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Bericht für den 4. Januar 2011 Mega-Drückung zum Jahresanfang Wer erwartet hatte, dass
die Pest der Goldpreis-Drückung mit Beginn des neuen Jahres ausgerottet sei,
der musste sich heute eines Besseren belehren lassen: Die Pest ist nicht
verschwunden – sie lebt anscheinend immer noch. Aber sie tobt sich nun in
unterschiedlichen Verbreitungsgebieten aus. Gestern Abend kurz nach
dem Ende des COMEX-Handels wurde Gold bereits im
späten Access Handel um bis zu acht Dollar gedrückt – $1.414,60 so
lautete der letzte Kurs in New York. In der Vergangenheit war das stets ein
untrügliches Zeichen dafür, dass am nächsten Tag eine kräftige
Goldpreis-Drückung im Anmarsch sein wird. Aber im letzten Jahr kam es oftmals
bei solchen Situationen zu keinen kräftigen Abwärtsbewegungen mehr am Folgetag.
Entweder die Kraft des Gold-Kartells hat nachgelassen oder man möchte mit
solchen Aktionen die Investoren verwirren. Das mit dem Verwirren
scheint gut geklappt zu haben. Jeder erwartete zwar einen Preisrückgang,
insbesondere beim Silber, das seit August 2010 bis zum Jahresende
kontinuierlich um 70 Prozent gestiegen ist. Aber dass die Aktion gestern Abend
die Drückung einleiten sollte, das war nicht vorherzusehen. Silber war heute aber
höchstens ein Tertiär-Ziel, die Hauptstoßrichtung ging gegen das US-Öl, welches
sich stetig der Marke von $100 pro Barrel näherte. Gegen 13:30 Uhr MEZ stand
das Öl noch bei $92 und wurde bis 16:30 Uhr MEZ bis unter $89 gedrückt –
mehr als minus drei Prozent. Im Anschluss ging es dann innerhalb der folgenden
Stunden auf $88,40 weiter herunter. Ab diesem Zeitpunkt konnte sich das
schwarze Gold wieder erholen. Wie sah es nun beim Gold
aus, das Sekundär-Ziel der heutigen Drückung: Nun, auch Gold erwischte es um
die gleiche Zeit wie Öl bei einem Stand um $1.408. Allerdings kam dir
Preis-Drückung erst mit einer Zeitverzögerung von einer Stunde zum Tragen. Bis
16:30 Uhr war das gelbe Metall dann auf $1.380 gefallen – ein Rückgang
von zwei Prozent. Die Währungskurse,
insbesondere das Paar USD/EUR begann wiederum später als Gold von $1,3410 auf
unter $1,33 zu sinken. Auch das Währungspaar USD/JPY sank wieder verzögert
gegenüber dem USD/EUR eine halbe Stunde später. Wir sehen wohl eine
Reihe von Drückungs-Maßnahmen, die sich zeitlich hintereinander ablaufend,
überlagert haben: Zuerst wurde Öl gedrückt, wodurch eine Reihe von Investoren
zur Aufgabe ihrer Positionen gezwungen wurden. Dabei hat es wohl gleichzeitig
auch deren Gold-Positionen getroffen – sei dies nur Trendfolge oder das
Ergebnis eines Liquiditäts-Bedarfs, der infolge von unter Wasser geratenen
Öl-Positionen mit dem Verkauf von Gold gedeckt wurde, kann hier nur vermutet
werden. Die anschließende Stärke
des US-Dollars gegenüber dem Euro, gefolgt von einer Stärke des Yen gegenüber
dem US-Dollar ist uns schon seit längerem bekannt: Mit dieser Maßnahme soll
Liquidität aus dem System genommen werden. In der Folge sinken die
Rohstoff-Notierungen, insbesondere stark gehebelte Positionen (das heißt de
facto auf Kredit gekauft) bei den Edelmetall-Gruppen, wo ein hoher
Spekulations-Anteil herrscht. Das hat dann insbesondere Silber getroffen, das
zeitweise nahe an die Marke von $29,20 fiel. Nach Rücknahme der
Liquiditäts-Verengung konnten sich dann auch wieder die Aktienmärkte erholen
– insbesondere die New Yorker Leitindizes. Der Schaden bei Öl, Gold und
Silber blieb, wo sich die Marktteilnehmer ihre Wunden lecken mussten. Bei den
Aktienmärkten natürlich nicht – dort sind ja auch die vorher informierten
FED-Handelshäuser wie Goldman Sachs im Interesse der Regierung aktiv. Wichtige Marktdaten im Überblick
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