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Bericht für den 18. Februar 2011 PIIGS-Raub bei der
Bundesbank? Was denkt denn
Otto-Normalschaf, der von der Regierung und ihren gleichgeschalteten
Massenmedien beeinflusste deutsche Michel, wenn es um die Summen für die
Rettung des Euros geht? Er denkt, dass bislang nur wenig Geld beispielsweise
nach Irland geflossen sei. Und dass der Euro-Rettungsfond ein großes
Bürgschafts-Paket sei, das nur im Falle eines Ausfalls der Forderungen für ihn
schlagend werden könnte. Mitnichten – denn
das Wirtschaftsmagazin WIWO hat sich einmal die in den Monatsberichten der
Deutschen Bundesbank veröffentliche Bilanz der deutschen Notenbank genauer
unter die Lupe genommen. In dem Bericht Kritik an
Krisenhilfe der Deutschen Bundesbank erläutert Konrad Handschuh die
Ergebnisse seiner Untersuchung: Die brisante Zahl
versteckt sich unter dem Posten FORDERUNGEN INNERHALB DES EURO-SYSTEMS (NETTO)
in den Monatsberichten der Bundesbank. Danach sind die Schulden, welche die
Europäische Zentralbank (EZB) und nationale Notenbanken im Euro-Raum gegenüber
der Bundesbank angehäuft haben, bis Ende 2010 auf 338
Milliarden Euro gestiegen. 2006, also vor Ausbruch der Finanz- und folgender
Euro-Schuldenkrise, lagen die Forderungen insgesamt bei nur 18 Milliarden Euro. De facto heißt dies
nichts anderes, als dass die Deutsche Bundesbank bereits 338 Milliarden an die
Notenbanken anderer Länder des Euro-Systems ausgeliehen hat. Nun schauen wir
einmal genauer in den Bericht der Bundesbank. Die im WIWO-Bericht
angeführte Zahl kommt wohl aus Teil XI AUSSENWIRTSCHAFT – Tabelle 9
AUSLANDSPOSITION DER DEUTSCHEN BUNDESBANK IN DER EUROPÄISCHEN WÄHRUNGSUNION.
Dort kann man wirklich diese Zahl in Spalte 6 der Tabelle nachschlagen. Aber in einem Punkt ist
der WIWO-Bericht nicht ganz genau: Denn bereits im
Januar 2010 – also noch Monate vor der eigentlichen Euro-Krise –
betrug dieser Betrag bereits 190 Milliarden Euro. Das heißt die jetzt so
öffentlichkeitswirksam verkündete Entdeckung läuft bereits schon seit dem Jahr
2006 im Verborgenen. Diese 338 Milliarden
Euro sind Forderungen, das heißt AKTIVA in der Bilanz der Bundesbank. Dieser
Summe müssen nun entsprechend hohe PASSIVA, heißt Verbindlichkeiten der
Bundesbank gegenüber Dritten gegenüberstehen. Teil III KONSOLIDIERTER AUSWEIS
DES EUROSYSTEMS, Tabelle 1 AKTIVA und Tabelle 2 PASSIVA sollten hier Auskunft
geben. Die o.g. 338 Milliarden Euro werden in Tabelle
1 unter dem Punkt SONSTIGE AKTIVA zusammengefasst. Toll – unter sonstige
Positionen werden eigentlich nur nicht erwähnenswerte Restposten
zusammengefasst. Da findet sich wirklich ein Betrag von 355,9 Milliarden Euro
für den Dezember 2010. Und das bei einer Summe alle Aktiva von 671,2 Milliarden
Euro. 50 Prozent aller AKTIVA,
das heißt Forderungen der Bundesbank an Dritte sind also Ausleihungen an die
Brüder im Euro-System. Der restliche Betrag setzt sich aus den angeblich noch
vorhandenen Goldreserven in Höhe von 115,4 Milliarden Euro (17,2 Prozent),
103,1 Milliarden Euro (15,4 %) für Ausleihungen im Rahmen geldpolitischer
Operationen an Kreditinstitute sowie 46,7 Milliarden Euro (7,0 %) quasi
Dollaranlagen und IWF-Anteile zusammen. Auf der PASSIVA-Seite gleichen sich die Forderungen an
Kreditinstitute durch Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten
praktisch aus. Welche Posten in Tabelle 2 sind denn dann entsprechend
gestiegen. Zuerst einmal fällt der Anstieg der Position NEUBEWERTUNGSKONTEN auf
110,5 Milliarden Euro auf. Im März 2008 betrug dieser Betrag nur 58,1
Milliarden Euro. Der zweite markante Posten sind
INTRA-EURO-SYSTEM-VERBINDLICHKEIT AUS DER BEGEBUNG VON EURO-BANKNOTEN in Höhe
von 157,1 Milliarden Euro. Im März 2008 betrug dieser Posten noch 103,7
Milliarden Euro. Die Analyse der Bedeutung dieser beiden Posten bedarf wohl
noch weiterer Analyse. Hier scheinen aber beispielsweise bilanztechnisch durch
Höherbewertung der Goldreserven angehäufte Papiergewinne von der Bundesbank zu
dem Zweck der Hilfe der PIIGS-Notenbanken mobilisiert
zu werden. Die Alternative wäre es,
die Bundesbank würde aus der Höherbewertung einen Gewinn erzielen, der dann dem
Bundeshaushalt zugute käme. Ein normaler Unternehmer würde gar keine
Neubewertung durchführen und den Bilanzposten Gold zu historischen
Anschaffungskosten verbuchen. So macht es selbst die US-FED, die das Gold der
Treasury zu $42,22 pro Feinunze bewertet. Die
EZB-Gelddruckmaschine ist also nicht weniger aktiv als die ihres
nordamerikanischen Vorbilds. Bloß die Amerikaner drucken für ihr eigenes Land
– die Bundesbank dagegen für unsere Euro-Brüder in den Südländern. Schön
doof. Zurück zu den
Edelmetall-Märkten. Der Shooting Star des heutigen
Tages war erneut Silber. Wie gestern dümpelte das Metall am Vormittag praktisch
unverändert um seinen gestrigen Schlussstand herum. Kurz vor Ende des COMEX-Handels fehlten nur noch knapp zehn Cent bis zum
Erreichen der Marke von $33. Gold verhielt sich ähnlich wie Silber, stieg aber wesentlich langsamer an. In etwa zur gleichen
Zeit wie Silber erreichte das gelbe Metall mit $1.392 seinen Tages-Höchststand. Danach beendete das
Gold-Kartell wohl mit letzten Kräften diese Hausse des Silbers. Gold schloss den Handel
an der COMEX mit $1.388,00. Wichtige Marktdaten im Überblick
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