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Bericht für den 12. April 2011 Auflösung von Yen Carry-Trades Heute drehte sich alles
um die Carry-Trade Währung Yen: Diese ist nämlich im
Laufe des Tages gegenüber dem US-Dollar um bis zu 1,3 Prozent gestiegen. Leser
dieser Berichte wissen, was das für Auswirkungen hat: Investoren müssen ihre im
Euro-Raum beziehungsweise Dollar-Raum mit kurzfristigen Yen-Kreditgeld
getätigten Positionen auflösen, was dann in zu zum Teil kräftigen Rückgängen an
den Rohstoff-Märkten führt. Dass die Aktien-Indizes weltweit auch fallen, ist
ein nicht vermeidbarer Kollateral-Schaden. Das Hauptziel dieser
Aktion war sicherlich das Öl. Denn der IWF sieht nicht nur in Japan wegen der
dortigen Situation einen Rückgang des Wachstums, sondern auch in den
Vereinigten Staaten wegen der hohen Rohöl-Preise, die wegen der niedrigen
Verbrauchsabgaben dort bei Benzin direkt auf den Preis an der Zapfsäule
durchschlagen. Obwohl die Bank of Japan
(BoJ) mit ihrer kräftigen Liquiditäts-Ausweitung nach dem Erdbeben die lokale
Wirtschaft stabilisieren möchte, scheinen die Interessen der Vereinigten
Staaten jetzt doch wieder höhere Priorität zu haben: Die BoJ wurde anscheinend
aus Washington instruiert, die Liquiditäts-Bremse zu treten. Diese Aktion hat beim
Rohöl heute einen wirklich großen Schaden hinterlassen: Im Laufe des Tages
sackte US-Leichtöl (WTI) um über vier Dollar ab. Beim Silber betrug der
Tagesverlust zum Teil fast einen Dollar. Und Gold sackte zeitweise um zwanzig
Dollar ab. Im Prinzip waren die
ersten Ausläufer der heutigen Drückungs-Aktion schon mit Ende des COMEX-Handels am gestrigen Tag sichtbar. Denn im späten
Access Handel wurde das gelbe Metall um bis zu sieben Dollar gedrückt. Auch heute früh im
asiatischen Handel ging es relativ schnell um acht Dollar südwärts. Auf einem Stand
von $1.455 konnte sich Gold dann aber im Londoner Vormittags-Handel wieder auf
über $1.460 befestigen. Der A.M. Fix mit $1.461,25 (EUR 1.011,11) bestätigte
dies. Zum frühen Nachmittag
legte diese Erholung allerdings wieder einen Rückwärtsgang ein, so dass Gold
vor Eröffnung des Handels an der New Yorker COMEX bereits unterhalb der Marke
von $.1460 stand. In den ersten 60 Minuten
des COMEX-Handels konnte sich Gold zwar auf $1.465
erholen. Aber der P.M. Fix führt zu einem Preis-Einbruch um $15: $1.450,50 (EUR
1.001,66) lautete der Kurs. Im Anschluss ging dann
nichts mehr bei Gold, wobei eine weitere Drückung unterhalb der Marke von
$1.450 auch keinen Erfolg hatte. Mit $1.453,00 schloss Gold mit einem
24-Stundenverlust von $14 den COMEX-Handel. Der US-Dollarindex
(USDX) gab wegen des starken Yens weitere 0,2 Punkte auf 74,8 nach. Der heutige
Markteingriff hat dafür – auch das war zu erwarten – den Kurs der
10-jährigen Treasury Notes nach oben getrieben; das heißt die Real-Renditen
sind um 0,1 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent gefallen. Das führte dann zu einem
Anstieg des Quotienten auf dem USDX und den Real-Renditen um 0,6 Punkte auf
21,4. Nachhaltig sind solche
Aktionen wie heute natürlich nicht. Sie können vor allen Dingen nur sehr
begrenzt eingesetzt werden, weil sonst die Aktien-Märkte abschmieren würden.
Auf der anderen Seite vertreiben sie eine Reihe von Spekulanten, die störend
für einen geordneten weiteren Anstieg von Gold & Co wären. Von den normalen
Gold-Investoren, deren Bestände mit Eigenkapital-Geld gekauft sind, können die manipulativen Kräfte sowieso keine Abgaben derer Bestände
erwarten. Wichtige Marktdaten im Überblick
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