Bericht für den 24. Mai 2011

 

Intakter Aufwärtstrend

 

Nachdem Euro-Gold gestern gestiegen war, konnte der Goldpreis heute in US-Dollar nachziehen. Das allerdings bei einem praktisch unveränderten Euro-Goldpreis. Zum Londoner P.M. Fix erreichte Gold heute mit $1.527,00 (EUR 1.082,67) seinen Tages-Höchststand. Dieser markierte auch mit einem 24-Stundengewinn von $17 den maximalen Tagesgewinn.

 

Die Aufwärtsbewegung im gestrigen COMEX-Handel konnte also zu dem wichtigen Londoner Nachmittags-Fixing für physisches Gold bestätigt werden. Auch bestätigt wurde die Euro-Goldmarke von EUR 1.080.

 

Wenn man sich die Euro-Preise des gelben Metalls zum A.M. Fix mit EUR 1.078,85 ($1.520,75) und zum COMEX-Schluss mit EUR 1.079,78 ($1.523,40) genauer betrachtet, dann kann man das oben beschriebene Phänomen des stagnierenden Euro-Golds bei kräftigem Anstieg des US-Dollarpreises beim Gold beobachten.

 

Die Notenbanken mussten heute dem notleidenden Euro unter die Arme greifen. Und das funktioniert immer noch am besten, wenn man US-Dollar-Liquidität und Yen-Liquidität in die Märkte pumpt. Wegen der Zins-Differenz in den verschiedenen Währungs-Märkten fließt das frische Kredit-Geld aus den Null-Zinsländern Japan und USA in den Euro-Raum, der zumindest kleine Zinsen bietet. Aber ein Teil dieses Geldes versickert (geplant) in die Aktien-Märkte und (ungeplant) in die Rohstoffmärkte. US-Leichtöl (WTI), Silber und Palladium konnten heute kräftige Gewinne erzielen.

 

Vor dem am Donnerstag beginnenden G8-Gipfel in Frankreich stehen die Notenbanken sowieso vor einem Dilemma: Der deutsche Aktien-Leitindex DAX hat trotz der angeblich so guten Konjunktur in den letzten Tagen Federn lassen müssen. Ebenso der Dow Jones, der allerdings zum Handelsende immer wieder durch magische Hände gehoben wird. Wollen die Notenbanken nun Gold und die Rohstoffe wie so üblich vor solchen Treffen crashen sehen, dann wird dies nur auf Kosten der Aktien-Märkte gehen. Die sind aber sowieso schon wegen der Euro-Krise auf Tauchstation.

 

Investoren könnten dies dann als Signal des Endes der Aktienmarkt-Rallye interpretieren und zusätzlichen Abgabe-Druck verursachen. Da wäre ein moderater Goldpreis-Anstieg trotz des Treffens vielleicht das geringere Übel.

 

Wir werden es morgen sehen, wie man sich entschieden hat.

 

Der Euro konnte durch die heutigen Maßnahmen mehr als 0,4 Prozent trotz sich verschlechternder Nachrichten-Lage aus Euro-Land zulegen.

 

Die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen fielen wieder auf 3,1 Prozent zurück, nachdem sie im Laufe des Tages auf 3,2 Prozent gestiegen waren. Insgesamt tendierten im Tagevergleich die Realzinsen unverändert.

  

 

Wichtige Marktdaten im Überblick

 

Gold-Preis

Heute

Vortag

Veränderung

Gold A.M. Fix (LBMA)

$1.520,75

(€1.078,85)

$1.508,50

(€1.077,81)

+ $12,25

Gold P.M. Fix (LBMA)

$1.527,00

(€1.082,67)

$1.510,50

(€1.076,16)

+ $16,50

COMEX Schlusskurs

$1.523,40

(€1.079,78)

$1.515,40

(€1.079,12)

+ $8,00

Weiße Edelmetalle

 

 

 

Silber Fix (LBMA)

$35,85

(€25,43)

$34,70

(€24,79)

+ $1,15

Platin P.M. Fix (LPPM)

$1.759,00

(€1.246,65)

$1.750,00

(€1.248,65)

+ $9,00

Palladium P.M. Fix (LPPM)

$739,00

(€523,75)

$723,00

(€515,90)

+ $16,00

andere Marktdaten

 

US-Dollar Index (USDX)

76,0

76,2

- 0,2

Renditen 10-jährige Treasuries

3,1 %

3,1 %

unverändert

Quotient aus USDX und Renditen

24,5

24,6

- 0,1

 

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