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Bericht für den 20. April 2011 Ziel erreicht: Gold bei $1.500 Es ist geschafft: Gold
konnte heute die wichtige Marke von $1.500 nehmen. Schon im frühen asiatischen
Handel stieg das gelbe Metall merklich an. Man spürte förmlich, dass die
Investoren heute die Marke von $1.500 auf alle Fälle sehen wollen. Der schwache US-Dollar
begünstigte dieses Vorhaben. Denn der Euro konnte heute mehr als einen Prozent
gegenüber dem Dollar zulegen. Um 8:00 Uhr MEZ war es dann soweit: Gold
überschritt erstmals die Marke von $1.500. Auf diesem Niveau begann dann auch
der Handel im Londoner Vormittags-Handel. Dort setzte sich die positive
Entwicklung fort und Gold stand dann zum
A.M. Fix um 11:30 MEZ bei $1.505,00 (EUR 1.037,93).
Das ist ein Preisanstieg innerhalb 24 Stunden von zehn Dollar – aber auch
ein Euro-Gold-Preisrückgang von zehn Euro. So richtig versucht, den
Goldpreis unter Kontrolle zu bekommen, hat das Gold-Kartell erst zum Londoner
P.M. Fix um 16:00 Uhr MEZ. Dort stand Gold nur noch einen Dollar mit $1.501,00
(EUR 1.033,32) oberhalb der Marke von $1.500. Man beachte den zwischen dem A.M.
und P.M. Fix weiter fallenden Euro-Goldpreis. Silber schloss zum
Londoner Fixing mit $44,79 (EUR 30,84) um 157 Cent
höher als noch am gestrigen Tag. Der Anstieg war so massiv, dass selbst
Euro-Silber kräftig zulegen konnte. Die Aktien-Märkte
haussierten weltweit, was auf kräftigen Liquiditäts-Überschuss hindeutete. Das
in den letzten Tagen schwache Palladium legte heute um $22 auf $759,00 zu.
US-Leichtöl steht wieder nahe seines Höchststandes vor
einigen Tagen. Wenn solche wichtigen
Marken wie $1.500 fallen, dann ist es ganz natürlich, dass es im Laufe des
Handels zu Gewinn-Mitnahmen kommt. So war es nicht verwunderlich, dass das
Gold-Kartell diese Stimmung dazu nutzte, zum Schluss des COMEX-Handels
Gold mit $1.497,50 wieder leicht unter die Marke von $1.500 zu drücken. Wie bei
Gold $1.000 müssen wir uns wohl auf ein Auf und Ab in den nächsten Tages
einstellen. Ein Blick auf den
derzeitigen Jahres-Goldpreisanstieg lässt jedoch nichts Bemerkenswertes
erwarten: Plus 32 Prozent innerhalb der letzten 12 Monate. Das ist etwas mehr
als das anscheinend vom Gold-Kartell selbst vorgegebene Ziel
von maximal 30 Prozent. Der US-Dollarindex gab
heute um 0,7 Punkte auf 74,4 nach. Im Wesentlichen ist dieser kräftige Rückgang
dem stark steigenden Euro zu verdanken. Die Renditen der 10-jährigen Treasury
Notes verharrten bei 3,4 Prozent. Das
Griechenland-Damoklesschwert schwebt immer noch über den Märkten als neu-Lehman Brothers. Vorsicht ist also trotz aller Euphorie
bei den Edelmetallen und Rohstoffen angesagt. Denn eigentlich gab es heute
keinen Grund, dass der Euro so stark steigen sollte. Die
Notenbanken sind einfach trickreich und nicht zu unterschätzen. Wichtige Marktdaten im Überblick
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