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Bericht für den 28. April 2011 Der Absturz des US-Dollars geht
weiter Ab und zu ist einmal ein
Faktencheck notwendig, um sich von dem Umfang des Niedergangs des US-Dollars
ein Bild machen zu können: Nur noch 87 Schweizer Rappen erhält man derzeit für
einen US-Dollar. Aber auch der sonst so auf den ersten Blick so stabil
aussehende Euro dümpelt gegenüber dem Schweizer Franken mit Kursen unterhalb
von 1,30 CHF / EUR herum. Gleichzeitig mit dem
Absturz der bisherigen Weltleitwährung steigen nicht nur die Ausweichwährungen
Euro (zweitschlechteste Alternative – allerdings ein großer Markt) und
Schweizer Franken (eine der stabilsten Papierwährungen – mit einem
relativ kleinen Markt), sondern auch die Edelmetalle. So eilt derzeit Gold und
Silber vom einem historischen Höchststand zum nächsten. Silber noch viel
schneller, da der Markt bei weitem nicht so aufnahmefähig ist für Papiergeld
wie der Markt für Gold. Auch die derzeitige hohe
Bewertung des Euros gegenüber dem US-Dollar darf nicht überbewertet werden.
Denn lediglich der Euro-Währungsraum bietet die Umschichtungs-Möglichkeiten für
große US-Dollar Vermögen an, die benötigt werden. Es hilft überhaupt nichts,
wenn diese US-Dollar lieber in Schweizer Franken oder Gold flüchten wollen
– aber der Markt gar nicht das dazu notwendige Handels-Volumen
bereitstellen kann: Wo kein Verkäufer, da wird auch aus einem potentiellen
Käufer kein Geschäft entstehen. Für die
Edelmetall-Anleger im Euro-Raum ergibt sich so die etwas unbefriedigende
Situation, dass trotz eines Rekords zum nächsten der
Euro-Goldpreis praktisch stagniert. Diese Situation muss man als Investor
einfach hinnehmen – beim nächsten bevorstehenden Euro-Exitus werden dafür
der Goldhebel und der Währungshebel zusammen das gelbe Metall in unerforschte
Euro-Preisregionen treiben. Die gestern nach der
FED-Erklärung – diesmal bereits um 18:30 Uhr MEZ – angestiegenen
Goldpreise von knapp $1.530 konnten im heutigen Tagesverlauf bestätigt werden.
Im asiatischen Handel ging es heute früh auf demselben Niveau los, wo New York gestern Abend geschlossen hatte. Auch im Londoner
Vormittags-Handel kam es zu keinen wesentlichen Bewegungen. Der A.M. Fix stand
mit $1.531,00 (EUR 1.031,60) um $23 höher als noch vor 24 Stunden. Auch zum frühen
Nachmittags-Handel gab es keine weiteren Impulse – weder in die eine, noch in die andere Richtung. Mit $1.530 eröffnete die New
Yorker COMEX den heutigen Gold-Handel. Zum Londoner P.M. Fix um 16:00 Uhr MEZ
kam dann wieder etwas Bewegung in den Preis mit Kursen von $1.535,50 (EUR 1.034,36). Nach zwei Stunden
versuchten die Marktteilnehmer dann, Gold über die Marke von $1.540 zu heben.
Dieser Versuch scheiterte jedoch, so dass das Gold-Kartell die Chance wahrnahm,
die Euphorie der Teilnehmer zu bremsen: Gold fiel innerhalb weniger Minuten um
zehn Dollar. In den letzten 90
Handels-Minuten tat sich dann nichts Wesentliches mehr. Mit $1.531,60 (EUR
1.035,21) schloss Gold den COMEX-Handel mit $1.531,60
(EUR 1.035,21). Silber stieg heute im
Tagesverlauf auf bis zu $49,50 an, wurde dann aber wie
Gold auf ein Kurs-Niveau von $48 gedrückt. Der US-Dollarindex
(USDX) gab erneut um 0,2 Punkte auf 73,2 nach. Die Renditen der 10-jährigen
Treasury Notes schwanken schon seit einigen Tagen um die Marke von 3,3 bis 3,4
Prozent. Heute lagen die Real-Renditen wieder mit 3,3 Prozent um 0,1 Prozent
niedriger. Der von mir ermittelte
Quotient aus dem USDX und den Real-Renditen hat mit 22,2 Punkten immer noch
ausreichend Abstand zu der kritischen Marke von 20 Punkten. Wichtige Marktdaten im Überblick
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