|
Bericht für den 3. März 2011 Warten auf US-Arbeitsmarkt-Zahlen Welches Szenario haben
wir denn heute wieder? Der Dow Jones Aktienindex haussiert um über 200 Punkte
bei einem um 0,6 Prozent gegenüber dem US-Dollar steigenden Euro. US-Öl (West
Texas Intermediate) steht inzwischen schon bei $102
und die 10-jährigen US-Bondrenditen steigen auf 3,6 Prozent. Und das alles bei
kräftig fallenden Edelmetall-Preisen. Wir haben die monatliche
Verkündung der US-Arbeitsmarktdaten für den morgigen Freitag um 14:30 Uhr MEZ.
Und die Zahlen müssen wohl schlecht ausfallen, wenn man sich die Höhe der Hebung
der Aktienindizes auf der einen Seite betrachtet und die Drückung bei Gold und
Silber auf der anderen Seite. Wie gestern angedeutet, waren die ersten Impulse
für die heutige Drückung im späten New Yorker Access Handel,
das heißt nach Schluss des COMEX-Handels
sichtbar. Irgendwelche
Chart-Analysten wollen dagegen eine Doppel-Top-Formation bei Gold gesehen haben
und prognostizieren nun den langen Abstieg des gelben Metalls. Na ja, das tun
sie bereits seit mehreren Jahren. Mal sehen, wer am Ende wieder Recht behalten
wird. Diese Aktionen verfolgen
neben der Abbremsung des Goldpreis-Anstiegs doch nur den Zweck, Unsicherheit zu
verbreiten. Man möchte die Einzel-Investoren davon abhalten, in ein angeblich so
risikobehaftetes Investment sein Geld zu stecken – und brandmarkt es
dabei einfach als spekulativ. Noch viel wichtiger sind
aber die Großinvestoren, wie Pensionsfonds und Lebensversicherungen, die
regulativ wegen dieses angeblichen Risikos keine oder nur sehr geringe Portfolio-Umschichtungen
zu Gunsten des Goldes vornehmen dürfen. Da der Normal-Bürger sowieso kein
freies Geld für ein Direkt-Investment hat, landen seine quasi zwangsverwalteten
Pensionsrücklagen automatisch in die Anlageformen, die systemkonform angelegt
werden. Deshalb wird die Masse in einer wirklichen Krise auch immer wieder am
stärksten geschoren. Aber verlassen wir nun
Otto-Normalschaf und widmen uns der heutigen Preisentwicklung beim Gold. Ein Blick um 8:00 Uhr
MEZ auf den Goldpreis sagte schon alles: minus zehn US-Dollar innerhalb einer
Stunde. Das Gold Kartell hat heute größeres vor. Und so kam es dann auch
wirklich. Erst einmal erholte sich jedoch der Kurs in der ersten Stunde des
Londoner Vormittags-Handels wieder. Zum A.M. Fix war er dann aber wieder auf
$1.430,50 (EUR 1.031,51) abgesackt. Das stellt zwar
immer noch eine kräftige Erholung gegenüber den $1.424 dar, die kurz vor 8:00
Uhr MEZ erreicht wurden – aber der Handelstag geht ja jetzt erst richtig los. Und das tat er wirklich.
Zu Beginn des Handels an der New Yorker COMEX konnte Gold zwar noch einmal kurz
die Marke von $1.430 erreichen, wurde dann aber plötzlich um zehn Dollar
gedrückt. Der eine Stunde später folgende P.M. Fix mit $1.421,50 (EUR 1.020,39)
bestätigte die Preismarke. In den folgenden zwei
Stunden ging es dann im Bereich $1.420 bis $1.425 auf und ab, bis gegen 18:00
Uhr MEZ Gold erneut um zehn Dollar gedrückt wurde. Wir befinden uns jetzt
auf einem Niveau bei in etwa $1.415. Zum Schluss des COMEX-Handels
konnte sich Gold nur marginal auf $1.416,50 verbessern – ein
24-Stundenminus von $21. Das Gold-Kartell war
aber trotzdem noch nicht fertig. Im Access Handel ging es 90 Minuten später bis
auf $1.410 runter. Der Druck wird wohl bis zum morgigen Tag anhalten. Sowohl der
US-Dollarindex (USDX) gab um 0,2 Punkte auf 76,5 nach. Als auch die Renditen
der 10-jährigen Treasury Notes stiegen um 0,1 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent an.
Dadurch kommt der Quotient aus beiden Werten mit einem Verlust von 0,6 Punkten
auf 21,3 der Marke von 20 immer näher. Wichtige Marktdaten im Überblick
©
Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009-2011 |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||