Bericht für den 21. März 2011

 

Diktatur der Humanität

 

Am Anfang stand ein Beschluss des UNO-Sicherheitsrats zur Einrichtung einer Flugverbots-Zone über Libyen. Angeblich, um das Morden des Diktators Gaddafis an seinem Volk zu beenden.

 

In Wirklichkeit können wir aber ein Massen-Bombardement, angeführt von Frankreich, Großbritannien und den Vereinigten Staaten beobachten. Auch die Arabische Liga, die sich vehement für die Flugverbots-Zone eingesetzt hatte, rudert jetzt plötzlich wieder zurück – ein solch hartes Vorgehen hatte man wohl nicht erwartet.

 

Humanistische Ideale liegen diesen Einsätzen zugrunde. Regierungen insbesondere aus diesen drei Nationen widmen sich der zwingenden Ansicht von Säkularismus und Humanismus – jeder, der sich diesen Werten versagt, wird bekämpft. So unterhöhlt diese Bewegung immer mehr die Fundamente unserer Gesellschaft. Der Aspekt der Moral, der Jahrhunderte lang über die christlichen Kirchen in die Gesellschaft getragen wurde, gerät mit der systematischen Zerstörung der christlichen Kirchen im zunehmenden Maße in die Defensive. Gerade die sogenannten zivilisierten westlichen Nationen haben die Anführerrolle in diesem unsäglichen Feldzug eingenommen.

 

Was beobachten wir denn derzeit: Der mit humanistischen Idealen begründete Kampf gegen den Terror hinterlässt inzwischen eine größere Blutspur als der Terror selbst. Oder anders ausgedrückt: Wer die Demokratie als Staatsform nicht will, der wird solange zugebombt, bis er sich ihr schließlich ergeben muss. Eine tolerante Werteordnung, die nur das akzeptiert, was sich nicht gegen die Grundsätze des Toleranz-Gedankens richtet – ist dies das erstrebenswerte Endziel – oder steckt dahinter nur eine andere Form des sogenannten Anti-Christen, der sich den Völkern als Erlöser mit teuflischen Absichten präsentiert?

 

Es ist interessant, dass dieses freimaurerische Gedankengut genau von denjenigen Nationen am aggressivsten auszugehen scheint, wo diese Macht des Untergrunds Großteile des militärischen, politischen und wirtschaftlichen Komplexes zu beherrschen scheint. Auch die deutsche Systempresse wird hier entweder direkt kontrolliert oder unterwirft sich der Diktatur der Humanität. Es ist schon eigenartig, dass der sonst so linksliberal agierende SPIEGEL den Widerstand der Bundesregierung gegen eine militärische Beteiligung an dem Einsatz gegen Libyen so heftig kritisiert. Und im Sinne einer propagandistischen Kriegsberichterstattung Stimmung im Volk für den Einsatz macht.

 

Gold scheint diese Verschärfung der Situation zu gefallen. Ebenso wie der Preis vom US-Leichtöl (WTI), der nach den Entwicklungen letzte Woche in Japan kräftig eingebrochen war. Da das asiatische Land aber nun in noch viel stärkerem Maße auf fossile Brennstoffe angewiesen sein wird, war der Ölpreis-Einbruch in der letzten Woche sowieso nicht fundamental begründet. Hinzu kommt jetzt der Krieg in Libyen, der wohl für die nächsten Monate die Ölförderung dieses nordafrikanischen Landes zum Erliegen bringen wird.

 

Gold startete die Woche in Asien mit einem Anstieg um fünf Dollar mit Beginn des dortigen Handels. Im Laufe des Handels gewann Gold noch einige Dollar hinzu, bis sich das gelbe Metall im Londoner Vormittags-Handel etwas konsolidierte. Der A.M. Fix kam mit $1.427,75 (EUR 1.007,94) um zwölf Dollar höher zustande als noch am Freitag-Vormittag.

