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Bericht für den 1. April 2011 Wieder einmal die
US-Arbeitsmarktdaten Und täglich grüßt das
Murmeltier. Kaum waren die Zahlen zum US-Arbeitsmarkt für den März
veröffentlicht, da ging auch schon wieder die
Goldpreis-Drückung los. Diesmal wohl mit der Begründung, dass es der Wirtschaft
der Vereinigten Staaten wegen so vieler neu geschaffener Jobs nun wieder besser
ginge – deshalb würden sich die Investoren von Gold als Krisen-Währung
trennen. Fallen die
Arbeitsmarkt-Zahlen dagegen schlecht aus, dann fällt Gold aber auch. Dafür
haben die Lohnschreiberlinge der Wirtschafts-Presse dann natürlich eine andere
Erklärung. Price Action makes Market Commentary – die Preisentwicklung beherrscht eben,
wie die Kommentare auszufallen haben. Und nicht eine seriöse Analyse des Markt-Geschehens. Schauen wir einmal auf
die P.M. Fixings der drei Edelmetalle Gold, Platin und Palladium: Gold stand um
16:00 Uhr MEZ, also 90 Minuten nach Verkündung der Arbeitsmarkt-Zahlen bei
$1.418,00 (EUR 1.006,53) und damit $21 niedriger als gestern zur gleichen Zeit.
Platin war mit $1.773,00 (EUR 1.256,55) unverändert. Und Palladium stieg sogar
um sechs Dollar auf $772,00 (EUR 547,15) an. Dagegen sank Silber mit
Gold – wohl nicht aus Solidarität, sondern weil das Gold-Kartell gerne
gegen beide Metalle gleichzeitig vorgeht. Dabei hatte der Tag in
Asien doch ganz langweilig begonnen. Gold wollte sich zu dieser frühen
Handelszeit für keine Richtung entscheiden. Das änderte sich auch nicht mit dem
beginnenden Londoner Vormittags-Handel, in dem Gold zumindest wenige US-Dollar
zulegen konnte. Der A.M. Fix kam mit
$1.434,50 (EUR 1.013,21) noch knapp vier Dollar höher zustande als gestern zu
derselben Zeit. Auf diesem Niveau ging Gold dann in den frühen
Nachmittags-Handel. Die Investoren waren – berechtigterweise – vorsichtig
und versuchten nicht, den Kurs vor der Veröffentlichung der Zahlen durch das
BLS in die eine oder andere Richtung zu treiben. Diese Vorsicht war
angemessen. Denn nach Bekanntgabe der Zahlen rutschte Gold in einer ersten
Welle um zehn Dollar nach unten. Es folgten zwei weitere Abwärtswellen, die das
gelbe Metall bis zu seinem heutigen Tiefstand von $1.415 trieben. Im Anschluss setzte eine
Erholung ein, die Gold zuerst wieder über die Marke
von $1.425 trug. Bis zum COMEX-Schluss hatte sich
Gold wieder auf $1.428 erholen können. Der Schaden durch die Preis-Drückung war
aber so groß, dass trotz der kräftigen Erholung ein Tagesminus von knapp zehn
Dollar übrigblieb. Sowohl der
US-Dollarindex (USDX) als auch die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen bewegten
sich heute nicht. Bis auf Japan scheinen
die weltweiten Börsen von den Geschehnissen der letzten Wochen unbeeindruckt
geblieben zu sein. Das viele durch die Bank of Japan (BoJ) gedruckte Geld hat
wohl seine Märkte gefunden, in die es investiert wurde. Damit ist zwar keines
der wirklichen Probleme gelöst – aber der Weltöffentlichkeit wird
weiterhin die schöne heile Welt vorgegaukelt. Price Action makes
Market Commentary – keiner hat ein wirkliches
Interesse, die wahre Situation darzustellen. Und so müssen wir demnächst wohl
weiter mit Positiv-Indikatoren bei einer negativer
Gesamtsituation rechnen. Wichtige Marktdaten im Überblick
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