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Bericht für den 17. Juni 2011 Angestellte Abzocker und Verlust-Sozialisierer Ein gutes hat die
derzeitig kontrovers in der Öffentlichkeit geführte Diskussion um die
Griechenland-Rettung: Man kann erkennen, wer welche Interessen verfolgt. Oder
krass gesagt: Die Volks-Schädlinge kommen aus ihren Löchern gekrochen und
müssen um ihre Pfründe nun offen kämpfen. Dass das Banken-System
zu diesen Schädlingen gehört, das ist wohl in der Gesellschaft allgemeines
Verständnis. Das hat übrigens ein Bericht des ARD-Magazins MONITOR vor einigen
Tagen wieder gezeigt. Dort wurde aufgedeckt, dass die angeblich Schäubelsche Idee einer Fristverlängerung für griechische
Staats-Schulden um sieben (7) Jahre aus der Feder der Deutschen Bank kam. Denn
mit Jörg Asmussen sitzt ein Vertreter der
Banken-Oligopole als Staatssekretär an zentraler Stelle des Finanz-Ministeriums
und richtet als trojanisches Pferd seiner wirklichen Herren schwere
Verwüstungen zu Lasten des deutschen Steuerzahlers an. Und dann konnten wir
noch die publizistischen Hilfstruppen dieser Banker-Herrenrasse identifizieren:
Seit vielen Monaten kämpfen Financial Times (FT), Financial Times Deutschland
(FTD) und der SPIEGEL an der Medien-Front im Interesse ihrer Auftraggeber. Nun hat sich die dritte
Gruppe öffentlichkeitswirksam als Gewinn-Kassierer und Verlust-Sozialisierer
geoutet: Niemand anderes als die Creme de la Creme
der deutschen Industrie-Unternehmen startet nun nach einem Bericht des
Düsseldorfer Handelsblatt eine Kampagne für die Fortsetzung der Euro-Rettungspakete:
Knapp 50 Konzernführer aus Deutschland und
Frankreich wollen nach Handelsblatt-Informationen am kommenden Dienstag in
Anzeigen in mehreren deutschen und französischen Tageszeitungen die Erfolge der
Gemeinschaftswährung als Jobmotor und Wohlstandsgarant beschwören, so das
Handelsblatt. Erwähnt werden in dem Bericht der SIEMENS-Chef
Löscher, Daimler-Boss Zetsche,
BMW-Vorstandsvorsitzender Reithofer und andere
führende Persönlichkeiten aus Unternehmen wie Bosch und der Allianz. Die Schuldenkrise gefährdet nun das
Erreichte, deshalb müsse den betroffenen Ländern kurzfristig geholfen werden,
so die Konzernlenker. Wahrlich, für die
Herren wird es wirklich eng werden, wenn ihnen ihre Errungenschaften abhanden
kommen sollten: Seit über ein Jahrzehnt real zurückgehende Einkommen ihrer
Lohnsklaven bei massiver Ausweitung ihrer eigenen Gehälter, Pensionen und Boni. Auf der anderen Seite
stehen die Familien-Unternehmer und Vertreter des unternehmerischen
Mittelstands, die den bisherigen Weg der Euro-Rettung nebst den diversen
Rettungs-Schirmen als falsch kritisieren: Man hat
schlechtem Geld gutes hinterhergeworfen, sagte Lutz
Goebel, Präsident des Verbandes Die Familienunternehmer Handelsblatt Online. Dabei ist es eigentlich
keine Überraschung, dass sich die Konzern-Angestellten auf die Seite der Retter
mit deutschen Steuergeldern stellen – denn ihre Errungenschaften waren
nicht, das ihnen zur Führung übertragene Unternehmen nachhaltig auf
Zukunfts-Sicherheit zu trimmen, sondern durch kurzfristige Maßnahmen vor allen
Dingen ihre eigenen Einkünfte zu optimieren. Fällt der Euro, dann fällt auch
ihre falsche Strategie der vollkommenen Ausrichtung des Unternehmens auf den
Weltmarkt. Wenn ein Unternehmer
Verluste macht und sein Unternehmen an die Wand fährt, dann wird oftmals nicht
nur seine Lebens-Leistung zerstört. Sondern viele mittelständische Unternehmer
versuchen mit ihrem privaten Vermögen, das Unternehmen noch vor dem Untergang
zu retten. Sozialverpflichtung des Kapitals nannte man so etwas in der
Vergangenheit. Wenn aber ein
angestellter Konzernlenker gravierende Fehlentscheidungen trifft, dann verliert
er schlimmstenfalls seinen Job. Natürlich mit den Vergünstigungen, die
deutscher Angestellter auch hat: Fortzahlung des Gehalts bis zum fristgemäßen
Ende des Vertrags und fast immer eine opulente Abfindung. Hinzu kommen noch die
zustehenden Bonus-Zahlungen. Und man darf nicht vergessen: Die
firmenfinanzierte Alters-Versorgung, bei der oft sechsstellige Jahres-Renten
bezahlt werden. Dieses doppelte Fangnetz
kennen wir sonst nur von unseren Politikern. Dort kann man es teilweise noch
verstehen. Denn ein Politiker, der nicht mehr wiedergewählt wird und vorher
eine Top-Position innehatte, der findet eben keinen adäquaten Job mehr. Anders
bei den Konzern-CEOs, die über ihre Bilderberger-
oder Freimaurer-Kontakte schnell wieder an anderer Stelle ein neues Unternehmen
mit ihren Maßnahmen strategisch zugrunde richten können. Da wundert es nicht, dass die Getreuen
der Kanzlerin an der Kampagne der Bosse mitgemacht haben: Der Inhalt, so
berichten zwei Industriemanager, sei mit dem Kanzleramt abgestimmt. Der Feind des
Kapitalismus sind nicht die linken Parteien und die Gewerkschaften. Diese hat
das global agierende Banken-Oligopol schon längst für ihre Zwecke
instrumentalisiert. Denn was für erbärmliche Gestalten treten bei der SPD, den
Grünen und dem DGB auf, denen als Argumente nur noch der Begriff alternativlos
einfallen will. Der Feind sitzt in den
eigenen Groß-Unternehmen, wo angestellte Abzocker die Gewinne verteilen und die
Verluste sozialisieren wollen. Wichtige Marktdaten im Überblick
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