Bericht für den 14. Januar 2011

 

Gold-bashing

 

Das Gold-Kartell pflegt inzwischen wieder seine Traditionen. Beispielsweise jene: Wenn Gold im späten Access Handel gedrückt wird, dann erfolgt am nächsten Tag die richtige Drückung.

 

Die Gültigkeit dieser Regel konnten wir heute am konkreten Handels-Verlauf nachvollziehen. Gestern erfolgte die Drückung für viele unsichtbar durch massive Aufwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar. Heute wurde es dann für die letzten sichtbar, was derzeit gespielt wird.

 

Im Hintergrund wird wohl derzeit an einer Verdopplung des Volumens des Euro-Rettungsschirms gearbeitet. Die IWF-Staaten sind wohl schon überzeugt (worden), was man an der plötzlichen Beteiligung vor allen Dingen von Japan ablesen kann. Es wird auch berichtet, dass ein Sonderbotschafter aus den Vereinigten Staaten die letzten Widerstände in Frankreich und Deutschland brechen soll. Parallel dazu geraten inzwischen die deutschen Bundesanleihen bei den Investoren selbst in Misskredit. Wenn diese heiligen Kühe geschlachtet werden, dann ist es sowieso nicht nur mit Europa vorbei. Dann wird auch das US-Finanzsystem zu Grabe getragen.

 

Der Druck auf Gold baute sich heute früh mit Beginn des Londoner Vormittags-Handels auf. Das gelbe Metall gab kontinuierlich nach und stand zum A.M. Fix mit $1.369,25 (EUR 1.023,66) um zwölf Dollar niedriger als noch zum gestrigen A.M. Fix.

 

Mit Beginn des Handels an der New Yorker COMEX setzte sich die Abwärtsbewegung fort und Gold fiel auf unter $1.365. Der P.M. Fix kam dann aber dennoch etwas stärker mit $1.367,00 (EUR 1.021,29) zustande. Ein Zeichen, dass nicht nur die Europäer gegen Gold & Co intervenieren.

 

Eine Stunde später ging es dann noch weiter bis auf $1.355 abwärts. Indizien dafür, dass die FED-Clique des Gold-Kartells das Heft in die Hand genommen hat. Bei den EU-induzierten Drückungen sehen wir sonst den Tages-Tiefstand um den P.M. Fix herum. Das war heute nicht der Fall. Ein Hinweis darauf, dass vor allen Dingen die Amerikaner in Panik sind.

 

Zum Schluss des Handels an der COMEX konnte sich Gold wieder leicht auf $1.361 stabilisieren.

 

Bei Dollar & Co kam es zu keinen signifikanten Verschiebungen. Mit Kursen von unter EUR 1.020 geht das gelbe Metall schon signifikant gerupft in das Wochenende.

 

Wichtige Marktdaten im Überblick

 

Gold-Preis

Heute

Vortag

Veränderung

Gold A.M. Fix (LBMA)

$1.369,25

(€1.023,66)

$1.380,75

(€1.050,24)

- $11,50

Gold P.M. Fix (LBMA)

$1.367,00

(€1.021,29)

$1.381,50

(€1.037,79)

- $14,50

COMEX Schlusskurs

$1.361,00

NA

$1.386,90

NA

- $25,90

Weiße Edelmetalle

 

 

 

Silber Fix (LBMA)

$28,52

(€21,38)

$29,22

(€22,22)

- $0,70

Platin P.M. Fix (LPPM)

$1.811,00

(€1.357,05)

$1.824,00

(€1.374,55)

- $13,00

Palladium P.M. Fix (LPPM)

$795,00

(€595,75)

$819,00

(€617,20)

- $24,00

andere Marktdaten

 

US-Dollar Index (USDX)

79,1

79,0

+ 0,1

Renditen 10-jährige Treasuries

3,3 %

3,3 %

unverändert

Quotient aus USDX und Renditen

24,0

24,0

unverändert

 

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