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Bericht für den 5. Mai 2011 Blutbad Im gestrigen Bericht
schrieb ich über die weitere Vorgehensweise des Gold-Kartells nach der Drückung
im COMEX-Handel: ... Am
Nachfolgetag wurde dann im Londoner Handel das erreichte Kursziel abgesichert.
Und dann erfolgte die nächste Drückungswelle – erneut an der COMEX nach
dem Londoner Goldfixing. Genau das konnten wir
heute beobachten. Die alten, Vielen schon nicht mehr bekannten Drückungs-Muster
des Gold-Kartells, wie wir sie in den Jahren bis 2008 regelmäßig erleben
durften, scheinen eine Wiedergeburt durchlebt zu haben. Allerdings basierte das
alte Drückungs-Muster darauf, dass zwecks Absicherung des erreichten COMEX-Stands am Folgetag ausreichend physisches Gold an der
Londoner LBMA bereitgestellt werden musste. Dieses kam damals von den
westlichen Notenbanken, die über Goldleihgeschäfte das Kartell mit physischen
Beständen aus ihren Lagern versorgt haben. Diese Lager wurden
jedoch nach den Ereignissen des Herbst 2008 kräftig dezimiert, so dass wir in
den letzten Jahren praktisch diese Drückungs-Muster nicht mehr beobachten
konnten. Es scheint, als wenn das
Gold-Kartell für die jetzige Drückung wieder um ausreichend physische
Goldbestände verfügt. Wahrscheinlich handelt es sich um Mengen von 100 Tonnen
und mehr, die im Spiel sind. Nicht zufälligerweise wird derzeit um die
Goldreserven Portugals – konkret um deren Verkauf – diskutiert und
spekuliert. Da die kriminelle Energie des Banken-Sektors, zu dem auch die
Noten- und Zentralbanken gehören – grenzenlos ist, sollte es keinen
wundern, wenn über den Umweg IWF das Gold Portugals zu den Gold-Kartellbanken
gekommen ist. Natürlich über Swap- und Leasing-Geschäfte, so dass Portugal sein
Gold offiziell noch buchen kann, es in Wirklichkeit aber schon über London in
Dritthände gelangt ist. Der heutige Tag begann
im asiatischen Markt mit stabilen Notierungen. Im Londoner Vormittags-Handel
wurde im Prinzip der gestrige New Yorker Schlusskurs bestätigt: $1.514,50 (EUR
1.018,08) und damit $22 niedriger als noch gestern zur gleichen Zeit lautete
der A.M. Fix. Dass dieser auf dem gleichen Niveau wie der gestrige COMEX-Schlusskurs zustande kam, läutete für den heutigen
Tag bereits die nächste Drückungsrunde ein. Denn im physischen Handel konnte
der gedrückte Goldpreis bestätigt werden. Die Marktteilnehmer sollten von
dieser Stelle an bereits gewarnt gewesen sein. In den ersten knapp zwei
Handels-Stunden der COMEX passierte dann nichts Dramatisches. Denn das
Gold-Kartell muss mit dem physischen Gold haushalten – und so war der wenig
im Vergleich zum A.M. Fix veränderte P.M. Fix mit $1.511,00 (EUR 1.029,36)
keine Überraschung. Die zweite Warnung für die Marktteilnehmer war dann der
Euro-Goldpreis: Der ist nämlich im Vergleich vom A.M. Fix mit 1.018,08 Euro auf
1.029,36 Euro kräftig gestiegen. Der heutige Spielball
des Gold-Kartells an der COMEX umfasste – wieder einmal – Maßnahmen
zur Liquiditäts-Drosselung: Der US-Dollar gewann über 1,8 Prozent gegenüber dem
Euro, während der Yen über 0,3 Prozent gegenüber dem Dollar anstieg. Mit der
massiven Auslösung von Yen Carry-Trades mussten die
Investoren in US-Dollar oder Euro getätigte Kredit-Yen-Positionen zum Teil
auflösen, was die Rohstoffe und andere auf Kredit gekaufte Assets
besonders heftig traf. Da wohl eine Reihe von Investoren durch Margin Calls Geld nachschießen
musste, ohne dieses zu haben, war wohl auch Gold betroffen, das anstelle von
Geld als Zahlungs-Mittel diente. So ist der massive Rückgang beim Gold an der
COMEX um $33 zu erklären. Denn nachdem London
schloss, begann das Kartell an der COMEX kräftig zu drücken: Der Kurs brach in
zwei Stufen auf $1.480 ein. Zum Schluss tat sich nicht viel und Gold beendete
den COMEX-Handel erneut auf Tages-Tiefstand bei
$1.481,50 (EUR 1.016,36). Ein Rückgang von $33 – aber für Eurogold-Besitzer
nur ein Rückgang von zwei Euro. Die Preisfrage lautet
nun, ob diese Entwicklung sich auch für den morgigen Tag fortsetzen wird.
