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Bericht für den 4. Mai 2011 Angriff der COMEX-Krieger Das Gold-Kartell setzte
heute Instrumente ein, die man in den vergangenen Monaten schon vermisst hatte.
Langjährige Beobachter des Goldmarktes werden sich sicherlich noch an
vergangene Tage der im New Yorker COMEX-Handel
eingeleiteten Goldpreis-Drückungen erinnern. Am Nachfolgetag wurde dann im
Londoner Handel das erreichte Kursziel abgesichert. Und dann erfolgte die
nächste Drückungswelle – erneut an der COMEX nach dem Londoner
Goldfixing. Die Aktion fand erst dann ihr Ende, nachdem die physische Nachfrage
so stark angestiegen ist, dass das Gold-Kartell nicht mehr in der Lage war,
billiges Gold zu liefern. Heute sahen wir
zumindest die Spaltung des Goldmarktes in einen physischen Teil, der um 16:00
Uhr MEZ mit einem P.M. Fix von $1.541,00 (EUR 1.033,19) praktisch unverändert
gegenüber dem Vortages-Kurs war, und dem Future-Markt
der COMEX mit einem Schlusskurs von $1.514,90 (EUR 1.018,45) – dieser lag
um $25 oder 1,6 Prozent niedriger als noch vor 24 Stunden. Schlimm hat es heute
Silber erwischt, das zum COMEX-Schluss nur noch bei
$39,49 lag. Das Gold-Kartell weiss nur zu gut, dass kontinuierlich und vor allem kräftig
ansteigende Edelmetall-Notierungen die Spekulanten-Gruppe anziehen, die mit dem
Kauf von vor allen Dingen gehebelten Investments einen schnellen Dollar
verdienen wollen. Future-Kontrakte, wie sie an der
COMEX gehandelt werden, sind solche gehebelten Investments, weil man mit
relativ kleinem Geldeinsatz einen hohen Gewinn (als Hebel) erzielen kann.
Dieser Mechanismus kann, wenn sich die Preise in die entgegen
gesetzte Richtung entwickeln, dem Spekulanten auch massive Verluste bis
zum Totalverlust seines Geldeinsatzes ermöglichen. Droht der Totalverlust
des Geldeinsatzes, dann wird die COMEX, wenn der Spekulant nicht kurzfristig
neues Geld einschießt, die Gold Long-Position zwangsweise verkaufen. Ein
anderer Ansatz, massive Verluste zu vermeiden ist, dass sogenannte
Stop Loss Limits
gesetzt werden. Wenn beispielsweise Gold eine bestimmte Schwelle nach unten
durchstößt, dann wird automatisch eine Verkaufs-Order am Markt platziert und
die Long-Position aufgelöst. Das Gold-Kartell, aus
großen Geschäftsbanken bestehend, welche vielfach die Trading-Konten der
Spekulanten verwalten, kennt diese Stop Loss und Margin Levels der
Spekulanten. Vielfach werden diese Verkaufspunkte auch durch Chartanalyse
bestimmt. Das Kartell muss also
einen Prozess in Gang setzen, um möglichst viele Spekulanten aus ihren
Positionen zu treiben. Das geschieht dadurch, dass Futures zu niedrigen Preisen
leerverkauft werden, was dann natürlich den Preis
drückt. Beginnt dann die erste Gruppe der Spekulanten zu verkaufen, dann verschärft
sich der Abgabedruck und damit wird auch der Preis weiter sinken. Indem das
Gold-Kartell nun immer tiefere Preispunkte setzt, orchestriert es einen sich
immer weiter verstärkenden Verkaufsprozess, der den Preis wegen fehlender
Nachfrage immer weiter nach unten treibt. Am Ende kommt es dann zu fast
panikartigen Verkäufen der Spekulanten – das Gold-Kartell hat sein Ziel
erreicht: Mit wenig Einsatz einen großen Schaden
verursacht. Der US-Dollar veränderte
sich heute kaum. Wie in der Vergangenheit
haben die COMEX-Krieger zwar die heutige Schlacht
gewonnen – den Krieg werden sie trotzdem verlieren. Wichtige Marktdaten im Überblick
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