 

Im frühen Nachmittags-Handel setzte Gold seinen Anstieg weiter fort mit einem Kurs von $1.430 zu Beginn des COMEX-Handels. Danach folgte ein weiterer Anstieg, der Gold auf bis zu $1.335 hochtrieb. Dann ging es aber wieder abwärts bis leicht unterhalb der Marke von $1.430.

 

Der P.M. Fix kam mit $1.432,00 (EUR 1.009,66) dann wieder oberhalb dieser Marke zustande: Ein Plus zum Freitags-P.M. Fix von zwölf Dollar. In den folgenden Handels-Stunden schwankte Gold zwischen $1.430 und $1.435, wurde dann aber in der letzten Handelsstunde um zehn Dollar gedrückt. $1.427,00 und damit erneut zwölf Dollar mehr als am Freitag lautete der Schlusskurs an der New Yorker COMEX.

 

In Anbetracht der massiven Liquiditäts-Hilfen der G7-Staaten der letzten Woche stiegen auch Silber und die beiden PGM-Metalle Platin und Palladium kräftig an. Dabei dominierte erneut Silber mit eines Tagesplus von 2,4 Prozent (Stand: 20:15 Uhr MEZ) das heutige Geschehen, gefolgt von Palladium mit 1,9 Prozent. Gold blieb dagegen mit einem Tages-Zuwachs von 0,6 Prozent Schlusslicht der vier Edelmetalle.

 

Der US-Dollarindex (USDX) gab heute um weitere 0,2 Punkte auf 75,4 nach. Für einen Schweizer Franken sind inzwischen mehr als $1,10 zu bezahlen. Lange hat die Schweizer Nationalbank (SNB) versucht, die Parität zum US-Dollar wiederherzustellen. Doch seit Dezember vergangenen Jahres scheint es für den US-Dollar nur noch eine Richtung zu geben – nämlich abwärts.

 

Die Renditen der 10-jährigen Treasury Notes stagnierten weiterhin bei einem Real-Zinsniveau von 3,3 Prozent. Der Quotient aus beiden Werten liegt mit 22,8 Punkten noch komfortabel von der kritischen Marke von 20 Punkten entfernt.

 

Die relative Schwäche von Gold zum COMEX-Schluss ist sicherlich auch auf Interventionen der bekannten Marktteilnehmer zwecks Drückung des Gold-Preises zurückzuführen. Allerdings reagierte Gold Anfang letzter Woche auf das De-Leveraging mit weniger kräftigen Ausschlägen nach unten im Vergleich zu den anderen drei Edelmetallen. Nachdem die Geld-Schleusen wieder voll geöffnet sind, was man an der Entwicklung der Aktien-Märkte ablesen kann, steigen Platin und vor allen Dingen Silber und Palladium wieder stärker als Gold. Jedes dieser Metalle hat eben seine eigene DNA – alle Marktsituationen kann man mit einem dieser Metalle eben nicht optimal nachbilden.

 

 

Wichtige Marktdaten im Überblick

 

Gold-Preis

Heute

Vortag

Veränderung

Gold A.M. Fix (LBMA)

$1.427,75

(€1.007,94)

$1.415,50

(€1.004,54)

+ $12,25

Gold P.M. Fix (LBMA)

$1.432,00

(€1.009,66)

$1.420,00

(€1.004,39)

+ $12,00

COMEX Schlusskurs

$1.427,00

NA

$1.415,50

NA

+ $11,50

Weiße Edelmetalle

 

 

 

Silber Fix (LBMA)

$36,16

(€25,52)

$35,15

(€24,88)

+ $1,01

Platin P.M. Fix (LPPM)

$1.741,00

(€1.226,90)

$1.720,00

(€1.217,30)

+ $21,00

Palladium P.M. Fix (LPPM)

$743,00

(€523,60)

$727,00

(€514,50)

+ $16,00

andere Marktdaten

 

US-Dollar Index (USDX)

75,4

75,6

- 0,2

Renditen 10-jährige Treasuries

3,3 %

3,3 %

unverändert

Quotient aus USDX und Renditen

22,8

22,9

- 0,1

 

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