Bericht für den 10. Juni 2011

 

Euro-Gold trotz Wochenends-Drückung stabil

 

Vor dem Pfingst-Wochenende konnten wir heute Nachmittag zu Beginn des Handels an der New Yorker COMEX die klassische Form einer Wochenends-Drückung beobachten. Diese ging einher mit einem Kursverlust des Euros gegenüber dem US-Dollar von über ein Prozent.

 

Obwohl Gold zum COMEX-Schluss mit $1.529,50 zwölf Dollar abgeben musste, stieg der Euro-Goldpreis um wenige Euros an. Hauptziel der heutigen Aktion war aber wohl wieder US-Leichtöl (WTI), das fast drei Dollar verlor und knapp unterhalb der Marke von $100 notierte.

 

Bloomberg lässt verlautbaren: Stock Fall as Yen, Treasuries Gain; Crude Declines on Higher Saudi Output. Dabei bedurfte es einer Nachricht, um den Rutsch des Ölpreises zu begründen: Crude extended losses as OPEC said Saudi Arabia pumped the most crude since 2008. Wer es glaubt, der wird selig.

 

Am Vormittag lief es relativ gut für das gelbe Metall: Gold war praktisch bis zum Beginn des New Yorker Handels um 14:20 Uhr MEZ unverändert. Der Londoner A.M. Fix kam mit $1.541,00 (EUR 1.064,45) um sieben Dollar stärker als noch vor 24 Stunden zustande.

 

Dann ging es aber mit Beginn des Handels an der COMEX in der altbekannten Wasserfall-Formation um fünfzehn US-Dollar nach unten. Diese Drückung wurde zum Londoner P.M. Fix abgesichert, der mit $1.529,25 (EUR 1.061,02) zustande kam und im Tagesvergleich neun Dollar verlor. Dass der haussierende Dollar-Kurs ein Teil dieser Ursache war, kann man durch Vergleich der Eurogold-Notierungen nachvollziehen – dort betrug der Zuwachs ein Euro.

 

Im Anschluss an den P.M. Fix kam es zu einer Erholung bis auf $1.535 . Erst in der letzten halben Stunde des COMEX-Handels wurde Gold erneut kräftig gedrückt, so dass die Feinunze mit $1.529,50 praktisch auf dem Niveau des P.M. Fix aus dem Handel ging.

 

Den Aktien-Märkten gefiel der heutige Liquiditäts-Entzug auch nicht.

 

Von den weißen Edelmetallen fiel Silber mit $1,25 besonders stark. Palladium war praktisch unverändert, während Platin in der gleichen Größenordnung wie Gold fiel.

 

Der US-Dollarindex (USDX) legt um 0,7 Punkte auf 74,9 zu. Ein Großteil dieses Gewinns ist dem schwachen Euro zu verdanken. Die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen kleben weiter unverändert bei 3,0 Prozent. Der von mir ermittelte Quotient aus dem USDX und den Real-Renditen stieg um 0,3 Punkte auf 25,0.

 

Wichtige Marktdaten im Überblick

 

Gold-Preis

Heute

Vortag

Veränderung

Gold A.M. Fix (LBMA)

$1.541,00

(€1.064,45)

$1.534,00

(€1.049,97)

+ $7,00

Gold P.M. Fix (LBMA)

$1.529,25

(€1.061,02)

$1.537,75

(€1.059,79)

- $8,50

COMEX Schlusskurs

$1.529,50

NA

$1.541,10

(€1.062,21)

- $11,60

Weiße Edelmetalle

 

 

 

Silber Fix (LBMA)

$37,38

(€25,85)

$37,03

(€25,37)

+ $0,35

Platin P.M. Fix (LPPM)

$1.829,00

(€1.264,45)

$1.831,00

(€1.259,30)

- $2,00

Palladium P.M. Fix (LPPM)

$810,00

(€559,95)

$810,00

(€557,10)

unverändert

andere Marktdaten

 

US-Dollar Index (USDX)

74,9

74,2

+ 0,7

Renditen 10-jährige Treasuries

3,0 %

3,0 %

unverändert

Quotient aus USDX und Renditen

25,0

24,7

+ 0,3

 

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