamte Kapital-Stock für laufende Rentenzahlungen
aufgebraucht sein wird. Was bleibt, ist die trügerische Hoffnung, dass der
Staat in Zukunft die von den Enteigneten erworbenen Rentenansprüche auszahlen
wird. Wir wissen jetzt schon,
dass dies nicht der Fall sein wird. Hier sieht man es wieder
klar und deutlich: Der größte Räuber und Betrüger im ganzen Land ist der Staat
selbst. Wer gutgläubig auf verfassungsrechtlich verankerte Eigentumsgarantien
hofft, der wird am Ende mit leeren Händen dastehen. Alle privaten Vermögen,
insbesondere wenn sie staatlich gut zugreifbar in Immobilien, auf Konten, in
Lebens- und Rentenversicherungen angesammelt werden, sind eine leichte Beute
für das staatliche Raubrittertum. Und da werden dann auch sicherlich gute gesellschaftliche
Gründe, gestützt auf demokratisch legitimierte Mehrheiten gefunden, warum diese
Maßnahme im Interesse des Landes und der Mehrheit der Bevölkerung sei. Die mit
Mitläufern besetzten Verfassungs- und Staatsgerichtshöfe geben dann schließlich
ihr Plazet zu dieser Maßnahme – und schon bekommen die Verbrecher einen
Heiligen-Schein verliehen. Man muss es einfach so
drastisch ausdrücken: In einer Phase, wo es wegen drohender Staatspleiten um
die Existenz einer ganzen Generation von Politikern und ihrer staatsabhängigen
Hilfeempfänger geht, wird dieses System mit allen Mittel versuchen, ihren
Zusammenbruch wenn nicht zu verhindern, dann jedoch zu verzögern. Es sei jedem
deshalb dringend angeraten, gegen diese verbrecherische staatliche Willkür sich
mit entsprechenden Maßnahmen rechtzeitig zur Wehr zu setzen. Es gilt die
einfache Weisheit: Was der Staat nicht kennt oder erfassen kann, das kann er
auch nicht enteignen. Und selbst wenn er das versuchen sollte, dann muss man
einfach standhaft bleiben. Es gibt keine moralische Pflicht, einem Verbrecher
die Wahrheit weder über die Existenz noch die Höhe seines erarbeitendes
Vermögen mitzuteilen. Die US-Märkte waren
wegen Thanksgiving heute geschlossen. Eine Ausnahme
bildete der Handel an der New Yorker COMEX, der allerdings auch nur mit
angezogener Handbremse lief. Erwähnenswerte Impulse gingen daher vom
Gold-Handel nicht aus. Wichtige Marktdaten im Überblick
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