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Bericht für den 9. Dezember 2010 Leichte Beruhigung Nach den hitzigen
Debatten um Eurobond oder der Aufstockung des Euro-Rettungsfonds, begleitet von
einem zum Teil kräftigen Anstieg der Real-Zinsen der deutschen Bundesanleihen
und der US-Treasuries ist heute wieder etwas Ruhe in
den Markt eingekehrt. Denn wenn es mit dem
Tempo weitergegangen wäre, dann hätte Angela Merkel den Bürgern unter dem
Christbaum im Fernsehen keine Weihnachtsansprache zumuten können, sondern hätte
wohl eine Währungsreform ankündigen müssen. In welcher Form, das sei hier
dahingestellt. Nachdem der Euro nun
auch in der Öffentlichkeit infrage gestellt wird, konzentrieren sich die
Systemmedien darauf hinzuweisen, dass Deutschland nicht ohne Zustimmung aller
anderen Euro-Staaten den gemeinsamen Währungsraum verlassen dürfte. Das ist
natürlich genauso ein Unsinn wie die Behauptung, dass die Logistik für eine
neue DM mehrerer Jahre Vorbereitung bedarf. Die DM als Ultima Ratio Währung ist
bereits gedruckt und die Logistik kann diese innerhalb kürzester Zeit
ausrollen. Es wäre ja auch im höchsten Maße unverantwortlich, wenn man beim
Zusammenbruch des Euros keinen Plan B hätte – die ganze
Versorgungslogistik mit den optimierten Just-In-Time
Systemen beruht auf einem funktionierenden Zahlungs- und Kreditsystem. Interessant sind auch
die immer wieder durchsickernden Bemerkungen zum Verbleib des deutschen Goldes.
Das liegt – so wird aus öffentlichen Äußerungen zumindest kolportiert
– zum großen Teil in den USA in der Lagern der New York FED und in West Point.
Die deutsche Regierung bemüht sich um die Rückführung – denn die im
Inland gehaltenen Goldbestände der Bundesbank werden wohl nicht viel mehr als
100 Tonnen umfassen. Damit lässt sich kein Vertrauen für eine neue Währung
aufbauen. Allerdings ist es
weniger ein Faustpfand, als welches die Vereinigten Staaten dieses Gold
zurückhalten. Sondern vielmehr ist dieses Gold schon längst zur
Aufrechterhaltung der Gold-Drückung verleast worden. Vielleicht zeigt man den
Besuchern der Keller in der New Yorker FED sogar noch einige echte Goldbarren
– der Rest dürfte wohl mit Gold ummanteltes Wolfram sein. Eigentlich wäre
die Bundesbank vor diesem Hintergrund gut beraten, am Markt wie die russische
Zentralbank Gold aufzukaufen. Denn letztlich können die Herren in Frankfurt den
deutschen Euro auch aus dem Nichts erzeugen. Mit diesem Geld kann man dann Gold
am offenen Markt wie auch im OTC Markt erwerben. Das einzige Problem: Die
Veröffentlichung der Bundesbankbilanz – aber hier fällt den Bundesbankern
sicherlich auch eine kreative Form der Buchhaltung ein. Gold konnte sich heute
wieder etwas stabilisieren, blieb aber in einem zehn Dollar umfassenden
Korridor gefangen. Dementsprechend kam es zum A.M. Fix mit $1.382,00 (EUR
1.045,94) zum heutigen Tagestiefstand und zum P.M. Fix mit $1.391,25 (EUR
1.052,78) zum Tages-Höchststand. Zum COMEX-Schluss
stand Gold mit $1.392,00 wieder am heutigen Höchstkurs. Der US-Dollarindex stieg
mit dem weiter fallenden Euro nur leicht um 0,1 Prozentpunkte an. Die Renditen der
10-jährigen Treasury Notes gaben 0,1 Prozentpunkte nach. Etwas Entspannung wird
zumindest in den Marktdaten sichtbar. Wichtige Marktdaten im Überblick
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