Bericht für den 6. Januar 2011

 

Dollar-Hausse

 

Der US-Dollar steigt und steigt. Insbesondere gegenüber dem Euro; der hat heute über ein Prozent gegenüber der US-Währung nachgegeben. Und wie schon vor etlichen Monaten beobachtet, scheinen die Edelmetalle bei einem schwachen Euro auch zu schwächeln.

 

Obwohl Gold den ganzen Tag unter Druck stand, war das Ergebnis am Ende des Handelstages gar nicht so schlecht: Gold beendete den COMEX-Handel mit $1.371 um lediglich einen Dollar niedriger als gestern zur gleichen Zeit. Aber Euro-Gold stieg von EUR 1.043,20 auf EUR 1.054,36 um elf Euro.

 

Die Investoren im Euro-Raum sehen also praktisch überhaupt nichts von der derzeit laufenden Preisdrückung. Wer denkt, dass er sich nun günstig mit Gold eindecken könnte, der wird beim Blick auf die Preise der Händler eine Überraschung erleben.

 

Bereits im asiatischen Handel heute früh geriet Gold leicht unter Druck, konnte sich dann aber wieder fast an die Marke von $1.380 heranarbeiten. Aber es half nichts: Im Londoner Vormittags-Handel ging es erneut südwärts. Mit $1.376,00 (EUR 1.050,70) zum A.M. Fix um 11:30 Uhr MEZ stand Gold wieder im Minus. Aus 24-Stundenbasis betrug dieses sieben Dollar – aber in Euro gerechnet war das gelbe Metall eben diese sieben europäischen Währungseinheiten im Plus.

 

Erneut begann der wirkliche Angriff in der Handelszeit rund um den COMEX-Handel. Erneut wurde Gold unter die Marke von $1.370 gedrückt, konnte sich wieder erholen und wurde dann erneut kalt von dem P.M. Fix um 16:00 Uhr MEZ mit $1.368,50 (EUR 1.046,65). Dieser war gegenüber gestern in US-Dollar praktisch unverändert; in Euro bestätigte sich der Anstieg, den wir zum A.M. Fix gesehen haben.

 

Alle anschließenden Versuche, Gold weiter zu drücken, misslangen. Ebenso der Angriff auf Silber, der das weiße Metall zeitweise unter die Marke von $29 gezogen hat.

 

Im Verlaufe der restlichen Handelsstunden konnte sich Gold wieder leicht erholen, musste aber zum Ende des Handels wieder etwas von seinen Gewinnen einbüßen. Das Gold-Kartell will einfach keine wichtige Kursmarke freigeben, bei der Gold gegenüber dem Vortagshandel ein Tagesplus ausweisen kann. Und so lag der COMEX-Schlusskurs mit $1.371,00 (EUR 1.054,36) um ein Dollar niedriger als gestern.

 

Der US-Dollarindex (USDX) legte 0,5 Punkte auf 80,8 Zähler zu. Der gestrige Schock bei den Real-Renditen der 10-jährigen Treasury Notes wurde heute auch wieder pariert: Mit 3,4 Prozent liegt die Rendite wieder 0,1 Prozentpunkte niedriger als gestern. Der Quotient aus beiden Werten nahm um signifikante 0,8 Punkte auf 23,8 zu.

 

Werfen wir zum Schluss noch einen Blick auf die weltweiten Aktien-Märkte: Die zeigten sich von den Spannungen bei der Rohstoffen und Edelmetallen relativ unbeeindruckt. Einzig der DAX kann sich derzeit nicht entscheiden, ob er nun unterhalb der 7.000er-Marke verbleiben möchte, oder ob sein nächstes Ziel weiter oben liegen wird.

 

Wichtige Marktdaten im Überblick

 

Gold-Preis

Heute

Vortag

Veränderung

Gold A.M. Fix (LBMA)

$1.376,00

(€1.050,70)

$1.382,75

(€1.044,06)

- $6,75

Gold P.M. Fix (LBMA)

$1.368,50

(€1.046,65)

$1.368,00

(€1.039,20)

+ $0,50

COMEX Schlusskurs

$1.371,00

(€1.054,36)

$1.372,00

(€1.043,20)

- $1,00

Weiße Edelmetalle

 

 

 

Silber Fix (LBMA)

$29,08

(€22,18)

$29,21

(€22,08)

- $0,13

Platin P.M. Fix (LPPM)

$1.731,00

(€1.319,85)

$1.722,00

(€1.308,00)

+ $9,00

Palladium P.M. Fix (LPPM)

$766,00

(€584,05)

$754,00

(€572,75)

+ $12,00

andere Marktdaten

 

US-Dollar Index (USDX)

80,8

80,3

+ 0,5

Renditen 10-jährige Treasuries

3,4 %

3,5 %

- 0,1 %

Quotient aus USDX und Renditen

23,8

23,0

+ 0,8

 

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