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Bericht für den 16. Februar 2011 Hartnäckiger Kampf um Gold 1.400 Wie von kritischen
Beobachtern des Merkel-Regimes bereits vorhergesagt, wird Angela Merkels
Wirtschafts-Berater im Kanzleramt, Jens Weidmann, wohl nun doch der neue
Bundesbank-Präsident werden. Die WELT ätzte zwar heute unter dem Titel Sein Ex-Professor
hält Weidmann für ungeeignet gegen diesen Gefälligkeits-Kandidaten
der Bundesregierung und tituliert ihn als einen farblosen Technokraten. Und
führt weiter aus: Es liegt ihm nicht wirtschaftspolitisch
zu argumentieren, das heißt zu begründen, mit welchen wirtschaftspolitischen
Instrumenten die Ziele am besten erreicht werden können, so sein ex-Professor Roland Vaubel in der
WELT. Aber genau diese Eigenschaften sind für das System Merkel symptomatisch:
keinen ernsthaften Sachgegner bei bestimmten Fragen zu haben – und schon
gar keinen Nebenbuhler zu dulden, der sich vielleicht auf Kosten der selbsternannten
DDR-Revolutionärin profilieren könnte. Polit-Zwerge par excellence. Verdächtig sind in
diesem Zusammenhang die plötzlich aus dem nichts aufgetauchten Vorwürfe gegen
den deutschen Politstar von Guttenberg, der beschuldigt wird, dass seine
Doktorarbeit ein Plagiat sei. So wird die eigentlich in der Öffentlichkeit zu
führende Debatte um die zeitliche Nähe des Ausscheidens eines Angela Merkel
widersprechenden Axel Webers mit
der plötzlichen Ernennung von Merkels engsten Wirtschafts-Berater in den
Hintergrund gedrängt. Ganz abgesehen von der notwendigen Beleuchtung der
wirklichen Qualifikation eines Jens Weidmann. Nein – die
deutschen Systemmedien konzentrieren sich lieber auf eine wohl im Hintergrund
lancierte Debatte um den Doktor-Titel eines Ministers, welcher (den
Doktor-Titel meine ich hier – nicht den Minister) für die konkrete Arbeit
in der Politik und an der Spitze der Verwaltung genauso nutzlos ist wie ein
Kropf. Diese Debatte überschattet auch die Kommentare von Bundesfinanz-Minister
Wolfgang Schäuble, der von den Deutschen einen noch größeren Beitrag zu Rettung
des Euros verlangt. Diese Ereignisse liegen
einfach zeitlich so eng zusammen, dass man mit Naivität geschlagen sein müsste,
um die Zusammenhänge nicht erkennen zu wollen. Wer macht sich denn ernsthaft
die Mühe, eine im Jahr 2007 abgeschlossene Dissertation auf nicht aus seiner
Feder stammende Beitrags-Teile von Zeitungen mühevoll zu durchleuchten? Die Guttenberg-Dissertation
wurde übrigens mit summa cum laude bewertet. Widmen wir uns nun einem
anderen Schlachtfeld zu, bei dem mindestens genauso viel gelogen und intrigiert
wird wie in der Politik: Dem Gold. Denn hier tobt erneut ein Kampf um die Marke
von $1.400, die bei einem weiteren Anstieg des gelben Metalls bis zum Freitag
dieser Woche fallen könnte. Alle Anstiegs-Versuche
wurden heute im Londoner Edelmetall-Handel zunichte gemacht. Die zwei
Tages-Tiefpunkte wurden zu den Zeiten des Londoner A.M. Fixes um 11:30 Uhr MEZ
und des P.M. Fixes um 16:00 Uhr MEZ gesehen. Der A.M. Fix kam mit $1.374,50
(EUR 1.015,40) zwar um zwei Dollar höher als noch vor 24 Stunden zustande. Aber
im frühen Verlauf des Londoner Handels stand Gold bereits bei $1.377. Ebenso erging es Gold um
den P.M. Fix, der mit $1.371,25 (EUR 1.017,63) bereits einen Dollar gegenüber
dem Vortages-Fixing gesunken ist: Gold versuchte zur COMEX-Eröffnung
erneut einen Ausbruch zur Marke von $1.377 und wurde erneut kalt gestoppt. Im Anschluss konnte sich
Gold wegen des schwächer werdenden US-Dollars wieder erholen und es kam sogar
ein Ausbruch bis auf $1.383 zustande. Aber genauso schnell wie dieser Anstieg
gekommen war, wurde er auch wieder beendet. Zum COMEX-Schluss
stand Gold mit $1.373,80 (EUR 1.012,74) dann bereits neun Dollar unter diesem
Peak und tendierte im Vergleich zum gestrigen COMEX-Schlusskurs
unverändert. Allerdings gingen doch
gute drei Euro pro Feinunze im Tagesverlauf verloren. Der US-Dollarindex (USDX)
gab wegen des um knapp 0,5 Prozent gestiegenen Euros um 0,2 Punkte auf 78,3
nach. Die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen stiegen erneut auf 3,7
Prozent an, wodurch der von mir ermittelte Quotient aus beiden Werten um 0,6
Punkte auf 21,2 nachgab. Wichtige Marktdaten im Überblick
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