Bericht für den 23. Mai 2011

 

Nur Gold oder der Galgen kann sie noch stoppen

 

Wie erwartet haben unsere EU-hörigen Eliten nun auch die Option einer geordneten Umschuldung Griechenlands verworfen. Denn mit diesem Kreditereignis hätte die Europäische Zentralbank (EZB) wohl einen Teil ihrer mehrere zehn Milliarden Euro betragenden griechischen Staatsanleihen in der Bilanz abschreiben müssen. Außerdem wäre Griechenland dann endgültig dem Schicksal der Bondmärkte ausgesetzt, da die EZB zukünftig nicht mehr in der Lage wäre, in den Markt einzugreifen.

 

Es rächt sich nun die Politik der Euro-Politiker, die nicht dem Vorbild von Großbritannien mit der BoE und den Vereinigten Staaten mit der FED folgen wollten. In diesen beiden Staaten haben die Notenbanken die Staatsschulden auf Teufel komm raus monetarisiert, in dem sie entweder direkt oder verdeckt die eigenen Staatsanleihen aufgekauft haben.

 

Die Europa-Politiker stecken also in einer von ihnen selbst geschaffenen Sackgasse. Den Zeitpunkt eines kontrollierten Kollapses von Griechenland scheinen sie bereits verpasst zu haben, und die Möglichkeit der Monetarisierung durch die EZB entfällt wegen der (selbstverschuldet) schlechten Bewertung der betroffenen Staatspapiere.

 

Man macht also so weiter wie bisher. Noch mehr (im Papiergeld-System) gutes Geld wird dem schlechten hinterher geworfen. Die wegen der guten Konjunktur sprudelnden Steuer-Einnahmen werden weder an den Steuer-Michel in Form von Steuerentlastungen zurückgegeben, noch in die immer mehr maroder werdende deutsche Infrastruktur gesteckt: Sie sind für die Rettung der Banken und der paranoiden Idee der Vereinigten Staaten von Europa reserviert. Also kein Ende mit Schrecken – sondern Fortsetzung der Strategie Schrecken ohne Ende.

 

Stattdessen fordert unsere Staatsrats-Vorsitzende noch mehr Anstrengungen vom deutschen Steuer-Michels, damit wohl immer größere Tribut-Zahlungen an die vielen hungrigen Mäuler in Europa geleistet werden können. Kann uns nur noch der Galgen vor den Euro-Politiker-Zombies retten?

 

Bevor das System mit seinen staatsalimentierten Bürgern vor die Hunde geht und sich die Masse um die Früchte ihrer Arbeit betrogen sieht, werden die Politiker zu den äußersten Maßnahmen, die ihnen die Demokratie ermöglicht, greifen – die Enteignung der letzten noch reale Werte besitzenden Bürger.

 

Artikel 14 Grundgesetz wird nach langläufiger Auffassung als Eigentums-Garantie-Artikel bezeichnet. Wer aber genauer liest, wird auf die Formulierung unter (3) stoßen: Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.

 

Die europäische Integration dient ja bereits nach langläufiger Propaganda dem Wohle der Allgemeinheit – schließlich profitiere ja Deutschland angeblich vom Euro. Damit wäre der Grund für die Enteignung in Satz 1 bereits gefunden. Und ein Gesetz mit den bezahlten Wackel-Dackeln – zutreffender wäre für unsere Bundestags-Abgeordnete die Bezeichnung parteiprogrammierter Abnick-Roboter – zu verabschieden, stellt praktisch keine Hürde dar und wäre wohl nur eine Frage von wenigen Tagen (kennen wir ja – wird mit alternativlos begründet und durchgeboxt). Also auch die Formulierung von Satz 2 schützt das Eigentum nicht wirklich. Mit der Entschädigungs-Forderung nach Satz 3 sieht es da schon etwas schwieriger aus. Aber dieser Satz enthält wieder den sozialistischen Weichmacher der Gerechtigkeit und lamentiert über die Interessen der Allgemeinheit. Und wenn man beispielsweise das Eigenheim mit einer fünfzigprozentigen Zwangs-Hypothek belastet, dann behielte der Eigentümer als Entschädigung zumindest die verbliebenen fünfzig Prozent: Die Renten-, Lebensversicherungs- und sonstigen Sparer haben ja schließlich über neunzig Prozent ihres Eigentums verloren. Und wer dann auf die Hilfe der im Satz 4 erwähnten Gerichte hofft, den wird es wohl genauso wie den Professoren gehen, die beim Bundesverfassungs-Gericht gegen die illegalen Euro-Rettungsmaßnahmen klagen.

