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Bericht für den 31. Dezember 2010 Jahresrückblick 2010 Gold konnte dieses Jahr mit einem Plus von 27,7
Prozent in US-Dollar und 37,7 Prozent in Euro beenden. Dieser 27,7-prozentige Anstieg unterschied sich
nicht von der Preisentwicklung ein Jahr zuvor. Und auch wenn man die letzten
fünf Jahre in die Betrachtung mit einbezieht – unter Zugrundelegung der
mathematischen Zinseszins-Rechnung natürlich – dann betrug der jährliche
Anstieg im Durchschnitt 22,4 Prozent. Gold entwickelt sich gegenüber dem US-Dollar
gleichmäßig. Dieses lineare Verhalten kann man gut an der Entwicklung des
Preises seit Ende des Jahre 2008 ablesen. Man kann eine Gerade durch den
Kursverlauf ziehen und wird feststellen, dass die realen Kurse gut mit dieser
Geraden kongruieren. Mit diesem stetigen Verhalten unterscheidet sich
Gold von den anderen weißen Edelmetallen Silber, Platin und Palladium, die in
diesem Jahr nun mit unterschiedlichen Kursverhalten aufwarten konnten. Dazu
aber später mehr. Nun, was kann man aus dieser Preisentwicklung beim
Gold feststellen: Erstens, dass es zu keinen panikartigen Kursausschlägen in
die eine oder andere Richtung gekommen ist. Das mag daran liegen, dass Gold
nach oben von dem Gold-Kartell, bestehend aus den vier wichtigsten
Welt-Notenbanken begrenzt wird. Und fällt der Preis zu stark, dann finden sich
immer noch willige Käufer, die dann Vermögenswerte in Gold umtauschen. Ein
anderer Aspekt ist der geldige Charakter dieses Edelmetalls, das weder so stark
nach oben (Geldmengen-Ausweitung) als auch nach unten (Geldmengen-Kontraktion)
auf kurzfristige Maßnahmen der Notenbanken reagiert. Wer sich noch an das Massaker bei den anderen
Edelmetallen und Rohstoffen im Verlauf des Jahres 2008 erinnert, der hat
sicherlich das gemächlichere Verhalten dieses Metalls zu schätzen gelernt. Gold
ist und bleibt einfach die am meisten deflationsstabile Anlageklasse. Die Performance im Einjahres-, Zweijahres-,
Fünfjahres- und Zehnjahresvergleich in den beiden Währungen US-Dollar und Euro
ist in nachfolgender Tabelle dargestellt.
Kommen wir zu der Entwicklung des Silber-Preises. Das
weiße Metall konnte dieses Jahr mit einer Jahres-Performance von 80,3 Prozent
in US-Dollar und 93,9 Prozent in Euro beenden. Im Fünfjahres-Vergleich performte Silber mit einem Anstieg von durchschnittlich
28,2 Prozent pro Jahr besser als sein großer Bruder Gold, das lediglich auf
22,4 Prozent kam. In den ersten acht Monaten des Jahres 2010 war die
Preisentwicklung beim Silber noch relativ verhalten und es setzte sich der
praktisch lineare Anstieg seit dem Herbst 2008 auch in das Jahr 2010 fort. Seit
August 2010 können wir jedoch einen sehr starken linearen Anstieg von Silber
beobachten, der den Preis des weißen Metalls von $18 auf fast $31 hochschießen
ließ. Hätte sich dagegen der bisherige Trend fortgesetzt, dann wäre der
Silber-Jahresendpreis bei $20 bis $21 gelegen und die Jahres-Performance hätte
sogar unter der von Gold gelegen. Betrachtet man den Zweijahres-Verlauf von Silber,
dann kann man bis August 2010 eine Gerade mit relativ verhaltenem Anstieg
zeichnen, die relativ gut mit dem Kursverlauf kongruiert. Seit August 2010 steigt
Silber entlang einer Geraden mit kräftigem Anstieg. Für das neue Jahr bleibt abzuwarten, ob der Trend
mit einem 70-prozentigen Preisanstieg innerhalb von vier Monaten gehalten
werden kann. Die Performance von Silber im Einjahres-,
Zweijahres-, Fünfjahres- und Zehnjahresvergleich in den beiden Währungen US-Dollar
und Euro ist in nachfolgender Tabelle dargestellt.
Betrachten wir nun noch die beiden anderen
Edelmetalle Platin und Palladium. Zum Platin muss man sagen, dass der seit Ende 2008
bestehende Aufwärts-Trend, der ähnlich wie bei Gold linear verlief, zum Mai
2010 gebrochen wurde. Das Metall setzte dann zu einer mehrmonatigen
Korrektur-Phase an und konnte bis zum Ende des Jahres an sein Kursniveau vom
Mai anknüpfen. Ganz anders verlief die Entwicklung beim Palladium.
Auch hier kam es wie beim Platin in dem Zeitraum April bis Juli 2010 zu einer
Korrektur-Phase. Im Anschluss setzte sich jedoch der seit Ende 2008 bestehende
parabelförmige Anstieg des Preises fort. Wichtige Marktdaten im Überblick
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