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Bericht für den 18. März 2011 G7-Geldstaubecken wird entleert Eines scheinen Politiker
und Zentralbanker immer noch nicht verstanden zu haben – trotz einer seit
dem Jahr 2007 dahin köchelnden und zwischenzeitlich
immer wieder eskalierenden Krise: Man kann die Weltprobleme, ausgelöst durch
ein Überangebot an Kredit-Geld und durch eine Unterdeckung an Eigenkapital
nicht einfach dadurch aus der Welt schaffen, dass man immer mehr Kredit-Geld in
das System pumpt. Heute haben die
G7-Staaten gemeinsam – offiziell gemeldet wurde der erste gemeinsame
Eingriff seit über zehn Jahren – gegen den steigenden Yen interveniert.
Primär nicht weil ein steigender Yen die Export-Aussichten von Japan schmälert,
sondern weil riesigen im US-Dollarraum spekulativ mit Yen-Kreditgeld gekauften Assets – beispielsweise Aktien – die
Zwangsliquidierung durch Margin Calls
droht. Japan war bislang der
große Geld-Lieferant für weltweite Spekulations-Projekte, mit denen die
Aktien-Märkte und andere Asset-Bubbles finanziert und
genährt wurden. Reißt dieser Geldstrom ab oder läuft sogar in die umgekehrte
Richtung, wie gesehen, dann kollabiert dieses System in einer großen sich
selbst verstetigenden Abwärts-Spirale – ein Monster-Deleveraging. Man kann nach
Betrachtung des Ergebnisses der heutigen Interventionen schon gar nicht mehr
von einem Öffnen der Geldschleusen sprechen – nein bei einem Anstieg des
Euros gegenüber dem Yen um fast vier Prozent kann man nur von einer gezielten
Entleerung eines Geldstaubeckens sprechen. Gleichzeitig beginnt die auf
weltweit pünktliche Teileversorgung ausgerichtete globale Lieferkette die
ersten Industrie-Zweige in Europa und den Vereinigten Staaten zum Erliegen zu
bringen. Das erste Opfer ist nach Presse-Meldungen die Automobil-Industrie. Das
nächste Opfer wird wohl die Computer- und Unterhaltungs-Elektronik sein, deren
Lager nach Abverkauf wohl nicht mehr nachgefüllt werden können. Hier sieht man: Auf der
einen Seite sinkt die globale Wirtschafts-Leistung. Auf der anderen Seite wird
die umlaufende Geldmenge mit sich verstetigenden Hilfs-Aktionen immer schneller
aufgebläht. Ergebnis: Die Lücke zwischen Real- und Geldwirtschaft wird immer
größer. Wehe, wenn die Geldbesitzer einmal nachrechnen und sich entscheiden,
ein Teil dieses Geldes in die Hortung von Wirtschafts-Produkten umzuschichten. Die Revolutions-Bewegung
in Libyen hat es nun anscheinend geschafft, einen offiziellen UNO-Beschluss für
eine sogenannte Flugverbots-Zone zu erreichen. Allerdings wird derzeit wohl ein
Luftangriff bestimmter NATO-Staaten, angeführt von Frankreich und
Großbritannien und natürlich wieder von dem selbsternannten Weltpolizisten USA
vorbereitet. Anstatt die Rebellen mit Waffen und Logistik auszurüsten und
selbst gegen den Diktatur kämpfen zu lassen, muss wieder einmal der verlogene Humanismus
dafür herhalten, die Demokratie notfalls mit Gewalt herbeizubomben. Dabei
scheinen gerade diejenigen Nationen Europas besonders aktiv geworden zu sein,
die sich nicht vor langer Zeit noch freundschaftlich mit dem Diktator
unterhalten haben, um die eigene Industrie und Ölversorgung zu sichern. Wahrscheinlich
wird damit der nächste erfolglose Afghanistan-Einsatz eingeläutet, weil die
derzeit um die Macht konkurrierenden Stämme in Libyen nach Wegbombung des
Diktators kurzerhand die Fronten wechseln werden – die streben alles
mögliche an, aber keine Demokratie im westlichen Sinne. Gold hat diese erneute
Verwässerung des Geldwertes gut getan. Obwohl das gelbe Metall nach seinem
Anstieg auf fast $1.425 zu Beginn des COMEX-Handels
vom alarmierten Gold-Kartell wieder auf $1.415 gedrückt wurde. In den
Vereinigten Staaten hat letztes Wochenende die Sommerzeit begonnen, so dass der
COMEX-Beginn und der Schlusskurs nun eine Stunde
früher sind. Zum heutigen A.M Fix
stand Gold bereits mit $1.415,50 (EUR 1.004,54) um $12 höher als noch vor 24
Stunden. Die Aufwärts-Bewegung legte dann weiter zu bis zum Beginn des Handels
an der New Yorker COMEX, wo Kurse nahe der Marke von $1.425 erreicht wurden.
Dieser Anstieg brach aber genauso schnell in sich zusammen, wie er begonnen
hatte. Der P.M Fix kam dann mit
$1.420,00 (EUR 1.004,39) um $16 höher als noch zum gestrigen P.M Fix zustande. Zum Schluss des COMEX-Handels nahm dann der Druck auf Gold zu und das gelbe
Metall ging mit $1.415,50 in das Wochenende. Durch den gegenüber dem Euro
verfallenden US-Dollar konnte Euro-Gold von dem heutigen Preis-Anstieg nicht
partizipieren. Der US-Dollarindex (USDX) sank um weitere 0,4 Punkte auf 75,6. Wichtige Marktdaten im Überblick
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