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Bericht für den 12. Mai 2011 Drücker, die früh kommen, bleiben
nicht lange Es ist 8:00 Uhr früh und
man wirft das erste Mal an diesem Tag einen Blick auf die Edelmetall-Kurse. Der
erste Tages-Schock: Gold fast zehn Dollar im Minus und bei Silber ging es mehr
als einen Dollar nach unten. Sollte sich die gestern
eingeleitete massive Drückung heute fortsetzen? Es hatte wirklich den Anschein.
Denn im Londoner Vormittags-Handel ging es weiter rapide bergab. Der A.M. Fix
kam um 11:30 Uhr MEZ mit $1.488,25 (EUR 1.050,50) signifikant unterhalb der
Marke von $1.500 zustande. Der Kampf um die wichtige Marke von $1.500 scheint
also immer noch zu toben. Dabei ist Gold im
Jahresvergleich mit nur etwas über 20 Prozent im Plus – da ist noch
ausreichend Luft zum Anstieg in Richtung der 30 Prozent-Marke. Aber es sollte noch
schlimmer kommen. Gegen 13:00 Uhr MEZ stand Gold im Vorfeld der New Yorker
COMEX bereits unterhalb der Marke von $1.480. Wenn man berücksichtigt, dass
letzte Woche die größten Einbrüche zum Nachmittag während der Handels-Zeit der
COMEX zustande gekommen sind, dann musste man das Schlimmste
befürchten. Silber war gegen 13:00
Uhr MEZ sogar auf fast $32 gefallen. Zum Londoner Silberfixing um diesen
Zeitpunkt stand das weiße Metall mit $32,50 (EUR 22,95) um
$6,68 oder 17 Prozent niedriger als gestern zu der selben Zeit. Für diejenigen, die um
diese Zeit nach den Kursen schauten, war die Angst wohl jetzt besonders groß.
Hätte das Gold-Kartell nach wochenlanger Abstinenz auf dem Silbermarkt es nun
endlich geschafft, die Silber-Investoren weich zu kochen? Anscheinend nicht, denn
die Nachfrage nach Investment-Silber scheint weiterhin groß zu sein. Und nach
13:00 Uhr MEZ ging es nun in einer klassischen V-Form zu einer beispielslosen
Aufholjagd, bis zum Schluss der COMEX alle Verluste beim Silber vertilgt waren.
Bei Gold kam es auf Tagesbasis mit $1.506,80 (EUR 1.056,56) sogar zu einem
Zuwachs von fünf Dollar. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch den wieder
leicht steigenden Euro, der im Laufe des Tages ebenfalls seine Verluste
gegenüber dem Dollar abbauen konnte. Starker
Euro gleich starke Rohstoffe – diese
Regel wurde heute wieder einmal bestätigt. Die Drückung ist heute
eindrucksvoll gescheitert. Vielleicht versucht das Gold-Kartell in den nächsten
Tagen eine ähnliche Aktion. Sollte diese aber genauso eindrucksvoll scheitern,
dann wird es wohl zu einem plötzlichen und sprunghaften Anstieg bei Gold und
Silber kommen. Drücker, die früh
kommen, bleiben nicht lange – oder ihnen gehen im Verlauf ihres Besuchs
die Mittel aus. Das ist eine beeindruckende Erholung, die wir bei Gold &
Silber heute beobachten konnten. Solche Ereignisse sieht man nicht häufig. Das
Feierabend-Bier für die Kartell-Trader ist heute
Abend gestrichen. Wichtige Marktdaten im Überblick
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