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Bericht für den 24. Januar 2011 Fortgeschrittene Demenz: Long-term Growth Cycle Im Vorfeld des
Weltwirtschafts-Gipfels im Graubündener Davos scheinen die Wirtschaftsführer
nun wohl endgültig durchzudrehen. In einem heute veröffentlichten
Bloomberg-Bericht unter dem Titel Super-Cycle Leaves No Economy Behind Before Davos Summit
sprechen sie von dem dritten Mal seit der industriellen Revolution, dass die
Welt in eine mehrjährige Aufschwungs-Periode eintreten würde. Wer sind denn diese
Optimisten: Goldman Sachs natürlich, die Blackstone
Gruppe, die Londoner Standard Chartered Bank und PricewaterhouseCooper. Die Vertreter dieser Firmen
erwarten, dass die sich entwickelnden Länder – gemeint sind wohl vor
allen Dingen China und Indien – in den nächsten Jahrzehnten (!!!) den
Industrie-Nationen kontinuierliches Wachstum bescheren werden. Der erste Super-Cycle habe in den vierzig Jahren vor dem Ersten
Weltkrieg begonnen und der zweite dreißig Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg. Und dann treten die
bekannten Linear-Denker und –Rechner auf den Plan, die das globale
Bruttoinlandsprodukt von derzeit $62 Billionen auf $143 Billionen im Jahr 2030
ansteigen sehen. Wen will man mit diesem
Unsinn noch hinter dem Ofen hervorlocken. Tatsache ist, dass in vielen Teilen
der westlichen Welt die Industrien verfallen, Arbeit immer schlechter bezahlt
wird (soweit überhaupt vorhanden) und zudem höhere Steuern und Sozialabgaben
nebst einer durch Wahrheitsministerien versteckten Geldentwertung den
Lebensstandard langsam aber stetig verfallen lässt. Das Papiergeld-System
ist zerrüttet und unser ganzes extrem kreditgehebeltes Banken- und
Wirtschaftssystem kann nur noch mit massiven Gelddrucken vor dem Kollaps
bewahrt werden. Die Dauerkrise im Euro-Raum ist symptomatisch für die
Verfassung der anderen großen Wirtschaftsräume. Man hat es wohl derzeit zwar
geschafft, mit China eine riesige neue Investitions- und Immobilien-Blase zu
schaffen. Aber genauso wie in den Vereinigten Staaten wird diese mit einem großen
Knall zu Ende gehen. Der einzige wirkliche Super-Cycle, der die nächsten Jahrzehnte anstehen wird, ist
der Kondratjew-Winter. In diesem müssen alle
Schulden-Türme und Vermögen erst einmal schmerzvoll für die Volkswirtschaft (und
auch den Bürger) abgetragen werden. Zulange schon versuchen die westlichen
Notenbanken, den Eintritt dieser Phase herauszuzögern. Je länger man dieses
Spiel betreibt, desto heftiger werden nachher die Konsequenzen sein. Gold begann die neue
Woche heute früh im asiatischen Handel mit einer kräftigen Erholung um bis zu
zehn Dollar. Aber wie schon im letzten Bericht vorhergesagt, möchte man im
Vorfeld der kommenden FED-Sitzung und auf dem Gipfel in Davos die heile Welt
der Öffentlichkeit präsentieren. Fortgeschrittene Demenz wird wohl auch von den
Bürgern und Investoren erwartet. Und so begannen die
Drückungs-Aktionen fast pünktlich mit Beginn des Londoner Vormittags-Handels.
Zum A.M. Fix stand Gold mit $1.347,50 (EUR 993,81) nun wieder unter der Marke
von $1.350. Zum Nachmittag ging der
fortlaufende Verfall weiter. Zum Londoner P.M. Fix war Gold mit $1.343,00 (EUR
984,68) im Vergleich zum Freitags-Kurs praktisch unverändert. Beim Euro-Gold
gingen aber weitere sechs Euros verloren. In den letzten
Handels-Stunden der New Yorker COMEX konnte sich Gold dann nur leicht auf
$1.344,90 (EUR 985,15) verbessern. Silber, Palladium und
Platin schlossen mit negativen Notierungen. Der US-Dollarindex
(USDX) war heute praktisch unverändert. Ebenso wie die Renditen der 10-jährigen
US-Staatsanleihen. Wichtige Marktdaten im Überblick
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