|
Bericht für den 7. Juni 2011 Angst im Gold-Kartelllager Die Euro-Krise verdichtet
sich und unsere Bundeskanzlerin wird in Washington D.C. derzeit mit allen Ehren
hofiert. Das deutet darauf hin, dass Deutschland wohl einen Großteil der anstehenden
Euro-Rettung schultern müsse. Denn fällt der Euro, dann wird auch der US-Dollar
nicht mehr als 24 Stunden überleben können. Und so hat man die
Markt-Stimmung erneut durch Bloomberg pro-Euro heben
lassen. Angeblich zeichne sich eine Lösung für das Griechenland-Problem ab
– deshalb steige der Euro gegenüber dem US-Dollar. Der Euro stieg wirklich
kräftig gegen den Dollar, obwohl der Kurs der europäischen
Gemeinschafts-Währung derzeit auf einem Stand fixiert, den selbst der
Euro-Gruppenchef Juncker als zu hoch für die
Volks-Wirtschaften der Euro-Staaten kritisiert. Eine Währung in einer
existenziellen Krise müsste sich trotz aller Notenbank-Eingriffe anders
verhalten. Sind es also die
Amerikaner im Zusammenspiel mit Japan, welche den Euro
nach oben treiben. Oder versuchen die Europäer, durch Markteingriffe ihre
Währung zu stützen. Darüber werden sich die Airbus-Mitarbeiter in Toulouse und
Hamburg sicherlich freuen, die bereits jetzt schon furchtsam auf das nächste
Dolores-Projekt (DOllar LOw
REScue) ihrer Mutter EADS warten. Vielleicht hofft
man auch auf ein zweites Sylvester Syrien, wie man es derzeit in Libyen
vorführt – aber es ist unwahrscheinlich, dass sich Russland und China
noch einmal auf eine UNO-Resolution zwecks Sicherstellung einer
Flugverbots-Zone einlassen werden. Bei Gold scheint das
Kartell unabhängig von dem Euro-Kurs eine Schwelle von $1.550 heftig zu
verteidigen. Im Londoner Vormittags-Handel hat das gelbe Metall nämlich diese
Marke wegen des schwachen Dollars berührt – und wurde prompt um fünf Dollar
gedrückt. Der A.M. Fix kam noch
mit $1.548,40 (EUR 1.055,78) um sechs Dollar höher als gestern zur gleichen
Zeit zustande. Zum P.M. Fix stand Gold dann mit $1.545,00 (EUR
1.053,53) um vier Dollar, aber sechs Euro niedriger als zum gestrigen
P.M. Fix. Dann kamen die
Drücker-Kommandos, die das gelbe Metall im Anschluss auf bis zu $1.535 fielen
ließen – ohne eine Dollar-Hebung übrigens. Nun, Gold konnte sich
zum Schluss der COMEX wieder auf $1.543,20 (EUR 1.050,76)
verbessern. Auf Tagesbasis ist das jedoch ein Verlust von drei Dollar und acht
Euro. Silber arbeitet sich
außerhalb der allgemeinen Beobachtung langsam aber zum Teil kräftig wieder nach
oben. Der Hype scheint verflogen, aber der Kurs
steigt trotzdem überdurchschnittlich. Das ist ein gutes Zeichen. Der US-Dollarindex
(USDX) gab um 0,4 Punkte auf 73,6 nach bei gleichbleibenden Real-Renditen der
10-jährigen Treasury Notes von 3,0 Prozent nach. Wir sind gespannt, mit
welchen alternativlosen Vorschlägen Angela Merkel gehirngewaschen
aus Washington zurückkommen wird. Mein Tipp: Griechenland wird wieder gerettet
ohne dass es den Banken schaden wird. Und die Griechen werden offiziell den Placebo des Verkaufs von Staats-Besitz
schlucken, da diese Unternehmen sowieso nicht wegen der sozialen
Errungenschaften der Mitarbeiter verkaufbar sein werden. Die nächste Diskussion
wird dann in sechs Monaten geführt – gleiche Probleme, keine Fortschritte
und absehbare Lösungen. Wichtige Marktdaten im Überblick
©
Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009-2011 |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||