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Bericht für den 2. Dezember 2010 Der verzweifelte Kampf gegen das
Gold Das Düsseldorfer
Handelsblatt berichtete heute: Die Europäische
Zentralbank (EZB) beugt sich in einem Punkt dem Druck der Finanzmärkte und hält
bis auf weiteres ihre Rundumversorgung für die Banken
der Euro-Zone aufrecht. Eine großangelegte Rettungsaktion für klamme
Euro-Länder soll es aber nicht geben. Jede der vier
Notenbanken hat im internationalen Verbund ihre Aufgabe: Die
FED kauft Staatsanleihen und Schrottpapiere, die Bank of Japan stellt weltweit
günstige Liquidität für Carry-Trade Geschäfte zur
Verfügung, um die Aktienmärkte oben zu halten. Und die EZB versorgt die Banken
einfach mit ausreichend Liquidität, egal welchen Schrott die Banken zur
Hinterlegung hereingeben. Insoweit geht Business
as Usual weiter: Jede Zentralbank spielt dem Markt
vor, in bestimmten Bereichen streng nach Marktgesetzen vorzugehen. Denn in dem
weltweit vernetzten Bankensystem übernimmt dann diese Aufgabe eine andere der
Notenbanken. Aber in einem Punkt sind
sich alle Vier einig: Gold ist der Hauptfeind, der bekämpft werden muss. Und so
verlief der heutige Tag an den Gold-Märkten nicht überraschend. Auf der einen Seite muss
ein Ausbruch über die Marke von $1.400 so lange wie möglich verhindert werden.
Auf der anderen Seite darf der Euro-Goldpreis nicht zu stark steigen –
dass er weit über 1.000 Euro steht, ist der EZB schon ein mächtiger Dorn im
Auge. Im heutigen asiatischen
Handel und auch im Londoner Vormittags-Handel tat sich beim Goldpreis im Prinzip
gar nichts. Der A.M. Fix kam mit $1.390,00 (EUR 1.052,63) praktisch unverändert
zum gestrigen Kurs zustande. Dafür ist aber Euro-Gold um zehn Euro gesunken. Auch zum frühen
Nachmittag und mit Beginn des Handels an der New Yorker COMEX kam es zu keinen
wesentlichen Verschiebungen. Der P.M. Fix mit $1.389,00 (EUR 1.053,47) war
wenig verändert gegenüber dem heutigen A.M. Fix. Danach setze Gold jedoch
in zwei Schritten den Marsch in Richtung $1.400 fort: Zuerst kletterte das
gelbe Metall über die Marke von $1.390 und konnte mit der zweiten Welle der
Marke von $1.400 sehr nahe kommen. Dieses Kurs-Niveau hielt genau zwei Stunden,
als dann eine Stunde vor Schluss des COMEX-Handels
Gold plötzlich um zehn Dollar einbrach: aha – das Gold Kartell war wieder
aktiv. Der Schlusskurs wurde mit $1.386,50 und damit unverändert gegenüber dem
gestrigen COMEX-Schluss festgestellt. Dass es auch anders
geht, sieht man am Verhalten von Palladium, das um $30
auf über $760 anstieg. Die Märkte werden massiv mit Liquidität geflutet, was
man an den Aktienkursen ablesen kann. Aber über Palladium scheint das Kartell
keine Kontrolle zu haben. Im Gegensatz zu Gold, Silber und auch Platin. Paradox: Der DAX hat
fast 7.000 Punkte erreicht und steht nur noch 1.000 Punkte unterhalb des
Niveaus der Krise, die bereits Anfang des Jahres 2008 offiziell begann. Damals
hatte der DAX mit 8.000 Punkten eine Doppeltop-Formation herausgebildet. Tja
– das deutsche Exportwunder floriert, da alle vom Ausland auf Kredit
gekauften Waren durch Garantien von Merkel und dem bösen Rollstuhlfahrer
garantiert werden. Super – der Wirt
lädt alle Säufer der Stadt ein und lässt unbegrenzt anschreiben. Kein Wunder,
dass der Umsatz des Wirtes immer höhere Dimensionen annimmt und alle
stadtbekannten Trinker anzieht. Aber irgendwann kommt einmal der Tag der
Abrechnung: Dann ist der Wirt nämlich pleite, weil seine Kunden trotz Merkel-Garantien
immer noch nicht zahlen können. Und die Säufer müssen wohl eine noch
schmerzhaftere Entziehungs-Kur durchmachen – wenn es wegen des
Zusammenbruchs des Wirtschafts-Systems überhaupt noch eine Alkohol-Versorgung
geben wird. Wichtige Marktdaten im Überblick
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