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Bericht für den 9. Februar 2011 Bundesbank-Weber gibt auf Nun gibt auch noch der
derzeitige Präsident der Deutschen Bundesbank, Axel Weber, vorzeitig seinen Job
auf. Nach einem Bericht von Bloomberg wird Weber wohl im April dieses Jahres
aus der Bundesbank-Führung ausscheiden – ein Jahr vor Ablauf seines
regulären Vertrags. Axel Weber galt vor kurzem noch als aussichtsreicher
Kandidat für die Nachfolge von EZB-Präsident Trichet.
Mit seinem heute bekannt gewordenen Schritt ist diese Diskussion jedoch hinfällig. Wir erinnern uns noch an
das seltsame Politiker-Sterben im letzten Jahr in den Reihen der CDU/CSU: Da trat plötzlich Roland Koch vom Amt des
Minister-Präsidenten zurück, um später einen Vorstands-Posten in der
Bau-Industrie wahrzunehmen. Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust zog sich ebenfalls aus der Politik zurück. Und selbst
Bundespräsident Horst Köhler entschied zum ersten Mal in der Geschichte der
Bundesrepublik Deutschland, sein Amt vorzeitig
aufzugeben. Können wir daraus
schließen wie bei dem letztjährigen
Politiker-Sterben, dass erneut eine schwere Euro-Krise auf uns zukommen wird.
Vielleicht eine Krise mit solch einem Ausmaß, dass ein Bundesbank-Vorstand
lieber nicht seinen Kopf dafür hinhalten möchte. Oder ist Weber einfach über
seine politische Führung frustriert, die das deutsche Volk immer mehr zum
Sklaven einer europäischen Wirtschafts-Regierung mit
Nord-/Süd-Transferleistungen machen möchte. Euro-Bonds scheinen ja bereits in
der Unions-Bundestagsfraktion als möglicher Weg diskutiert zu werden. Gold legte heute eine
Künstler-Pause ein. Das Preis-Niveau des gestrigen Tages konnte trotz zumindest
eines erkennbaren Versuchs, die Marke von $1.360 nach unten zu durchbrechen,
verteidigt werden. Allerdings half dabei der steigende Euro, der dann letztlich
aber zu sinkenden Euro-Goldnotierungen führte. Die Notierungen zu den
beiden Londoner Preismarken, dem A.M. Fix mit $1.362,50 (EUR 998,32) und dem
P.M. Fix mit $1.365,00 (EUR 996,35) sowie dem COMEX-Schlusskurs
mit $1.364,70 (EUR 994,39) zeigen an, dass es heute nur marginale
Preisbewegungen beim gelben Metall gegeben hat. Zwar nicht signifikant,
aber trotzdem merklich war der heutige Rückgang der Euro-Goldnotierungen im
Laufe des Tages. Der US-Dollarindex gab
heute um 0,4 Punkte auf 77,6 nach. Die Renditen der 10-jährigen Treasury Notes
waren heute früh in Richtung der Marke von 3,8 Prozent unterwegs, bröckelten im
Laufe des frühen Vormittags jedoch ab und brachen plötzlich ein. Wahrscheinlich
hat die FED selbst oder über einen ihrer Agenten in den Bond-Markt
eingegriffen. Im Tagesverlauf notierten die Papiere schließlich mit 3,7 Prozent
unverändert. Trotz der Markteingriffe scheint sich hier eine Tendenz
herauszubilden, die auf einen stetigen Abverkauf dieser Papiere hindeutet.
PIMCO vergleicht die Verschuldungs-Politik der US-Regierung und der FED
inzwischen öffentlich als ein Schneeball-System. Das wissen wir zwar schon
länger – aber dass ein sehr großer Bond-Investor das nun zum Besten gibt, das ist schon eine Novität. Wichtige Marktdaten im Überblick
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