|
Bericht für den 3. Dezember 2010 Überraschung – Auch in USA
weiter Probleme Der dauernde Blick auf
die Probleme im Euro-Raum vernebelt einen mit der Zeit die Sinne. Denn in den
Vereinigten Staaten wird nicht plötzlich alles gut. Auch nicht relativ. Das konnten
wir heute wieder einmal erleben. Die letzten Wochen hat
man uns Mut gemacht, dass der US-Arbeitsmarkt im November wieder an Schwung
gewinnen würde. Und kaum wurden kurz nach Eröffnung des Handels an der New
Yorker COMEX die Zahlen von BLS veröffentlicht, da waren sie wieder, die alten Probleme:
Die Amerikaner schaffen nicht mehr Arbeit, sondern die Arbeitslosen-Quote nach
der bereits manipulativ weichgespülten Berechnungs-Methodik
der Mutter aller Orwellschen Wahrheits-Ministerien – dem Bureau of Labour
Statistics - nähert sich wieder der Marke von zehn
Prozent. Was haben wir wieder für
Propaganda-Salven über uns ergehen lassen müssen, dass zum letzte Woche
stattgefundenen Black Friday – dieser Tag heißt
nicht deshalb so, weil die Börsen einbrechen, sondern weil die
Einzelhandelsgeschäfte erstmals im Jahr in die schwarzen Zahlen kommen - die
US-Bürger die Läden gestürmt hätten. Man konnte fast den Eindruck bekommen: Mit
den Vereinigten Staaten geht es nun wieder bergauf. Aber diese Mischung aus
Propaganda und Wirklichkeit kennen wir Deutsche ja bereits zur genüge –
beispielsweise von unserem besonders unverschämt lügenden
Bundeswirtschafts-Minister. In historischer Sportpalast-Manier wird der
Export-Erfolg verschiedener im ausländischen Besitz befindlicher deutscher
Konzerne als der sichere Endsieg gefeiert, während im Land die nackte Panik um
die Ersparnisse und den Euro so langsam um sich greift. Ganz abgehen davon,
dass die Einschläge der Finanz-Krise beim eigenen Volk immer größere Verluste
verursachen. Das kann man in etwa mit
den im besten UFA-Stil in Studios von Berlin-Adlershof
aufgenommen heile Welt Filmen vergleichen, während pausenlose Bombardements die
Lebens-Wirklichkeit in einen Friedhof und Trümmerberg verwandelten. Solche
Kulissen werden immer dann gebaut, wenn Thilo Sarrazin über die wirklich Lage
in Deutschland und den gesellschafts-inkompatiblen Islam berichten möchte. Dann
wird die Mehrheit des deutschen Volkes kurzerhand von dem Wahl-Propagandisten
der ARD – Jörg Schönenborn – zu ängstlichen Unterschichtlern
umdefiniert. Und ein sogenannter Kriminologe behauptet ernsthaft, dass der Wolf
keine Schafe fressen würde, wenn man ihn nur mit gezieltem Demokratie-Gefasele
zudröhnen würde. Und dann lässt man eine Vorzeige-Türkin noch im besten Marika
Rökk Stil den Film In der Nacht ist der Moslem
nicht gern alleine aufführen. Das ist so abstrus, dass
selbst Hans-Olaf Henkel neulich bei Maischberger der
Kragen geplatzt ist. Erstaunlich, dass der
Goldpreis kurz nach der Nachricht vom BLS auf über $1.400 steigen durfte. Denn
bislang galt die Formel: Je schlechter die Arbeitsmarkt-Zahlen, desto größer
fällt die Drückung des Goldpreises aus. Ist das jetzt der Zusammenbruch der
Goldpreis-Drückung, oder sind die Käufer so stark in der Überzahl, dass dem Gold
Kartell einfach nicht mehr viel gelingen will. Aber so richtig Freude
kam für die Euro-Goldbesitzer auch nicht auf. Denn ein Großteil des kräftigen
Goldanstiegs in US-Dollar wurde durch den von 80,3 auf 79,4 gesunkenen
US-Dollarindex (USDX) wieder aufgefressen. Aber es ist sehr
wichtig, dass sich Gold nicht nur zum Wochenschluss zu den beiden
entscheidenden Preismarken des Tages, dem Londoner P.M. Fix mit $1.403,50 (EUR
1.051,31) und dem COMEX-Schlusskurs mit $1.406,00
oberhalb der hart verteidigten Linie von $1.400 festsetzen konnte. Und
eigentlich können sich auch die Euro-Goldbesitzer bei einem Spot-Preis von
$1.050 pro Feinunze nicht über mangelhafte Performance beklagen. Erneut lief Silber mit
einem Tages-Anstieg von über 2,5 Prozent – beim Gold waren es nur 1,7
Prozent – besonders gut. Derzeit kämpfen Palladium und Silber um den Rank
des besten performenden Edelmetalls. Die Renditen der
10-jährigen Treasury Notes verharrten trotz der schlechten Nachrichten zum
US-Arbeitsmarkt unverändert bei 3,0 Prozent. In der Vergangenheit haben die
Bond-Affen bei solchen Nachrichten immer besonders gerne diese Titel gekauft.
Auch das scheint derzeit nicht mehr der Fall zu sein. Wichtige Marktdaten im Überblick
©
Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009-2010 |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||