 

Eine zweite Möglichkeit, die außer Kontrolle geratene Politiker-Kaste nebst ihrem Blockparteien-System zu stoppen, bietet das gelbe Metall selbst. Denn einmal raubt es den demokratischen Räubern die Möglichkeit, ihre Euro-Party durch Enteignung der verbliebenen Besitzenden fortzusetzen.

 

Auf der anderen Seite würde eine Herdenbewegung, die größere Vermögensmassen raus aus dem Papiergeld-System und rein in das Gold begünstigt, die Akzeptanz des Papiergeldes untergraben. Wenn keiner mehr die bedruckten Euro-Scheine annimmt, dann ist nicht nur das Geldsystem bankrott und fällt auf seinen wahren inneren Wert – Null nämlich – zurück. Nein, dann sind auch die Stränge, die Nährflüssigkeiten aus den diversen Steuerzahlern in den immer parasitärer auftretenden Staatskraken transportiert, gekappt. Mit dem Ende dieser Alimentierung stirbt dann auch der Parasit und alle von ihm Abhängigen ab.

 

Dieses Szenario erscheint mir derzeit realistischer als die Galgen-Option.

 

Euro-Gold konnte im Laufe des Tages die historische Höchstmarke von 1.080 Euro durchbrechen. Gleichzeitig verfiel der Kurs des Euros gegenüber dem US-Dollar um über ein Prozent. Gegenüber dem Schweizer Franken ist der Euro auf ein Rekordtief von unter CHF 1,24 gefallen. Nachdem viele Jahre vor Einführung des Euros der Schweizer Franken in Deutsche Mark gemessen zwischen 1,20 DM und 1,25 DM schwankte, kostet ein Franken in der DM-Nachfolgewährung nun umgerechnet 1,58 DM.

 

Mit dem zum Handels-Schluss wieder leicht anziehenden Euro beendete Gold den heutigen COMEX-Handel nur knapp unterhalb der Marke von EUR 1.080 mit $1.515,40 (EUR 1.079,12). Der Londoner A.M. Fix war mit $1.508,50 (EUR 1.077,71) noch etwas verhaltener, ebenso wie der P.M. Fix mit $1.510,50 (EUR 1.076,16).

 

Der Anstieg um vier Dollar ist im Vergleich zu den anderen Anlageklassen – mit Ausnahme der US-Treasury Bonds, deren Realrendite für 10-jährige Papiere von 3,2 Prozent auf 3,1 Prozent sank (also deren Preis am Bondmarkt stieg) – erstaunlich, die mit zum Teil heftigen Abschlägen gehandelt wurden.

 

Obwohl die letzten Monate gegenüber anderen Anlageformen zurückgefallen, hat die lahme Ente Gold zu ihrer wirklichen Stärke zurückgefunden: Als das einzig wahre Geld.

 

Eine Unze Gold kauft derzeit 15,6 Barrel US-Leichtöl (WTI), welches heute in US-Dollar bewertet um knapp drei Prozent nachgab.

 

Der um 0,8 Punkte gestiegene US-Dollarindex (USDX) zusammen mit den auf 3,1 Prozent eingebrochenen Real-Renditen hat den von mir ermittelten Quotient aus beiden Werten um 1,0 Punkte auf 24,6 ansteigen lassen.

  

 

Wichtige Marktdaten im Überblick

 

Gold-Preis

Heute

Vortag

Veränderung

Gold A.M. Fix (LBMA)

$1.508,50

(€1.077,81)

$1.502,75

(€1.050,87)

+ $5,75

Gold P.M. Fix (LBMA)

$1.510,50

(€1.076,16)

$1.490,75

(€1.052,64)

+ $19,75

COMEX Schlusskurs

$1.515,40

(€1.079,12)

$1.510,30

(€1.063,29)

+ $4,10

Weiße Edelmetalle

 

 

 

Silber Fix (LBMA)

$34,70

(€24,79)

$34,80

(€24,43)

- $0,10

Platin P.M. Fix (LPPM)

$1.750,00

(€1.248,65)

$1.767,00

(€1.240,00)

- $17,00

Palladium P.M. Fix (LPPM)

$723,00

(€515,90)

$734,00

(€515,10)

- $11,00

andere Marktdaten

 

US-Dollar Index (USDX)

76,2

75,4

+ 0,8

Renditen 10-jährige Treasuries

3,1 %

3,2 %

- 0,1 %

Quotient aus USDX und Renditen

24,6

23,6

+ 1,0

 

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