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Bericht für den 14. Juni 2011 Pfingstbotschaft des Gold-Kartells Der Pfingstmontag
verlief bis 90 Minuten vor Schluss des Handels an der New Yorker COMEX relativ
ruhig. Viele Markt-Teilnehmer insbesondere in Europa erfreuten sich an dem
Pfingst-Wochenende und dachten nicht daran, dass am Montag ein ernsthafter
Handel stattfinden würde. Denn sowohl die
Edelmetall-Märkte in London als auch die New Yorker COMEX handelten ohne
zeitliche Einschränkung. Während des Tages-Verlaufs stand Gold zwar etwas unter
Druck. Aber der Rückgang bewegte sich in einem für einen solch erwarteten
dünnen Handel im verträglichen Bereich. Was sich allerdings um
18:00 Uhr MEZ abzeichnete und dann 30 Minuten vor Ende des Handels an der COMEX
vollendet wurde, kann man nur als die Pfingstbotschaft des Gold-Kartells
interpretieren. Gold sackte nämlich von einem Stand um die $1.530 auf bis zu
$1.510 ab. Der COMEX-Schlusskurs lag nur wenige
Dollar erholt bei $1.515,00. Man wollte wohl Unsicherheit bei den Investoren
schaffen und gegebenenfalls automatisch getriggerte Verkaufs-Programme
auslösen, solange die Trader noch im
Pfingstwochenende verweilten. Heute früh erholte sich
das gelbe Metall langsam im asiatischen Handel auf $1.520. Die Markt-Teilnehmer
waren jedoch nach dieser Pfingstbotschaft nervös und Gold bewegte sich für
Stunden nicht vom Fleck. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass das
Gold-Kartell zum Nachmittag erneut zuschlagen wollte. Der A.M. Fix kam mit
$1.519,00 (EUR 1.052,08) um sechs Dollar niedriger als zum A.M. Fix am Montag
zustande. Im frühen
Nachmittags-Handel kam es erneut zu einem Test der Marke von $1.515. Diese
Marke hielt jedoch, ebenso wie ein erneuter Test eine Stunde nach Eröffnung der
New Yorker COMEX. Der P.M. Fix mit $1.516,00 (EUR 1.049,50) signalisierte, dass
man weiterhin Druck auf Gold ausgeübt hatte. Vielleicht waren das auch die
Europäer, welche die Situation des Euros durch die auf tiefstes Ramsch-Niveau heruntergerateten griechischen Staatsanleihen optisch
aufhellen wollten. Prompt nach dem P.M. Fix
stieg Gold um über fünf US-Dollar an, wurde aber eine Stunde später erneut
gedrückt. Aber es half nichts: Gold stieg die letzte Stunde des COMEX-Handels an und beendete den Handel mit $1.523,00 um
acht Dollar höher als gestern zu der gleichen Zeit. Die Differenzen zwischen
den Politikern und den EZB-Zentralbankern über den richtigen Weg aus der
Griechenland-Krise scheinen zuzunehmen. Während die EZB eine Umschuldung auf
alle Fälle verhindern möchte, scheinen sich neben den deutschen Politikern nun
auch der einflussreiche luxemburgische Regierungschef Juncker
auf einen kontrollierten Default eingeschossen zu haben. Markiert diese
Entwicklung nun das Ende des ENA-Absolventen Trichet
mit seinem hypertechnokratischen Wunsch eines gesamteuropäischen Finanz-Ministeriums.
Schließlich haben die Medien in Deutschland die Bevölkerung auf ein solches
Ereignis (den kontrollierten Default) bereits eingeschworen. Denn wenn sich die
Politik jetzt nicht traut, wird die dann wenige Monate später anstehende
nächste Rettung ein solches Unterfangen noch schwieriger und noch risikoreicher
machen. Im Prinzip ist der Euro
auch stark genug, um eine daraus resultierende
Talfahrt verkraften zu können. Schließlich kann man sich im Verbund der
Viererbande der Notenbanken untereinander gegenseitig stützen. Man muss bloß
ein wachsames Auge auf das Öl und natürlich das Gold werfen, das im Zuge solch
einer Rettung nicht zur Flucht-Währung mutieren darf. Wichtige Marktdaten im Überblick
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