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Bericht für den 7. Dezember 2010 Die deutsche Elite habe lange
nicht begriffen ... ... was die Leistungsbilanzüberschüsse
für die Bundesrepublik bedeuten: Es bedeutet, dass man Waren verkauft und dafür
nur Papiergeld erhält. Das wird später abgewertet, und man muss es abschreiben. Worte des Alt-Bundeskanzlers Helmut Schmidt zu
der derzeitigen Euro-Krise. Natürlich hat die
deutsche Elite das verstanden. Aber was interessiert einen angestellten
Konzernchef eigentlich die gesamtvolkswirtschaftliche Auswirkung seines Tuns. Denn denen geht es nicht primär um unternehmerische
Tugenden – es ist ja nicht ihre Firma, ihre Mitarbeiter und ihr Geld,
welches in dem Unternehmen steckt – sondern um die Maximierung ihres CxO-Gehalts. Warum sollten sie sich auch dafür interessieren,
dass die bei Ankurbelung des Exports angehäuften Auslands-Guthaben irgendwann
einmal als für das Unternehmen uneinbringbar abgeschrieben werden müssen. Da
haben die modernen Proletarier mit ihren Kollegen aus der Investment-Banking
Zunft schon längst ihr Schäfchen ins Trockene gebracht. Und warum reiten diese
Herren, propagandistisch unterstützt von sogenannten wissenschaftlichen
Instituten und Wirtschaftsweisen, immer wieder auf dem Thema der grenzenlosen
Einwanderung von Experten aus dem Ausland herum? Einfach weil man mit dieser
Art der Lohndrückung den Export weiter ankurbeln kann. Alles für den Bonus,
alles für den Club(-Urlaub) ... Wenn der Mohr aber nicht
mehr gebraucht wird, dann wird er der Gesellschaft als Altlast überlassen. So
wie die ehemaligen ausländischen Arbeiter, für die in der heutigen
Industrie-Gesellschaft kaum noch ein Arbeitsplatz zu finden ist. Ganze
Generationen wachsen nun in Hartz IV auf. Vielleicht in Zukunft auch der jetzt
gerne gesehene indische IT-Experte. Diese Lasten trägt
primär der Mittelstand, der unter Lohndruck auf der einen Seite und den
Sekundärkosten (Arbeitslosigkeit, Hartz IV etc) verursacht durch unsere CxO-Proleten auf der anderen Seite immer stärker durch die
Preis-Kosten-Schere an die Wand gedrückt wird. Da Viele ihren Lebensstandard
nicht einschränken wollen, gerät diese Gruppe immer stärker in die Schuld-Sklavenabhägigkeit. Deshalb klafft auch in der
Öffentlichkeit eine riesige Kluft zwischen dem Aufschwungs-Propaganda-Märchen
eines Rainer Brüderle und der Realität im eigenen
Geldbeutel. Helmut Schmidt outet sich in dem heutigen Handelsblatt-Bericht als einer
derjenigen, der diese fatale Entwicklung mit initiiert hatte. Da wird
Jean-Claude Trichet als hervorragende Figur
bezeichnet, weil er diesen Irrsinn mit seinem Euro-System tagtäglich
ermöglicht. Und der Premierminister des Mini-Staates, der seit 1980 das pro-Kopf Bruttoinlands-Produkts gegenüber den anderen
Euro-Staaten verdoppeln konnte, nämlich Jean-Claude Juncker
aus Luxemburg wird von Helmut Schmidt als eine der wenigen
Führungspersönlichkeit gelobt. Kritik wird an der
Bundesbank-Führungsriege beginnend mit Hans Tietmeyer laut. Kein Wunder, wehrte
sich Tietmeyer, nachdem er schon als Unterhändler unter Helmut Kohl bei den
Wiedervereinigungsverhandlungen die Deutsche Mark verwässern musste, gegen den
Euro. Da muss man sich fragen,
welcher frühere Bundesbank-Präsident denn Helmut Schmidt genehm war. Da stößt
man auf Karl Otto Pöhl, noch während der Amtszeit von Helmut Schmidt im Jahr
1980 zum Bundesbankpräsidenten ernannt. Zwischenfrage: Wann begann noch einmal
der Ausbruch des luxemburgischen Bruttoinlands-Produkts im Vergleich zum Rest
der heutigen Eurostaaten – richtig, Anfang der
80er Jahre. In einem Interview, das
Pöhl dem Manager-Magazin im Jahr 2001 gegeben hat, bestätigte
er indirekt, dass der Euro ein Instrument der Export-Hegemonie Deutschlands
sei. Denn mit niedrigen Zinsen habe man die Euro-Südländer in die
Inflationsfalle getrieben. Und dank fixierter Wechselkurse verlieren eben
Länder mit höheren Inflationsraten zunehmens an
Wettbewerbsfähigkeit. Helmut Schmidt
verteidigt also indirekt das Modell, das er vordergründig kritisiert, weil
dessen Grundsteine unter seiner Kanzlerschaft unter Mithilfe von Karl Otto Pöhl
gelegt wurden. Pöhl blieb übrigens bis zum Jahr 1991 Präsident der Bundesbank
– ab da waren die Euro-Weichen sowieso schon gestellt. Beim Gold-Krieg stand
heute Episode V auf dem Programm: Das
Imperium schlägt zurück. Wieder einmal haben sich die Bösewichte den
Londoner P.M. Fix als Basis für ihren heutigen Angriff auserkoren. Dabei hatte Gold kurz
nach Eröffnung der New Yorker COMEX bereits die Marke von $1.430 überschritten.
Silber war mit $30,70 schon stramm in Richtung der $31er-Marke unterwegs. Dann
kam jedoch der Gegenangriff: Gold stand zum P.M. Fix nur noch bei $1.420 (EUR 1.062,40) und wurde in zwei folgenden Angriffs-Wellen
bis nahe der Marke von $1.400 gedrückt. Silber fiel sogar bis auf $29,60. Aber
auch Platin und Palladium hat es heute erwischt. Das lag sicherlich nicht
an den freundlichen Nachrichten zum Euro, welcher sich
gegenüber dem US-Dollar heute praktisch unverändert präsentierte. Irgendwie
kann ich das Gold Kartell ja auch verstehen: Unsere Journaille braucht einfach
einmal volatile Kurse bei Gold und Silber, damit der Finanztest-Experte Tenhagen den spekulativen Charakter dieser Edelmetalle im
Staatsfernsehen hervorheben kann. Wenn die Brot-und-Spiele
Demokratie selbst bei Wetten dass vor die Hunde geht, womit soll man dann die
Leute noch ruhigstellen können – vielleicht mit einer neuen
Pandemie-Impfung, bei der gleich gehirnerweichende
Mittel mitdosiert werden. Es läuft derzeit
überhaupt nicht gut für Staatsanleihen – für die deutschen Bunds nicht,
da der Markt für Deutschland kein Aufschuldungs-Potential mehr sieht. Aber auch
nicht für die Vereinigten Staaten, deren 10-jährige Anleihen heute um 0,1
Prozent-Punkte auf 3,1 Prozent anstiegen. Trotz des um 0,2 Punkte gestiegenen
US-Dollarindex (USDX) fiel der von mir beobachtete Quotient aus USDX und den
Renditen um 0,8 Punkte auf 25,7. War es die US-eigene Angst, die das Gold Kartell heute zum Handeln
gezwungen hat. Wir werden die Lage gründlich beobachten. Wichtige Marktdaten im Überblick
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