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Bericht für den 15. März 2011 FED-Meeting, De-Leverage und Angst Drei Ereignisse
bestimmten das heutige Markt-Geschehen. Zuerst einmal tagte heute der
Offenmarkt-Ausschuss (FOMC) der FED. Dann kam es wegen der Situation in Japan
wegen der massiv einbrechenden Aktien-Märkte zu einem De-Leverage. Und zuletzt
versetzt die Investoren natürlich auch das weitere Schicksal von Japan in
Angststarre. Fangen wir mit dem
Ereignis an, dass sich am einfachsten erklären lässt – dem FED-Meeting.
Wie die Leser dieser Kommentare wissen, sinkt Gold und auch Silber im Vorfeld
eines solchen FED-Meetings immer wieder. Hiermit soll primär eine
goldfreundliche Stimmung als Reaktion auf weitere Monetarisierungs-Beschlüsse
der FED unterdrückt werden. Und wenn man den Anstieg nach Verkündung der
Entscheidung nicht verhindern kann, dann wird Gold im Vorfeld eben so stark
gedrückt, dass der folgende Anstieg in der Summe nicht bemerkbar wird. Nun hat das FOMC in
seiner heutigen Sitzung praktisch nichts Neues entschieden. Man hat sogar in
der offiziellen Stellungnahme darauf verzichtet, zu der Situation der
Finanz-Märkte in Japan überhaupt eine Stellungnahme abzugeben. Die FED hat trotz der
Inflations-Gefahren, die das FOMC nur als eine angebliche Übergangserscheinung
bezeichnet, ihre Pläne zum Ankauf von US Treasuries im Wert von $600 Milliarden
bestätigt. Das war bei einem
Einbruch, der in der Spitze $45 betrug, sicherlich nicht der Hauptgrund. Der
Goldpreis hat auf die Veröffentlichung des FOMC auch praktisch nicht reagiert. Schauen wir nun auf den
massiven Einbruch des japanischen Aktien-Markts und auf die kräftigen Einbrüche
in Europa. Hier tritt der Effekt ein, dass die vielfach auf Kredit gekauften
Aktien-Pakete plötzlich so viel ihres Wertes verloren haben, dass sie nicht mehr
ausreichend die geliehene Kreditsumme decken. Der Investor erhält von seiner
Bank einen Margin Call: Entweder er schießt Geld nach, um die Deckungs-Lücke zu
schließen. Oder er muss einen Teil seines Aktien-Depots Zwangsliquidieren. Gold
fungiert hier wie Bar-Geld. Es wird verkauft, um die Nachschuss-Pflicht der
Bank zu befriedigen. Das führt dann paradoxerweise zu der Situation, dass trotz
der Angst am Markt das Metall der Angst – nämlich Gold – nicht
steigt, sondern sogar noch kräftig fällt. Meines Erachtens hat
dieses De-Leveraging die heutige Entwicklung am Gold-Markt bestimmt. Das Thema
Angst beherrschte ja schon gestern das Geschehen auf den Märkten – obwohl
man vielleicht wegen der langfristigen Auswirkungen auf die Industrie-Großmacht
Japan noch etwas optimistischer war als heute – und beim Gold tat sich
gestern praktisch nichts. Der japanische NIKKEI
ist heute früh im asiatischen Handel um über zehn Prozent gefallen. Im
Vergleich zum Donnerstag hat der NIKKEI bereits 17,5 Prozent verloren. Diese
negative Stimmung schlug gleich auf Gold & Silber, aber auch die vom
Gold-Kartell sonst eher verschonten PGM-Metalle Platin und Palladium durch. Um 20:45 Uhr stand Gold
2,1 Prozent im Minus, Silber 3,8 Prozent. Platin fiel aber auch um 3,1 Prozent
und Palladium sogar um 5,9 Prozent. Das ist nicht die Handschrift einer
gezielten Attacke auf Gold & Silber. Zum Ende des
Gold-Handels in Asien war Gold zum Teil schon auf $1.410 gefallen. Im Londoner Handel
erholte sich das gelbe Metall dann wieder etwas, wurde in einer zweiten Welle
dann aber unter die Marke von $1.410 gedrückt. Zum A.M. Fix stand Gold bei
$1.407,00 (EUR 1.013,40) um $18 niedriger als noch vor 24 Stunden. Aber es
sollte heute noch schlimmer kommen. Nachdem es im frühen
Nachmittags-Handel zu einer Stabilisierung gekommen war, ging es kurz vor und
nach Eröffnung der New Yorker COMEX jetzt richtig südwärts: Gold fiel in 30
Minuten um $25. Danach setzte eine
Erholung ein. Auch ein Indikator, dass bestimmte Parteien unbedingt Geld
brauchten. Der P.M. Fix um 16:00 Uhr war mit $1.400,50 (EUR 1.003,94) dann
schon wieder $15 höher. In den nachfolgenden Stunden ging es dann aber wieder
abwärts und Gold beendete den Handel an der COMEX mit $1.392,60 und einem
Tagesverlust von $32. Der von mir geschätzte
Bill Murphy hat in seinem soeben veröffentlichten Gold-Kommentar ( http://www.lemetropolecafe.com -
Abonnement erforderlich ) die Schuld des heutigen Goldeinbruchs – meines
Erachtens fälschlicherweise – dem Gold-Kartell zugeschoben: Gold and silver were all over the place today
with all
rallies getting stuffed. The latest reason for gold and silver to go much
higher seems apparent as the Japan disaster will give even greater impetus for
monetary stimulation
here in the US and abroad. Course, as mentioned here
over and over, whenever there is some geopolitical event or disaster, like the
earthquake/tsunami, The Gold Cartel stuffs both gold and silver after their
initial rallies. Happened every time I can recall. The cabal forces just dont
want gold to be a GO TO investment where there is a crisis. Die Real-Renditen der
US-Treasuries sind heute um 0,1 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent gefallen.
Zumindest den US-Staatsanleihen scheint die derzeitige Stimmung gut zu tun.
Oder war es die FED, die ein Teil ihrer $600 Milliarden zum großflächigen Kauf
dieser Papiere verwendet hat? Der Bericht für den
gestrigen Tag musste leider wegen anderer Verpflichtungen ausfallen. Wichtige Marktdaten im Überblick
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