|
Bericht für den 15. Februar 2011 Ein Gespenst geht um – Das
Gespenst der Inflation Selbst die
Qualitäts-Medien berichten schon über die Tricksereien
der nationalen Statistik-Behörden. Noch traut man sich nur, die autoritär
geführten Staaten an den Pranger zu stellen. Die WELT widmete sich heute unter
dem Titel China
entgeht Panikverkäufen mit Inflationstricks diesem Thema und
zweifelt die offiziellen Zahlen, die eine jährliche Inflationsrate von 4,9
Prozent ausweisen, an. Denn zunehmende
Inflation bedeutet entweder eine Verarmung der Arbeitnehmerschaft oder eine
Preis-Lohn-Spirale durch zunehmende Lohnkosten. Die Folge wäre ein noch
stärkerer Bremskurs der chinesischen Notenbank PBoC,
welche den Finanzmärkten den für ihre Aktien-Spekulationen notwendige billige
Liquidität entziehen würde und so zu einem Ende der gewollten weltweiten
Aktien-Hausse führen würde. Erst neulich war ja schon zu lesen, dass westliche
Investoren Gelder aus den BRISC-Staaten, zu denen
auch China und Indien gehören, abziehen. Die Kostentreiber in den
aufstrebenden Nationen sind die mit zweistelligen Prozentsätzen wachsenden Lebensmittel-Preise
dieser Möchtegern Industrienationen. Dort haben Lebensmittel einen noch viel
höheren Anteil an dem monatlichen Budget der Familien als in den westlichen
Ländern. Bei uns wird die Inflation durch explodierende Energiepreise
getrieben, sei es nun für direkt genutzte Produkte aus Öl und Gas oder
Vorprodukte der chemischen Industrie wie beispielsweise Kunststoffe. Hinzu
kommt, dass die Vorsorge-Aufwendungen einer stark alternden Gesellschaft immer
weiter zunehmen. Sei es nun die Krankenversicherung, die sich mit
Leistungsbeschneidungen auf der einen Seite und Beitragserhöhungen sowie
staatlichen Zuschüssen auf der anderen Seite permanent zu finanzieren sucht. Beim Gold geht es seit
Anfang dieser Woche weiter bergauf. Gestern schon konnte das gelbe Metall im
Laufe des Tages fünf Dollar zulegen. Heute zog das gelbe Metall zum Vormittags-Handel in Asien erneut
an. Eine Stunde nach Eröffnung des Londoner Handels sprang Gold dann plötzlich
um sieben Dollar nach oben. Der A.M. Fix bestätigte mit $1.372,25 (EUR
1.014,30) dieses Niveau jenseits der Marke von $1.370. Auf 24-Stundenbasis
konnte Gold $16 zulegen. In den nächsten
Handels-Stunden lief es dann ruhiger ab, bis es mit Eröffnung der New Yorker
COMEX Gold zum Sprung über die Marke von $1.375 ansetzte. Dieses Niveau konnte
allerdings nicht verteidigt werden und der näher kommende Londoner P.M. Fix
drückte den Kurs mit $1.372,75 (EUR 1.016,78) auf das Niveau des Vormittags.
Trotzdem konnte der P.M. Fix auf Tagesbasis acht Dollar zulegen. In den letzten
Handels-Stunden in New York kam es dann zu keinen wesentlichen Verschiebungen.
Der COMEX-Schlusskurs kam mit $1.374,10 (EUR
1.016,17) um neun Dollar höher als noch am gestrigen Tage zustande. Der US-Dollarindex
(USDX) gab heute um 0,2 Punkte auf 78,5 Punkten leicht nach. Die Renditen der
10-jährigen Treasury Bonds verharrten heute bei 3,6 Prozent. Wichtige Marktdaten im Überblick
©
Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009-2011 |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||