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Bericht für den 21. Dezember 2010 Kontrollierte Langeweile vor
Weihnachten Es liegt eine düstere
Stimmung in der Luft: Man vertraut einfach nicht mehr den Papierwährungen um
Euro, Dollar & Co. Zum Glück für das Welt-Finanzsystem, dass ein Großteil
der Anlegergelder praktisch automatisch über Versicherungen, Riester-Renten und
sonstige Pensions-Modelle in Staatsanleihen und deren Verwandte verschwindet. Das mag die Gold-Bugs
zwar ärgern, weil ihr Investment trotz der turbulenten Zeiten nicht so schnell
steigen mag, wie sie selbst erwartet haben. Aber auch der anderen Seite
eröffnet sich immer noch die Möglichkeit, selektiv Zukäufe entsprechend der individuellen
Liquiditäts-Lage zu tätigen. Natürlich drücken
denjenigen Spekulanten, die auf einen Euro-Verfall hoffend Gold auf Kredit oder
mit entsprechend stark gehebelten Instrumenten erworben haben, so langsam die
Sorgen, Ihr Geld in die richtige Investment-Klasse gesteckt zu haben. Aber
ehrlich gesagt können wir auf die Hilfe dieser Trendfolger
gut und ganz verzichteten. Ich wage sogar zu proklamieren, dass ein erheblicher
Goldpreis-Rückgang diesen Dreck aus den Gassen spülen sollte. Aber die Grundnachfrage
nach Gold & Co ist anscheinend derzeit auf so hohem Niveau, dass das Gold
Kartell damit beschäftigt ist, einen weiteren kräftigen Anstieg vor Weihnachten
zu verhindern. Denn eine große Menge der Investoren lässt sich selbst von $50
oder sogar $100 umfassenden Preisrückgängen nicht aus seinen Positionen
verdrängen. Das wird letztlich auch den stärksten Banken, die das
Weltfinanzsystem aufzubieten hat, das Genick wie Butter brechen. Erst dann
beginnt die richtige Party. Nun – wir müssen
uns wohl noch etwas geduldigen. Denn weiterhin scheint die anglo-amerikanische
und europäische Strategie der Goldpreis-Drückung Wirkung zu entfalten: Die
Amerikaner beherrschen das Geschäft an der COMEX und die Europäer schleusen zum
wichtigen P.M. Fix physisches Gold in den Markt ein. Dieses Muster konnten wir
heute erneut gut beobachten. Gold stieg heute langsam
– aber stetig. Im asiatischen Handel ging es erneut leicht bergauf. Nur
der Londoner Vormittags-Handel wollte nicht so recht mitspielen. Und so verlor
Gold wieder etwas an Boden. Der A.M. Fix kam mit $1.386,00 (EUR 1.053,43)
trotzdem um fünf Dollar stärker als gestern zur gleichen Zeit zustande. Auch im
Vergleich zum New Yorker (Access-)Schlusskurs war Gold
leicht im Plus. Mit Beginn des Handels
an der New Yorker COMEX wagte Gold dann einen Ausbruchsversuch oberhalb der
Marke von $1.390. Dieser wurde jedoch schnell pariert und der anschließende
P.M. Fix tat mit $1.383,00 (EUR 1.052,43) sein übriges. Erneut Tages-Tiefstand
zum P.M. Fix – fällt das sonst niemanden auf? Im Anschluss konnte sich
zwar Gold wieder leicht erholen, aber da die
US-Mannschaft um JP Morgan & Co nun übernommen hatte, ging es nicht richtig
aufwärts. Erst zum Schluss konnte sich Gold mit $1.388,20 wieder im
Tagesverlauf stabilisieren. Der US-Dollarindex war
um 0,1 Punkte höher praktisch unverändert, aber die Renditen der 10-jährigen
US-Papiere nahmen weiter auf 3,3 Prozent ab. Keine Experimente! Wichtige Marktdaten im Überblick
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