Zuerst einmal müssen wir bewerten, ob der US-Dollar und vor allen Dingen der
Yen stark gehalten werden können – das bestimmen Ultima Ratio die
Notenbanken. Der zweite Faktor ist, ob ausreichend physisches Gold da ist, um
das heutige COMEX-Niveau auch morgen im Londoner
Handel zu retten. Der dritte – auch wie das Thema Cross-Forex
Kurse schwer vorhersehbar, da fremdbestimmt – Aspekt ist, inwieweit sich
nun im Markt verstärkt Short-Seller engagieren, die
denken, an dem Abwärtstrend verdienen zu können. Diese Gruppe kann noch einmal
zu einem weiteren Preis-Einbruch führen, würde es aber dem Gold-Kartell
ermöglichen, seine Short-Positionen einzudecken. Wenn die Short-Seller
massiv einsteigen, dann ist üblicherweise die Drückung beendet. Machen wir einmal einen Sanity Check bei den Kursen nach Ostern. Anfang Mai stand
Gold bei über $1.540, Silber bei $49. Nehmen wir den heutigen Goldpreis von
$1.480, dann hat Gold bislang $60 – das heißt 3,9 Prozent – verloren. Silber dagegen steht zum heutigen COMEX-Schluss bei $36, hat bislang $13 – das heißt 26,5 Prozent – verloren.
Natürlich prügeln die System-Medien derzeit bei diesen massiven Einbrüchen auf
Silber ein. Aber haben sie nicht noch vor wenigen Wochen den Investoren dazu
geraten, wegen der schlechten Performance von Gold, das Gold zu verkaufen und
in Silber zu tauschen – wer das beherzigte, der musste einen
Vermögensverlust von über zwanzig Prozent innerhalb weniger Tage hinnehmen.
Allein wegen den Umstiegs. Nun kann man natürlich
argumentieren, dass man diese Kurse ignorieren könne, da man sowieso nicht
verkaufen würde. Aber derzeit bezahlen wir unsere Rechnungen noch in Euro und
kaufen Waren auch noch in Euro ein. Ein Verlust von 26,5 Prozent innerhalb
weniger Tage ist ein massiver Verlust von Kaufkraft – ein Blutbad. Da ist
nichts zu beschönigen. Auf der anderen Seite ist der Silberpreis lediglich auf
das Niveau von Anfang März 2011 zurückgefallen – also für viele
Investoren durchaus zu verkraften. Der US-Dollarindex stieg
wegen des massiven Verlusts vom Euro um 1,1 Punkte auf 74,1. Mit unverändert
niedrig mit 3,2 Prozent tendierenden Real-Renditen der 10-jährigen Treasury
Notes konnte der Quotient aus beiden Werten heute 0,4 Punkte auf 23,2 zulegen. Es ist jetzt 21:20 Uhr
MEZ und der Euro ist gegenüber dem US-Dollar bereits um 2,2 Prozent gefallen.
US-Leichtöl liegt $10,60 im Minus und Gold gab auf $1.468 nach. Insbesondere
das Gemetzel beim Silber geht weiter: Mit $34,90 liegt das weiße Metall um mehr
als einen Dollar niedriger als zum COMEX-Schluss. Die
Drückung geht wohl morgen weiter – ansonsten würde das Gold-Kartell nicht
so massiv im Access Handel tätig sein. Wird nun die
Griechenland-Deflationsrakete, wie bereits an dieser Stelle ausgeführt,
gezündet? Darüber spekuliert, dass die griechische Regierung ihre
Zahlungsunfähigkeit erklären müsse, wurde ja bereits seit einigen Tagen. Wichtige Marktdaten im Überblick
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