Bericht für den 29. April 2011

 

Die Huren des internationalen Bankenkartells fordern Lastenausgleich

 

Aus Anlass der königlichen Hochzeit blieben die Londoner Edelmetall-Märkte heute geschlossen. Auch Montag werden die LBMA für Gold und Silber und die LPPM für Platin und Palladium wegen eines Bank Holidays geschlossen bleiben.

 

Bevor wir zum Geschehen am New Yorker Markt überleiten, beschäftigen wir uns erst einmal mit der Londoner Financial Times beziehungsweise in diesem Fall mit ihrem deutschen Ableger, der FTD. Beide Blätter nebst ihres Chef-Kommentators Werner Münchau sind an dieser Stelle bereits mehrfach dafür kritisiert worden, dass sie mit ihrer Stimmungs-Mache zu Gunsten Quantitative Easing – also dem Aufkauf von Staatsschulden durch frisch gedrucktes Geld der jeweiligen Notenbank – und durch ihr Lobbying für eine beispielslose Euro-Rettung, die in ihrer Konsequenz wohl letztlich die Reparations-Zahlungen Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg in den Schatten stellen werden, auffällig die Interessen des internationalen Banken-Kartells zu vertreten scheinen.

 

Denn nicht die überschuldeten Hausbesitzer, die Bürger, denen die Kreditkarten-Schulden bereits oberhalb der Kinnlade stehen und diejenigen, die einen Großteil ihrer Altersvorsorge verloren haben, wurden durch die Staaten und Notenbanken gerettet. Sondern lediglich die Banken, die bei einem offiziell verkündeten Bankrott dieser Schuldner ebenfalls über die Klinge hätten springen müssen.

 

Nun scheinen die zwecks Rettung – alternativlos wie unsere Bundeskanzlerin stets betont – eingeleiteten Maßnahmen mit einer Explosion der Staatsschulden nebst der Flutung der Märkte mit frisch gedrucktem Zentralbank-Geld wohl nicht mehr auszureichen, um die Haut der Banker-Herrenrasse zu retten.

 

Anders kann ich es mir jedenfalls nicht erklären, dass Peter Ehrlich in seiner heutigen Kolumne für die FTD unter dem Titel Höhere Steuern sind besser als Sparkurs eine stärkere Belastung der Bürger mittels höherer Steuern und Vermögensabgaben fordert.

 

Die FTD, das Wirtschaftsblatt mit dem Drang dazu, die Interessen der Besserverdienenden und des Kapitals zu vertreten, war das nur eine Illusion?

 

Auf den ersten Blick hat man den Anschein. Aber auf den zweiten Blick entpuppt sich dieses Blatt als gefährlicher als die Summe der verbreiteten Linkspresse nebst den Forderungen der Gewerkschaften und Rot/Grün/Dunkelrot-Parteien. Denn Peter Ehrlich fordert in seinem Beitrag nichts anderes als ein Lastenausgleich der Mittelschicht zwecks Rettung des internationalen Bankenkartells.

 

Ist das die dritte Stufe des Lobbyismus, mit der ein weiterer Verrat von Angela Merkel an dem deutschen Volk vorbereitet werden soll – schließlich hat diese Methode trotz populärer Gegenwehr auch mit Hilfe der BILD-Zeitung bei der zweiten Stufe, der Griechenland-Rettung funktioniert. Die erste Stufe war nach Lehman Brothers die Rettung der vordergründig nationalen, in Wirklichkeit aber international operierenden Landesbanken, der HRE, der Commerzbank und indirekt auch der Deutschen Bank – dies nur als Erinnerung für Alle, die das bereits aus dem Gedächtnis verdrängt haben.

 

Warum? Weil die bisherigen Maßnahmen anfänglich zwar gewirkt haben, nun aber in ihrer Wirkung nachlassen. Der Verbraucher, der überschuldet ist und abspecken muss, konnte eben nicht gerettet werden. Ihm wurde durch die Politik zwar eingeredet, dass er nicht abspecken dürfte, um das Finanzsystem-Kartenhaus nicht zum Einsturz zu bringen. Und wie wir an Griechenland, England, den USA & Co gesehen haben – der Verbraucher folgte seinen Politikern.

