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Bericht für den 21. Januar 2011 Schlechte Woche für Euro-Gold Für Euro-Goldbesitzer
endete diese Woche mit einem Minus von drei Prozent, für Silber-Besitzer ging
es doppelt so schnell abwärts. Man muss dies unter dem
Aspekt vor allen Dingen der Probleme in der Euro-Zone sehen. Denn die
europäische Währung hat innerhalb einer Woche gegenüber dem US-Dollar kräftig
zulegen können. Dadurch wurde die Abwärtsbewegung von Gold und Silber
überzeichnet. Die Rettung Griechenland hat nicht
funktioniert, resümierte die FAZ in
einem Bericht vom 23. Januar. Und weiter heißt es
dort: Die Griechen haben schließlich schon ein 110
Milliarden Euro schweres Hilfspaket erhalten und ein Jahr gespart wie verrückt.
Aber es hat alles nichts genützt. Die Staatsverschuldung steigt immer weiter.
Bis 2014 wird sie sogar 165 Prozent des jährlichen Bruttoinlandsprodukts
erreichen. Die Nachrichten für den
Euro sind katastrophal – trotzdem steigt diese Währung. Warum eigentlich?
Kein Staat, keine Bank darf Pleite gehen. Die Griechenland-Rettung muss schon
deshalb weitergehen, weil sonst neben deutschen und französischen Banken nun
auch die europäische Zentralbank ihre Forderungen an Griechenland abschreiben
müsste. Griechenland konnte nur
ein Drittel der erforderlichen Konsolidierung schaffen. Das heißt die
Staatsverschuldung wächst weiter überdurchschnittlich, muss mit immer größer
werdenden Kreditsummen bei weiter steigenden Refinanzierungs-Zinsen bezahlt
werden. Diese Zinsknecht-Spirale wäre wohl auch mit noch drastischeren
Steuererhöhungen und noch massiveren Einsparungen nicht mehr auflösbar. Nun rächt sich die Rettungspolitik
von EZB & Co, welche anders als die FED und BoE
nicht zu dem Mittel der massiven Monetarisierung der eigenen Staatsanleihen
gegriffen haben. Alle jetzt diskutierten Tricks durch günstigen Aufkauf der
griechischen Staatspapiere mit Aufnahme neuer Schulden zu niedrigeren Zinsen
durch die Euro-Länder werden den kontrollierten Staatsbankrott dieses Landes
und auch von Irland, Portugal & Co nicht aufhalten können. Eine weitere Kraft, die
derzeit vor allen Dingen gegen Gold und Silber vorgehen könnte, sind die
bevorstehenden Termine nächste Woche. Der Offenmarkt-Ausschuss der FED tagt am
kommenden Dienstag und Mittwoch in Washington. Gold setzte am Freitag
seine Abwärtsbewegung fort. Anders als am Donnerstag kam es allerdings nicht
mehr zu dem kräftigen Einbruch, der mit Beginn des COMEX-Handels eingeleitet wurde. Der A.M. Fix kam mit
$1.344,00 (EUR 992,98) und der P.M. Fix mit $1.343,50 (EUR 991,07) zustande. Im
Verlaufe der restlichen Handelsstunden an der COMEX musste Gold weitere Dollar
abgeben. Der Handel endete auf einem Niveau von $1.341,00. Der US-Dollarindex
(USDX) gab um 0,7 Punkte auf 78,1 nach. Erneut war vor allen Dingen der starke
Euro der Grund für diesen Abfall. Die Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen
konnten sich am Freitag um 0,1 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent stabilisieren, nachdem sie am Donnerstag noch mit 3,5 Prozent notierten. Im Gegensatz zu Gold und
Silber konnten die beiden PGM-Metalle Platin und
Palladium uf Wochenbasis zumindest in US-Dollar
zulegen. Bei Palladium war sogar ein Zuwachs in Euro gerechnet möglich. Anfang nächster Woche
könnte es im Vorfeld der FED-Sitzung noch zu kurzen Einbrüchen bei Gold und
Silber kommen. Diese könnten für Euro-Investoren aber auf der anderen Seite
durch einen sich wieder verstärkenden US-Dollar überkompensiert werden. Wichtige Marktdaten im Überblick
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