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Bericht für den 20. Juni 2011 Beschließt die FED QE3? Blenden wir für einen
Moment einmal die Euro-Krise aus und betrachten die wirtschaftliche Situation
in den Vereinigten Staaten. Denn dort sieht es auch nicht besser aus als in den
vielgeschmähten Südländern des Euro-Raums. Das Haushaltsdefizit
beträgt 50 Prozent der Aufgaben, das heißt nur jeder zweite vom Staat
ausgegebene Dollar wird über Steuereinnahmen finanziert. Die dafür massiv neu
aufzunehmenden Schulden kauft indirekt oder indirekt die FED über ihre diversen
Monetarisierungs-Programme. Trotz dieses massiven
Stimulus will die US-Wirtschaft nicht so richtig wachsen. Man kann sich
vorstellen, was für eine Rezession oder sogar Depression drohen würde, wenn
dieses künstlich geschaffene Falschgeld einmal versiegen sollte. Und wenn die
USA als Haupt-Konsument der Weltwirtschaft ausfallen würden, dann wäre es mit
der angeblich so blendenden Konjunktur in China und auch in Deutschland
schneller vorbei, als sich Viele das vorstellen können. Dabei ist der US-Dollar
als Weltleitwährung schon längst nicht mehr als ein Placebo – die
Wirkstoffe dieser Leitwährung nach Bretton Woods im
Jahr 1944, die Golddeckung des Dollars, existiert spätestens seit Anfang der 70er-Jahre
nicht mehr. Aber die Vereinigten Staaten
mit ihrer Federal Reserve und das Vereinigte Königreich mit ihrer Bank of
England Monetarisieren geschickt, so dass zumindest der Schein einer gesunden
Währung erhalten bleibt. Die wenigen Wissenden oder Ahnenden gehen dann in Gold
– aber deren Zahl ist so gering, dass der Anstieg des gelben Metalls noch
moderat bleibt. Wobei durchschnittlich 30-prozentige Jahresanstiege keine
schlechte Rendite darstellen, wenn es bloß nicht die permanenten Auf- und
Abwärtsbewegungen gäbe. Die Euro-Länder leisten
sich den Luxus einer eigenen Währung und Zentralbank, die Hand-in-Hand
solange auf Teufel komm raus monetarisieren können,
bis die Währung abverkauft würde, nicht. Dabei wiederholen FED und BoE nur das, was seit vielen Jahren der japanische Staat in
Zusammenspiel mit der Bank of Japan (BoJ) erprobt hatte. Das hat zwar nicht zu einer
nachhaltigen wirtschaftlichen Stabilisierung geführt, aber den großen Crash mit
Zombie-Banken und praktisch wertlosen Immobilien bis dato verhindert. Europa und die EZB haben
sich selbst in eine Sackgasse manövriert: Anstatt die EZB gnadenlos direkt oder
über das europäische Bankensystem Staatsanleihen kaufen zu lassen, hat man
lieber dem sozialistischen Gedankengut folgend, den angeblich starken Schultern
immer mehr Probleme der schwachen Länder aufgelastet. Dabei ist die
wirtschaftliche Erholung Deutschlands auch nur ein Placebo, der eine
Kombination aus US/UK-Gelddrucken, China-Blase und selbstgebürgten Euro-Geldern
ist. So werden sich entgegen
weitläufiger Meinung nicht der Euro mit Deutschland und Frankreich an die
Spitze eines neuen Welt-Finanzsystems setzen, sondern genau diese beiden Länder
werden die größten Verlierer dieser Krise werden – aus bedingungsloser
Nibelungen-Treue für die Idee des Euros. Und genau diejenigen
Nationen, die mit ihrer Entdeckung und Umsetzung des Monetarismus die meiste
Schuld an dieser Entwicklung tragen, nämlich die Vereinigten Staaten nebst Wall
Street und Großbritannien mit seiner London City, werden ihre Vormachtstellung
behalten. Wenn die beiden klug sind, dann akkumulieren sie im Geheimen Gold. Die FED tagt morgen und
am Mittwoch, und sie wird auch wohl über die zukünftige Strategie nach
Auslaufen ihres QE2-Programms beraten. Ob man den Schritt zu QE3 morgen wagen
