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Bericht für den 24. Februar 2011 Schwerer Angriff im (späten)
Access-Handel Der heutige Tag lief
weiter gut für Gold, bis gegen 20:00 Uhr MEZ im späten Access Handel ein
schwerer Angriff auf Gold und insbesondere Silber gestartet wurde. Davon aber
mehr zum Schluss des Berichts. Die Probleme im Nahen
Osten bestimmten auch heute wieder die Welt-Finanzmärkte. Nachdem der libysche
Diktator Muammar al-Gaddafi mit der Drohung, die
Ölpipelines in seinem Land zu sprengen wohl nun eine Politik der verbrannten Erde
zu betreiben scheint, reagieren die Ölmärkte weltweit mit weiterhin stark
steigenden Notierungen. Die US-Sorte West Texas Intermediate
(WTI) überschritt die kritische Marke von $100 pro Barrel. Die Nordsee-Sorte
Brent liegt bereits jenseits der $110. Um die Märkte zu
beruhigen wurde das Gerücht in den Umlauf gesetzt, dass Saudi-Arabien seine
Förderung entsprechend ausweiten könne, um das Angebotsdefizit beim Öl
ausgleichen zu können. Ich bin gespannt, ob die saudischen Ölfelder überhaupt
noch einen Förder-Zuwachs zulassen, nachdem vermutet wird, dass dieses Land
bereits seit geraumer Zeit nahe dem Maximum fördert. Wir werden sehen. Jedenfalls scheint die
dortige Königsfamilie auch Angst vor Unruhen zu haben. Nicht ohne Grund hat man
der Bevölkerung ein hohes zweistelliges Schenkungs-Programm versprochen. Sollte
die derzeitige Situation nicht unter Kontrolle zu bringen sein oder sich sogar
noch verschärfen, so rechnen Beobachter bereits mit einem Anstieg des Ölpreises
auf $220. Vor diesem Hintergrund
sind nun alle manipulativen Maßnahmen der Notenbanken
und ihrer Helfershelfer zu sehen. Zuerst geht es einmal darum, die
Kreditgeld-Menge zurückzufahren, um Spekulanten zum Verkauf ihrer Positionen an
den Rohstoff-Märkten zu zwingen. Damit kann man zwar nicht das Angebots-Defizit
an den Märkten schließen, aber zumindest Zeit gewinnen. Der zweite Feind des
Systems sind Gold und zu einem weit geringeren Teil Silber. Das schwierige am
Gold ist, dass dieses Metall durch viele Investoren
und wenige Spekulanten gehalten wird. Das heißt das Gold ist nicht
kreditfinanziert, sondern durch Umtausch von Eigenkapital-Geld erworben worden.
Diese Investoren wird man bei der sowieso immer explosiver werdenden Situation
auch durch noch soviel Notenbank-Tricks nicht dazu bewegen können, ihr
physisches Gold in Papiergeld umzutauschen. Deshalb widmet man sich lieber den
wenigen Spekulanten zu. Ein anderer Trick ist,
dass sich die sogenannten Gold-Kartellbanken untereinander an den offiziellen
Märkten Goldmengen hin- und herschieben, um den Preis unter Druck zu setzen. Im
Hintergrund sichern sich diese Institutionen über Over-the-Counter
(OTC) Geschäfte untereinander ab. Da die OTC-Geschäfte ohne den offiziellen Gold-Markt abgewickelt
werden können, kann Bank A der Bank B mit sinkenden Notierungen Gold verkaufen.
Im Hintergrund wird aber ein Gegengeschäft vereinbart, so
dass kein physisches Gold geliefert werden muss. Im frühen Handel in
Asien startete Gold den heutigen Tag mit leicht negativen Vorzeichen. Wie am
gestrigen Tag war es der Londoner Vormittags-Handel, der das Gold wieder in den grünen Bereich trieb. Der A.M.
Fix kam mit $1.414,50 (EUR 1.025,59) um $13 höher als noch vor 24 Stunden
zustande. Gold verharrte die
folgenden Stunden auf diesem Niveau. Trotz einiger Versuche konnte die Marke
von $1.415 nicht nachhaltig durchbrochen werden. Mit Beginn des Handels an der
COMEX verfiel nun der Preis des gelben Metalls und lag zum P.M. Fix nur noch
bei $1.411,50 (EUR 1.024,16). Der 24-Stundengewinn ist
nun bereits auf zwei Dollar zusammengeschmolzen. Im Anschluss wurde
versucht, die Marke von $1.410 nach unten zu
durchbrechen. Dieser Versuch misslang jedoch, so dass sich Gold zum Ende des COMEX-Handels auf $1.414,00 einpendelte. Im Tagesvergleich
bleibt ein magerer Gewinn von einem Dollar. Gegen 20:00 Uhr, das
heißt 30 Minuten nach Schluss des COMEX-Handels fiel
Gold in zwei Stufen zuerst auf $1.403 und im Anschluss auf $1.397. Innerhalb
von zwei Stunden gingen so $18 verloren. Weitaus schlimmer hat es
in dem gleichen Zeitraum Silber erwischt, das von $33,20 auf $31,70, das heißt
um 150 Cent oder 4,5 Prozent gefallen ist. Die Handschrift des
Gold-Kartells wird hier ganz klar sichtbar, denn weder Platin noch Palladium
haben sich in dem gleichen Zeitraum nennenswert bewegt. Der US-Dollarindex
(USDX) gab weitere 0,3 Punkte auf 77,1 ab. Die Renditen der 10-jährigen
US-Staatsanleihen gingen um weitere 0,1 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent runter. Die Situation scheint
inzwischen so außer Kontrolle geraten zu sein, dass man wieder zu einer
umfangreichen Systemrettungs-Aktion greifen musste. Wichtige Marktdaten im Überblick
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