Bericht für den 27. Mai 2011

 

Finanzmärkte paradox – Finanz-Planwirtschaft

 

Der Spar-Gipfel in Athen gescheitert, schreibt der Stern. Rettungskredite für Athen stehen auf der Kippe, berichtet das Handelsblatt nach den gescheiterten Gesprächen zwischen Regierung und Opposition in Griechenland. Und laut Basler Zeitung drohe die Europäische Zentralbank mit der Atombombe – die EZB soll 45 Milliarden Euro griechische Staatsanleihen aufgekauft haben und weitere 150 Milliarden Euro an sogenanntes Asset Backed Securities (ABS), die griechische Banken in Rahmen von Swap-Geschäften bei der  EZB deponiert haben.

 

Und was passiert an den internationalen Finanz-Märkten: Stürzt der Euro massiv ab? Oder stehen die europäischen Aktien-Märkte unter starkem Abgabedruck?

 

Nein – genau das Gegenteil war der Fall. Der Euro ist um über ein Prozent gegenüber dem US-Dollar gestiegen. Und auch der DAX stieg heute um 0,7 Prozent an.

 

Finanzmärkte paradox.

 

Aber die Manipulation der Devisenkurse und Aktien-Märkte ist sowieso das Metier der weltweit vernetzten Notenbanken. Denn diese können praktisch unbeschränkt viele Milliarden Euro, Dollar etc ihrer eigenen Währung aus dem Nichts erschaffen und mit dem Verkauf dieses Gelds an den internationalen Devisen-Märkten die jeweils in Not geratene Währung stützen. Da kann kein noch so mächtiger Hedge-Fond oder Finanz-Investor dagegen halten – denn denen geht irgendwann das Geld aus; den Notenbanken nie.

 

Die Aktien-Märkte werden durch den Effekt von sogenannten Devisen-Carry-Trade Geschäften entweder befeuert – wie heute durch einen künstlich erzeugten Überhang an US-Dollar oder japanischen Yen – oder wenn dieses Kredit-Geld die Rohstoff-Märkte in gefährliche Regionen treibt, wieder zurückgenommen.

 

Die Börsen-Berichterstatter waren jedenfalls heute ratlos, warum Euro und vor allen Dingen die Aktien-Märkte trotz der widrigen Nachrichtenlage stiegen. Die Erklärung dafür habe ich gerade geliefert.

 

Finanz-Planwirtschaft, gesteuert durch ein Politbüro von Notenbankern – also keine richtigen Märkte mehr. Wer das verstanden hat, lässt mehr als 99 Prozent der angeblichen Finanz-Fachleute, Börsen-Experten etc intellektuell hinter sich.

 

Die massiven Eingriffe haben den Goldpreis zum COMEX-Schluss um vierzehn Dollar auf $1.536,30 (EUR 1.075,46) steigen lassen. Euro-Gold musste jedoch zwei Euro abgeben. Eigentlich völlig untypisch für einen G8-Gipfel, der heute ohne greifbare Ergebnisse – auch keine Überraschung – zu Ende ging.

 

Gold ist nicht mehr das Metier der Notenbanken. Das war es allerdings noch vor der Finanz-Krise, als die Notenbanken ihre Gold-Keller entweder durch internationale Verkaufsvereinbarungen zu leeren begannen. Oder in noch größerem Umfang über sogenannte Gold-Leasing Geschäfte – das ist eine Form von Swap-Geschäft – ihre Keller im Geheimen leerten. Nun ist das Gold entweder verkauft oder verleast – auf dem Papier zwar noch da, in Wirklichkeit aber nicht mehr.

 

Der Gold-Markt hat die Ketten der Finanz-Planwirtschafts-Unterdrückung gesprengt – Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Nur bei Papier-Goldgeschäften können die Notenbanken über Entzug von Kreditgeldern noch merklichen Einfluss nehmen.

 

Gold ist der eigentliche Revolutionär der heutigen Zeit – es ist Sinnbild einer immer weiter zunehmenden Gruppe von freiheitsliebenden Menschen, die das Joch der Notenbanken-Politbüros, der Merkel-Regime und um ihre Macht zitternde Bewegung der Berufs-Demokraten abschütteln wollen. Die kapieren, dass in unserem heutigen Block-Parteiensystem kein gesellschaftlicher Pluralismus mehr herrscht, sondern nur noch eine Kraft im Hintergrund die Parteien in  eine Richtung lenkt. Das demokratische System ist zur völligen Farce geworden, nachdem sich jetzt auch Grünen-Funktionär Trettin offen für den Einsatz der Bundeswehr bei der Zwangs-Demokratisierung nicht-konformer Staaten ausspricht: If you don’t come to democracy, democracy will come to you.

 

Zukünftig wird anstatt (Papiergeld-) Lüge wieder  (Hard Asset-) Wahrheit gesprochen werden.

  

 

Wichtige Marktdaten im Überblick

 

Gold-Preis

Heute

Vortag

Veränderung

Gold A.M. Fix (LBMA)

$1.525,00

(€1.074,09)

$1.521,50

(€1.074,66)

+ $3,50

Gold P.M. Fix (LBMA)

$1.533,00

(€1.076,17)

$1.518,50

(€1.073,52)

+ $14,50

COMEX Schlusskurs

$1.536,30

(€1.075,46)

$1.522,80

(€1.077,48)

+ $13,50

Weiße Edelmetalle

 

 

 

Silber Fix (LBMA)

$37,69

(€26,50)

$36,95

(€26,08)

+ $0,74

Platin P.M. Fix (LPPM)

$1.786,00

(€1.253,35)

$1.779,00

(€1.255,05)

+ $7,00

Palladium P.M. Fix (LPPM)

$757,00

(€531,25)

$755,00

(€532,65)

+ $2,00

andere Marktdaten

 

US-Dollar Index (USDX)

75,0

75,6

- 0,6

Renditen 10-jährige Treasuries

3,1 %

3,1 %

unverändert

Quotient aus USDX und Renditen

24,2

24,4

- 0,2

 

© Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009-2011

Parse Time: 0.299s