 

Nun stehen aber die Banken vor derselben Situation wie nach dem Herbst 2008. Denn diesem Verbraucher geht es immer schlechter.

 

Nun bedient sich Peter Ehrlich einer Hilfs-Argumentation, die man wohl eher aus der Folterkammer der äußersten Linken entstammend erwarten dürfte: Er proklamiert, dass nicht nur die Griechen, sondern auch wir Deutschen über unsere Verhältnisse gelebt haben. Was für eine Verzerrung der Wahrheit – haben nicht die deutschen Produkte, die per Euro-Kredit an die PIIGS-Staaten transferiert wurden, deutsche Arbeitsleistung in griechischen Konsum verwandelt. Und da die Methode mit dem Sparen in Griechenland eben nicht funktioniert habe, müsse man eben in Deutschland die Steuer erhöhen. Und die Mathematik liefert er gleich dazu mit: Stellen Sie sich vor, Sie müssten morgen beim Finanzamt ihren Anteil an den Staatsschulden bezahlen – rund vier Fünftel eines Jahreseinkommens etwa. Aber natürlich nicht bei denen, die wegen ihrer staatlichen Transfer-Zahlungen nicht nur einen Großteil des Steuereinkommens, das Andere erwirtschaften, verkonsumieren. Sondern die dazu noch zwecks Erhaltung der sozialen Errungenschaften per Alimentierungs-Demokratie ausschließlich die Staatsverschuldung im Lande zu verantworten haben.

 

Man könnte fast in Tränen ausbrechen, wenn man die folgenden Sätze in der FTD lesen muss: Dazu gehört auch, nicht einseitig jene Teile der europäischen Bevölkerung zu belasten, die sich am wenigsten wehren können. Einsparung treffen in der Regel vor allem ärmere Teile der Bevölkerung.

 

Im Umkehrschluss heißt das, dass die Mittelschicht, die in der Vergangenheit sowieso schon kräftig für die Erhaltung des Sozial-Staates – ohne entsprechende Gegenleistung versteht sich – aufkommen musste, nun auch noch mit ihrem Vermögen und ihrem zukünftigen Einkommen für die Schulden-Politik büßen muss, die ihr als einzige Gruppe der Gesellschaft keinen Vorteil gebracht hat. Denn die Banker-Freunde der FTD haben an dem auf Pump finanzierten Sozialstaat blendend verdient – sie sollen wie bislang schon, erneut verschont bleiben.

 

Für nachhaltiges Wachstum wären höhere Steuern auf Vermögen und den Energieverbrauch sowie eine Finanztransaktionssteuer besser, schließt die FTD den heutigen Bericht. Man könnte fast zu dem Ergebnis kommen, dass die Hure des internationalen Bankenkartells und die rot-grün-braunen Folter-Instrumente des Berichts gegen die Mittelschicht eine gemeinsame Macht sind, die nun auch in der Öffentlichkeit in dieselbe Richtung zu marschieren scheint.

 

Man lernt eben täglich dazu – und die ideologischen Masken fallen zu einer Zeit wo es noch nicht zu spät ist zu handeln.

 

Wer weiterdenkt, kommt wohl zu der folgenden Einschätzung: Die neuen Befehle, wie Angela Merkel zu handeln habe, werden derzeit international geschrieben.

 

Eines braucht man indes – die Erfahrungen der letzten 12 Monate beweisen es – nicht von unserem demokratischen, republikanischen und freiheitlichem System der Gewaltenteilung erwarten: Dass die Regierung als Exekutive, das Parlament als Legislative und das Verfassungsgericht als Teil des Judikative diese Befehlskette aufhalten wird. Denn auch diese Vertreter sind lediglich demokratische Huren des internationalen Banken-Kartells.

 

Die modernen Don Quichottes heißen Ted Butler mit seinem aussichtslosen Kampf für Gerechtigkeit auf dem Silber-Markt, der die US-Aufsichtsbehörde CFTC seit Jahren von einer Silberpreis-Manipulation überzeugen will. Oder sie heißt Partei der Vernunft, die noch ernsthaft daran glaubt, das Blockparteien-System durchbrechen zu können. Und auch ehrwürdige Wissenschaftler wie die Professoren Schachtschneider, Hankel und Starbatty kämpfen mit ihren Eingaben an das Verfassungsgericht in Karlsruhe gegen eine Richterschaft, die größere Angst um ihr eigenes Einkommen hat, als um die Grundsätze der Verfassung.

