Bericht für den 3. Juni 2011

 

Griechenland wieder einmal gerettet

 

Der IWF hat sich doch dazu durchringen lassen, die nächste für Ende Juni anstehende Zahlung an Griechenland leisten zu wollen. Damit scheint Griechenland wieder einmal in letzter Sekunde gerettet zu sein; wer hätte auch etwas anderes vermutet. Zu stark sind die Euro-Eliten diesseits der Grenzen auf ihr Baby fokussiert, welches sie trotz unheilbarer Krankheiten immer wieder vor dem Exodus retten müssen.

 

Aber zuerst einmal ein kleiner Ausflug zu den gestrigen Entwicklungen am Goldmarkt, die wegen Christi Himmelfahrt noch unkommentiert sind. Denn gestern, kurz nach dem P.M. Fix mit $1.539,50 (EUR 1.065,84) brach Gold plötzlich in zwei Wellen bis auf $1.520 ein. Wer das für eine markttypische Entwicklung trotz fehlender Nachrichten oder Gerüchte hielt, der muss wohl einer dieser mehr oder minder schlecht bezahlten Gold-Experten sein.

 

Jedenfalls hielt dieser vom Gold-Kartell im Vorfeld der US-Arbeitsmarktzahlen für den Mai 2011 am reinen Derivate-Markt hervorgerufene Einbruch nicht lange. Denn im Anschluss holte Gold – zwar nicht so schnell wie bei der Drückung, aber stetig – fünfzehn der zwanzig Dollar umfassenden Drückung wieder ein.

 

Trotzdem hat den Euro-Goldbesitzern der schwache Dollar etwas zugesetzt.

 

Heute stand Gold bereits im frühen asiatischen Handel leicht unter Druck und bewegte sich etwas oberhalb der Marke von $1.530. Der Londoner Vormittags-Handel schaffte hier keine wesentliche Veränderung, so dass der A.M. Fix mit $1.531,00 (EUR 1.056,44) in etwa auf diesem Niveau zustande kam. Im 24-Stundenvergleich ein Verlust von neun Dollar und zehn Euro.

 

Mit der näher rückenden Veröffentlichung der Arbeitsmarkt-Zahlen setzte das Gold-Kartell im frühen Nachmittags-Handel zu einer weiteren Drückungs-Runde an, die Gold diesmal bis $1.525 einbrechen ließ.

 

Auf diesem Niveau startete Gold den Handel an der New Yorker COMEX, der wenige Minuten von den US-Arbeitsmarktzahlen überschattet wurde: Gold konnte die nächste Stunde auf $1.545 steigen. Der Londoner P.M. Fix war mit $1.540,00 (EUR 1.059,20) dann aber schon etwas weniger optimistisch. Im Tagesvergleich war diese wichtige Kursmarke praktisch unverändert.

 

In den verbleibenden Handels-Stunden schwankte Gold dann zwischen $1.540 und $1.545 und beendete den Handel mit $1.541,90 (EUR 1.054,69). Die 10-jährigen Treasury Notes werden derzeit mit einem Real-Zinssatz von 3,0 Prozent gehandelt.

 

Der US-Dollarindex (USDX) bleibt wegen des starken Euros unter Druck und notiert mit 73,7 Punkten 1,1 Zähler niedriger als noch am Donnerstag.

 

Wichtige Marktdaten im Überblick

 

Gold-Preis

Heute

Vortag

Veränderung

Gold A.M. Fix (LBMA)

$1.531,00

(€1.056,44)

$1.540,00

(€1.068,26)

- $9,00

Gold P.M. Fix (LBMA)

$1.540,00

(€1.059,20)

$1.539,50

(€1.065,84)

+ $0,50

COMEX Schlusskurs

$1.541,90

(€1.054,69)

$1.532,00

NA

+ $9,50

Weiße Edelmetalle

 

 

 

Silber Fix (LBMA)

$35,19

(€24,28)

$37,22

(€25,72)

- $2,03

Platin P.M. Fix (LPPM)

$1.807,00

(€1.243,80)

$1.823,00

(€1.260,70)

- $16,00

Palladium P.M. Fix (LPPM)

$770,00

(€530,00)

$775,00

(€535,95)

- $5,00

andere Marktdaten

 

US-Dollar Index (USDX)

73,7

74,8

- 1,1

Renditen 10-jährige Treasuries

3,0 %

3,0 %

unverändert

Quotient aus USDX und Renditen

24,6

24,9

- 0,3

 

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