möchte, ist eher unwahrscheinlich. Wobei die relative Schwäche der
vermeintlichen Konkurrenz-Währung Euro eine solche Maßnahme durchaus als
durchsetzbar erscheinen lässt. Auf alle Fälle muss man
besondere Beachtung dem Goldpreis widmen: Wird dieser im Vorfeld der
Entscheidung des Offenmarktausschusses (FOMC) kräftig gedrückt, dann ist die
Entscheidung für QE3 nicht nur gefallen, sondern wird auch verkündet. Ansonsten
gilt: Aufgeschoben ist nicht Aufgehoben. Das gelbe Metall verhält
sich die letzten Wochen trotz der Finanz-Stürme und –Orkane erstaunlich
widerstandsfähig: Es gibt weder einen Rausch in neue Höhenregionen, der auf den
Zustrom neuer Investorengruppen oder Spekulanten hindeuten würde. Noch zeigt
sich dieses monetäre Metall anfällig für die Abwärtsbewegungen, die wir in den
anderen Asset-Märkten beobachten konnten. Das macht eine bestimmte
Gruppe von selbsternannten Finanzexperten in zunehmendem Maße nervös: Nachdem
das Volatilitäts- und Blasen-Argument sich nun in Luft auszulösen scheint,
versucht man seine falschen Prophezeiungen mit dem Hinweis auf ein
bevorstehendes Gold-Verbot zu rechtfertigen. Welchen kranken Gehirnen kann
sonst die abstruse These entstammen, sein Geld aus Rücksicht auf staatliche
Repressions-Maßnahmen lieber in Immobilien als in Gold anzulegen. Verschafft
man doch dem Staat – wie wir Deutsche schon zwei Mal im letzten
Jahrhundert schmerzhaft feststellen mussten – mit Immobilien die beste
Möglichkeit, eine zwangsweise Enteignung in großem Maße ohne viel Aufwand und
praktisch risikofrei durchführen zu können. Dabei muss man doch nur
ganz einfache Fragen stellen: Beispielsweise wie viele Deutsche eine Immobilie
im Werte von 300.000 Euro besitzen – und wie viele Landsleute 8,5 kg
physisches Gold ihr eigen nennen können. Als nächstes fragen wir, wie mobil
– also fluchtfähig – dieses Vermögen in Höhe von 300.000 Euro
eigentlich ist. Und wer es immer noch nicht kapiert haben sollte, der sollte
sich die Frage stellen, welche staatlich jederzeit zugreifbaren Aufzeichnungen
für die 300.000 Euro-Immobilie im Vergleich zu den 8,5 kg Gold existieren. Schlüpfen Sie selbst
einmal in die Rolle eines Politikers, der vor der Wahl steht, entweder
milliardenschwere monatliche Zahlungen an einen Mob von Sozial-Schmarotzern
zahlen zu müssen, oder der von diesen Mittellosen mit dem Leben bedroht wird:
Dieser Politiker wird 100-prozentig die Alternative wählen, mit der er über
Jahre hinweg insgesamt Zahlungen von mehreren tausend Milliarden Euro
vereinnahmen kann. Bei einem Goldverbot kämen da wohl nur einige Millionen Euro
der ehrlichen Goldsparer zustande – der Rest würde in der Illegalität
verschwinden. Die staatliche
Restmacht, soweit wegen ausstehender Soldzahlungen nicht selbst schon
desertiert, wird alle Hände damit zu tun haben, die Politiker vor dem
aufgebrachtem Mob zu schützen. Der Denkfehler dieser
Leute liegt einfach darin, dass sie mit ihrem gutmenschlichen Gemüt erwarten,
dass ein staatskonformes Investment wie in Immobilien aus moralischen Gründen
eher vor Beschlagnahme sicher sei als der Intim-Feind der heutigen
Brot-und-Spiele-Demokratie, nämlich Gold. In Extremis
geht es aber ausschließlich um schnell und effektiv einzutreibendes Geld –
zwecks Erhalt des Jobs und des eigenen Lebens. Da wird keiner mehr nach seinen
politischen Grundsätzen agieren – das sehen wir ja jetzt schon in einer
weitaus weniger gefährlichen Situation. Deshalb passierte auch
heute beim Gold nichts Weltbewegendes. Obwohl sich die Welt langsam aber stetig
in Richtung des Goldes verändert. Wichtige Marktdaten im Überblick
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