 

Silber-Investoren steht die Ehre zu, das Gold-Kartell praktisch vernichtend geschlagen zu haben. Nicht die Methoden eines Ted Butler waren letztlich erfolgreich. Und auch die System-Hure CFTC konnte den Untergang der alten Macht nicht verhindern. Was wir bei Silber erreicht haben, das müssen wir lediglich auf die anderen Problem-Felder ausdehnen. Wenn Gold in der Größenordnung wie Silber zuletzt steigen sollte, dann wäre es wohl mit dem Banken-Kartell schnell vorbei: Mit dem Freier wäre dann auch das System der Huren beschäftigungslos.

 

Gold ist auf dem besten Wege, Silber in seinen Fußstapfen zu folgen. Erst neulich konnte die Marke von $1.500 erreicht werden – und heute stehen wir ohne die in London bremsenden Engländer bei knapp $1.550.

 

Dabei verlief der heutige Anstieg wohl wegen der geschlossenen Märkte in London eher schleppend. Bis zum Beginn des New Yorker COMEX-Handels um 14:20 Uhr MEZ pendelte Gold im Prinzip unverändert gegenüber dem gestrigen New Yorker Schluss-Stand von $1.535,80.

 

Die ersten Stunden bis zum sonstigen P.M. Fix um 16:00 Uhr MEZ stabilisierte sich Gold bei $1.538. Es hatte den Anschein, als wenn die Markt-Teilnehmer auf den am Freitag üblichen Pauken-Schlag des Gold-Kartells zum Londoner P.M. Fix gewartet haben. Dieser fand aber heute wegen der königlichen Hochzeit und den geschlossenen Londoner Märkten nicht statt.

 

Gegen 16:00 Uhr MEZ schnellte Gold dann mit $1.543 über die Marke von $1.540. Man war aber trotzdem vorsichtig – und so bewegte sich bis 18:00 Uhr MEZ nichts mehr. Dann ergriff man aber die Gelegenheit beim Schopf, einen Ausflug in Richtung der Marke von $1.550 zu unternehmen. In der Tat, dieser Versuch gelang sogar.

 

Unglaublich, wie gering derzeit der Widerstand des Gold-Kartells ist.

 

Aber es kommt noch besser: Zum Schluss des COMEX-Handels stieg Gold nicht nur mit $1.556,20 (EUR 1.049,49) auf einen neuen historischen Höchststand. Nein, diese Marke wirkt zudem als Londoner P.M. Fix Ersatz und markiert für die nächste Woche erheblichen Stress im System.

 

Der US-Dollarindex (USDX) sank erneut um 0,2 Punkte auf 73,0.

 

Der Finanz-Elite, sollte sie heute Ehrengast der königlichen Hochzeit in London sein, wird wohl nach den Ereignissen des heutigen Tages alles andere als zum Feiern sein: Ein teuflischer Abgrund hat sich heute Nachmittag aufgetan.

 

Wichtige Marktdaten im Überblick

 

Gold-Preis

Heute

Vortag

Veränderung

Gold A.M. Fix (LBMA)

Royal Wedding

$1.531,00

(€1.031,60)

 

Gold P.M. Fix (LBMA)

Royal Wedding

$1.535,50

(€1.034,36)

 

COMEX Schlusskurs

$1.556,20

(€1.049,49)

$1.531,60

(€1.035,21)

+ $24,60

Weiße Edelmetalle

 

 

 

Silber Fix (LBMA)

Royal Wedding

$48,70

(€32,88)

 

Platin P.M. Fix (LPPM)

Royal Wedding

$1.835,00

(€1.241,55)

 

Palladium P.M. Fix (LPPM)

Royal Wedding

$777,00

(€525,70)

 

andere Marktdaten

 

US-Dollar Index (USDX)

73,0

73,2

- 0,2

Renditen 10-jährige Treasuries

3,3 %

3,3 %

unverändert

Quotient aus USDX und Renditen

22,1

22,2

- 0,1

 

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