Bericht für den 6. Juni 2011

 

Vergutmenschlicher und Zeitgeistanbeter in Dresden

 

Kaum hat der evangelische Kirchentag in Dresden seine Pforten geschlossen, melden sich bereits schon die ersten spöttischen Kommentatoren. So wie ein Jan Fleischhauer, der unter dem Titel Der Schwarze Kanal eine Kolumne bei SPIEGEL ONLINE hat, in der er einmal weniger, aber immer öfters Salz in die Wunden des verlogenen linken Zeitgeistes streut.

 

Wem jene Namensgebung nicht geläufig sein sollte, der hatte wohl seinerzeit außerhalb der Reichweite der Fernseh-Sendemasten der Sowjetisch Besetzten Zone (SBZ), die sich auch gerne als DDR bezeichnete, gewohnt. Denn in deren Sendung Der Schwarze Kanal hat ein gewisser Karl-Eduard von Schnitzler jahrzehntelang die übelste Hetze über den Westen im Allgemeinen und die westlichen Medien im Besonderen zum Besten gegeben. Dabei hatte Sudel-Ede, wie ihn der Berliner Volksmund auch nannte, bereits im Jahr 1945 in Hamburg beim NWDR Medienarbeit geleistet – aus dieser Medienanstalt gingen später der WDR (Köln) und der NDR (Hamburg) hervor. Im Anschluss hat er praktisch die gleiche Karriere-Entwicklung wie Angela Merkel genommen: Er ist freiwillig vom Westen in den Osten gewechselt – aber nicht über Stasi-Umwege in die Ost-CDU, sondern gleich zum DDR-Fernsehen.

 

Das fleischhauersche Opfer lautet diesmal: Die evangelische Staatskirche.

 

Grün glauben, schwarz sehen, das sind laut Fleischhauer die wahren Grundsätze dieser Fünften Kolonne des Sozialstaates.  Und er führt weiter aus: Der Kirchentag in Dresden hat gezeigt: Die evangelische Kirche ist da, wo die Grünen stehen – gegen Atomkraft, zu viel Wachstum, die Globalisierung. Für diese Selbstsäkularisierung zahlt die Kirche einen hohen Preis.

 

Dabei hätte Jan Fleischhauer einfach mehrere hundert Jahre zurückblicken müssen, wo ein gewisser Martin Luther in Deutschland sein Unwesen trieb, um festzustellen, dass diese Selbstsäkularisierung der evangelischen Kirche keine Entwicklung der letzten Jahre ist, sondern bereits in die Wiege dieser Bewegung gelegt wurde.

 

Denn das Ende der Machtteilung zwischen dem Kaiser des heiligen römischen Reiches deutscher Nationen und den Fürsten und Kurfürsten hat dieser Martin Luther auf dem Reichstag von Worms im Jahre 1521 mit verursacht. Damit hat sich Deutschland damals der Macht des Papstes entledigt und dessen Autorität ist an die besagten Fürsten und Kurfürsten in Form einer eigenen Staatskirche gegangen – der evangelischen Kirche. Keine andere Organisation steht so stark für ein staat- und obrigkeitshöriges Instrument wie die Kirche des Kirchenspalters. Jahrhunderte lang war Deutschland in Fürstentümer parzelliert, bis schließlich im Anschluss an die französische Revolution ein Napoleon Bonaparte diese Gelegenheit ergreifen sollte, ganz Europa unter seinen Machteinfluss zu bringen.

 

Es ist also kein Wunder, dass Angela Merkel mit ihrem Beitrag zum Atom-Ausstieg und der wiederaufflammenden Vergötterung der Klimalüge viel Zustimmung auf diesem Kirchentag ernten konnte: Die evangelische Kirche war schon zeitlebens eine Hure des Zeitgeistes, welche Mainstream-orientiert kein Auflehnen gegen den Staat riskieren würde – stets kontroversfrei glücklich.

 

Das klingt grotesk, sieht man sich doch gerne selbst als die obersten Moral-Hüter und Fortschrittler der Gesellschaft. Aber diese Kirche machte es auch möglich, dass millionenfach Gott mit uns auf den Gürtelschnallen einer deutschen Eroberungs-Armee stand.

 

Diese Bewegung, insbesondere ihre Moralinsäure verspritzende ex-Vorsitzende Käßmann macht derzeit die Beine für eine Neue Weltordnung breit, in deren Gender-Mainstreaming-Religion Jesus wohl demnächst zur Frau umfirmiert und Gott schwul sein wird.

 

Dabei hat diese Säulen-(Schein-)Heilige bereits vor über einem Jahr als volltrunkene Rotlichtfahrerin ihren überweltlichen Anspruch verwirkt. Wohin es führen wird, wenn eine sich selbst als moralisch gefestigt ansehende Person das goldene Kalb anbetet, können wir dem Alten Testament entnehmen.

 

Wir können auf diese Vergutmenschlicher und Zeitgeistanbeter verzichten. Was wir von den Kirchen erwarten, ist eine moralische Autorität für das Diesseits und das Jenseits. Und ein entschlossenes Auftreten gegen die Eroberungs-Religion des Islam und allen anderen pseudo-Religionen, die derzeit dem Zeitgeist folgend als Hip bezeichnet werden. Wir brauchen keine Kirche, die sich um den deutschen Energie-Mix kümmert, die nicht nur aus der Kernenergie aussteigen möchte, sondern gleichzeitig der Kohleverstromung ein Ende bereiten möchte.

 

Politik – Moral – Wirtschaft: Das sind die Säulen aber auch die Instrumente einer funktionierenden Machteilung innerhalb einer wirklich freiheitlichen Gesellschaft. Wir haben dem Staat erst die Moral in Form einer untertänigen Kirche überlassen – nun auch die Wirtschaft mit einem grenzenlos wuchernden Sozialstaat und einem betrügerischen Geldsystem. Gewaltenteilung (in Form der Legislative, Exekutive und Jurisdiktion) und Demokratie sind außer Kontrolle geratene Krebs-Geschwüre einer immer stärker von einem diktatorisch agierenden Staatskraken beherrschten Nation. Und immer mehr Bürger merken: Dieser Weg führt in eine Katastrophe, die entweder in einer globaldikatorischen Weltregierung enden wird – die ersten Auswüchse sind ja bereits in Form der Europäischen Union und des Euros sichtbar. Oder in einer Renaissance der Machtteilung zwischen den drei Säulen.

 

Das deutsche Problem geht auf eine inzwischen fast 500 Jahre dauernde Fehlentwicklung zurück, die es zu lösen gilt. Von der evangelischen Kirche können wir hier – historisch bedingt – keine konstruktiven Impulse erwarten.

 

Wichtige Marktdaten im Überblick

 

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