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Bericht für den 13. Januar 2011 Großeuropäische Rettungsaktion Drei Staaten der PIIGS-Gruppe wollten heute ihre Staatsanleihen platzieren:
Portugal, Spanien und Italien. Und bei allen Dreien gelang dieses Ansinnen.
Aber um welchen Preis? Der Euro legte gegenüber
dem US-Dollar zwei Prozent zu, der Schweizer Franken stürzte ab, Euro-Gold fiel
um über zwei Prozent und Euro-Silber um fast fünf Prozent. Wer dagegen nur bis zum COMEX-Schluss einen Blick auf die US-Dollar Notierungen
beim Gold hatte, dem fiel die heutige Aktion gar nicht auf. Denn bis 19:30 Uhr
MEZ hieß es: Tag 3 des langweiligen Kursverlaufs. Aber kurz nachdem die
COMEX geschlossen hatte, kam es im handelsschwachen Access Market zu einem
plötzlichen Kurseinbruch um $15. Silber brach in dem gleichen Zeitraum um 80
Cent oder knapp drei Prozent ein. In Euro-Gold machte sich das dann mit einem
Tagesverlust von bis zu drei Prozent auf EUR 1.025 bemerkbar, beim Silber
betrug der Verlust sogar über fünf Prozent auf EUR 21,40. Wer auf eine
Kaufgelegenheit wartete – nun hat er sie. Der Hintergrund war eine
großeuropäische Rettungs-Aktion vor allen Dingen für Spanien und Italien, die
wegen ihrer Größe wohl für die europäischen Reststaaten too
big to bail – also zu
groß um überhaupt rettbar zu sein – wären. Da mussten nicht nur die
europäischen Agenten des Gold Kartells, die Deutsche Bank und die HSBC kräftig
mitgeholfen haben, sondern insbesondere die FED und die Schweizer SNB. Da der Gold-Markt bis
zum Einbruch kurz nach Schluss des Handels an der New Yorker COMEX beim Stand
von $1.386,90 im Tagesverlauf praktisch unverändert war, lohnt sich ein Blick
auf die jeweiligen Euro-Notierungen der Edelmetalle, um einen Eindruck vom
heutigen Handelsverlauf zu bekommen. So stand Gold zum A.M.
Fix mit EUR 1.050,24 ($1.380,75) um elf Euro im Minus, zum P.M. Fix waren es
mit EUR 1.037,79 ($1.381,50) bereits zwanzig Euro. Silber verfiel mit EUR 22,22
($29,22) zum Londoner Fixing um 56 Eurocent. Dagegen konnten die
beiden PGM-Metalle Platin und Palladium ihr Niveau
auf Euro-Basis halten: Platin stand zum P.M. Fix mit EUR 1.374,55 ($1.824,00)
um knapp zwei Euro unter dem Stand von gestern und Palladium gewann mit EUR
617,20 ($819,00) sogar noch einen Euro. Der US-Dollarindex
stürzte um 1,2 Punkte auf 79,0 ab. Gleichzeitig wurde dieser Druck im
Dollarraum durch die auf 3,3 Prozent gefallenen Real-Renditen der 10-jährigen
Treasury Notes ausgeglichen. So konnte der von mir ermittelte Quotient aus
beiden Parametern mit 24,0 doch noch 0,4 Punkte zulegen. Wichtige Marktdaten im Überblick
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